Perlentaucher-Autor

Thekla Dannenberg

Thekla Dannenberg, 1970 geboren, studierte Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut in Berlin, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München und arbeitete als Redakteurin bei der taz. Sie ist Redakteurin beim Perlentaucher, Mitglied der Jury für die Krimi-Bestenliste und unterrichtet Journalismus an der Universität Hildesheim. 2014 erschien ihre Übersetzung von Robert Warshows Essayband "Die unmittelbare Erfahrung".
Stichwort: Amerikanischer Film - 5 Artikel

Kiffen, Skaten, Rumhängen: Jonah Hills "Mid90s" (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2019 Die neunziger Jahre waren das letzte Jahrzehnt, in dem Schule keine Rolle spielte. Woraus es ankam, waren Stil, Musik und ein paar gute Skateboard-Tricks: "Keep a positiv attitude." Die coolsten Typen in "Mid90" sind die aus den Ghetto von Los Angeles. Von Leuten wie Ray, Fourth Grade, Ruben und Fuckshit lernt man alles, was man fürs Leben braucht: Rumhängen, Kiffen, Skaten. Und ab und zu auf einer Party Mädchen aufreißen. Stevie vergöttert sie. Von Thekla Dannenberg

Tut nicht weh: Gus van Sants "Don't Worry, He Won't Get Far on Foot" (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 20.02.2018 In seinen besten Filmen hat Gus Van Sant immer von Außenseitern erzählt. In "Mala Noche" und "My Own Private Idaho", und natürlich in "Elephant", seiner leisen Antwort auf das Massaker an der Columbine High School. Darin porträtiert er einfühlsam die Teenager einer High School in seiner Heimatstadt Portland, die am Ende von zwei schießwütigen Rechtsradikalen ermordet werden. Es ist der diskrete, poetische Gegenfilm zu Erik Poppes gestern im Wettbewerb gezeigtem "Utoya", der aus dem Massaker des Norwegers Anders Breivik ein gewaltiges Schockerlebnis macht. Für "Elephant" bekam Gus Van Sant in Cannes 2006 die Goldene Palme, dennoch entfachte er eine ähnliche Debatte wie jetzt Poppes "Utoya": Darf man aus einem solchen Gemetzel Kino machen? Muss man ihm Sinn geben? Von Thekla Dannenberg
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