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Katzen

11 Artikel

Magazinrundschau: die besten Artikel 2013

Redaktionsblog - Im Ententeich 24.12.2013 […] 'blutigen Grat') leben wir in unserer ganzen Hilflosigkeit. Pynchons Figuren ernähren sich von den Brocken der Freiheit, die vom Fließband der erbarmungslosen Umwandlungsmaschinerie fallen - wie die Katze beim Fleischer. Für James Joyce ist die Geschichte ein Albtraum, aus dem wir aufzuwachen versuchen. Für Pynchon ist die Geschichte ein Albtraum, in dem wir Träumer mit wachem Verstand werden müssen […] Von Thekla Dannenberg, Anja Seeliger

Solo für Greta: Noah Baumbachs 'Frances Ha' (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2013 […] Frances, 27, ist Tänzerin und auf der Suche nach einem Engagement bei einer Tanzkompagnie. Dass ihr Freund sich gerade von ihr getrennt hat, ist ihr nur Recht, so alt, um mit ihm und den zwei haarlosen Katzen zu leben, ist sie noch nicht. Zusammenziehen? - Schüttel! Schwerer wiegt, dass ihre Mitbewohnerin und beste Freundin Sophie ausziehen möchte. Sie, mit der sie eben noch in einem Bett liegen durfte […] Von Thekla Dannenberg

Lust am freien Spiel: Andrew Bujalskis 'Computer Chess' (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2013 […] vertackern, lässt er seinen Film auseinanderbrechen: In einen obskuren, an der Grenze zur Pointenlosigkeit lakonischen Witz, in Vignetten und Miniaturen und schöne Seltsamkeiten: Das Hotel wimmelt vor Katzen, ein Computer beginnt zu philosophieren, oft wabert ein minimalistischer Soundtrack durch den Film, der Banalitäten ins Dramatische verschiebt. Was zeichnet den Menschen also aus, in dieser letzten […] Von Thomas Groh

Ein Wunder von einem Film: Ramon Zürchers 'Das merkwürdige Kätzchen' (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2013 […] eine Fremdheit, die sich nicht in Äußerlichkeiten, in Skurrilitäten, Marotten, Ticks erschöpft, sondern daher zu rühren scheint, dass der Film sich keinerlei Vorurteile über sie bildet. Tiere: eine Katze, bei näherer Betrachtung nicht merkwürdiger ist als die anderen Geschöpfe um sie herum. Ein Hund. Dinge: die Zauberflasche, die sich im Kochtopf dreht. Ein abgresissener Hemdknopf. Orangenschalen, die […] r um, sie weisen sich gegenseitig nie vollständig zurück, machen alle bei dem Spiel mit, das der Film mit ihnen spielt), Menschen mit Tieren (Füße, die sich in nicht völlig eindeutiger Absicht der Katze nähern), Menschen mit Dingen und Worten (der Einkaufszettel, auf den die jüngere Tochter die vielen falschen Worte geschrieben hat), Tiere mit Dingen (draußen vor dem Fenster: Eine Ratte macht sich […] schaut durch eine Tür hindurch, um die Ecke, jemand tritt an Stelle eines anderen in einen kurz verwaisten Bildraum, jemand blickt auf etwas, das außerhalb des Leinwandrahmens liegt, dann huscht die Katze durch die Einstellung. Warum über solche Banalitäten schreiben? Bestehen nicht fast alle Filme aus Räumen, Menschen, Tieren, Dingen, Worten, Bewegungen, Blicken? Sicher tun sie das, aber fast nie gelingt […] Von Lukas Foerster

Gedrosselte Ambitionen: Sebastian Lelios 'Gloria' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 10.02.2013 […] ihr führt ein höchst melodramatisches Leben, an dessen Kollateralschäden Gloria unfreiwillig ein wenig partizipieren darf: nicht nur dringen wilde Streitgespräche durch die Decke, auch eine haarlose Katze und ein Drogenpaket fallen für sie ab; auf beides lässt sie sich ein, wie sie sich dann eben auch, eines Abends in einer Bar, auf den Blick eines Mannes einlässt. Dieser Mann ist ebenfalls geschieden […] Von Lukas Foerster

Liebt nur ihre Katzen: Brian M. Cassidys und Melanie Shatzkys 'Francine' (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2012 […] Kleister, der soziale Beziehungen - auf der Arbeit, in der Freundschaft, in der Liebe - zusammenhält. Während Francine also Menschen auf Abstand hält, liebt sie Tiere heiß und innig. Immer mehr Katzen, Hunde und Mäuse hortet sie, bis ihr Haus aus allen Nähten platzt, bis Kot und Schmutz nicht mehr zu beherrschen sind. "Vermüllungssyndrom" nennt man das in der psychiatrischen Fachsprache und wah […] Von Elena Meilicke

Ups and Downs einer Beziehungskiste: Andres Veiels 'Wer wenn nicht wir'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 18.02.2011 […] Sohn, Bernward Vesper: Die Katzen gehören nicht zu uns, sie stammen aus dem Orient und sind damit die Juden unter den Tieren und insbesondere diese Katze, die des Sohns, tötete die schönen Nachtigallen. Den Weg von der hingerichteten Katze bis zum hingerichteten Schleyer geht "Wer wenn nicht wir" als Spielfilm über die Wiegenzeit der RAF zwar nicht, doch bleibt die tote Katze prägend. Bernward (August […] Für Katzen ist das kein guter Berlinalewettbewerb: In "The Future" (unsere Kritik) stirbt eine im Heim über Beziehungskrisen nicht abgeholte Katze den Tod durch Einschläferung, bei "Wer wenn nicht wir" wird gleich zu Beginn eine Katze standesgemäß erschossen. Das Jahr ist 1949, auf der anderen Seite des Gewehrs steht Will Vesper, Literat im Dienste des Dritten Reiches, und hält eine pädagogische Rede […] krisengeschüttelte Paar vollends in die Entfremdung: Ensslin geht mit Baader in den bewaffneten Untergrund, Vesper verliert sich in Drogen. In der Psychiatrie gelandet, spricht er wieder von jener Katze. Veiel, den man für seine Dokumentarfilme (z.B. "Balagan", "Black Box BRD") ohne weiteres schätzen kann, strukturiert seinen ersten Spielfilm chronologisch anhand von historischem Material aus den […] Von Thomas Groh

Will nichts, wagt nichts: Lee Yoon-kis 'Come Rain, Come Shine'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2011 […] auch schon die einzige formale Idee, die einzige Art, auf der sich der Film zu seinem Gegenstand verhält. Nach einer Stunde ein erster Höhepunkt: Der Mann rettet eine wirklich sehr niedliche junge Katze vor dem Regen. Ach ja: der Regen. Den gibt es schon im Titel, später in fast jeder Einstellung. Ebenfalls im Titel wird er aber auch schon wieder entschärft: der Sonnenschein wird zurückkommen, nur […] Von Lukas Foerster

Zwischen zwei Phasen in Permanenz: Miranda Julys 'The Future'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2011 […] da kommt noch was. Zum Beispiel in einem Monat eine kranke Katze aus dem Tierheim, die wahrscheinlich kein halbes Jahr mehr zu leben hat - Verantwortung auf Probezeit, die Fühler vorsichtig nach vorne schieben, wie das wohl ist, womöglich irgendwann gebunden sein. Und dennoch ist das für beide im Second-Hand-Leben ein Schock: Wenn die Katze womöglich doch länger lebt - wenn's gut läuft fünf Jahre, sagt […] Von Thomas Groh

Hipsterköpfiger Breloer: 'Howl' von Robert Epstein und Jeffrey Friedman im Wettbewerb

Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2010 […] mehr als ein hochgepimpter Fernseh-Schulfilm, kleines ABC der Beat Generation, hipsterköpfiger Breloer. Ursprünglich als Doku gedacht, nun aber mit Spielszenen, die soviel Leben versprühen wie tote Katzen auf den Blechdächern von New York. Illustrationen für Bildstutzige: Der Dichter spricht und sein Gedicht kommt vor Gericht. Erklärungen für Literaturstutzige: Poesie lässt sich nicht in Prosa übersetzen […] Von Ekkehard Knörer