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Eva Menasse

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Strengste Diskretion

Vom Nachttisch geräumt 11.05.2016 […] Sekunde lang gibt Eva Menasse dem Wahn nach, der von einer Literatur ohne Literaten träumt, der glaubt, zwischen Autor und Werk strengstens scheiden zu müssen. Der Hass, der im Werk Doderers eine so große Rolle spielt, das ist Doderers Hass. Die dicken Frauen, die er im Werk so gerne beschreibt, hat er sich im Leben per Zeitungsanzeige gesucht. Die Selbstverständlichkeit, mit der Eva Menasse von Werk zu […] Eva Menasse hat einen fulminanten Essay über Heimito von Doderer geschrieben. Ich habe ihn in einem Zug von Anfang bis Schluss gelesen. Dort kommt eine "Kurzbeschreibung wichtiger Werke (in der Reihenfolge, in der sie die Autorin Doderer-ungeübten Lesern weniger emp-, als befiehlt)". Das ist die Tonart. In einem Buch sind Befehle amüsant. Der Leser ist schließlich der, dem ein Autor nichts befehlen […] verborgen gehalten werden müssen. Menasses Essay ist so gut, weil er nicht das eine gegen das andere ausspielt. Sie schreibt nicht, Doderer sei ein hochbegabter Autor, der aber ein paar Macken habe. Wer Eva Menasse liest, der begreift: Der eine Doderer ist ohne den anderen nicht zu haben. Wir müssen, wir dürfen uns freuen, einfach freuen, dass wir ihn haben. Wir müssen nicht leben mit ihm, nicht mit seinen […] Von Arno Widmann

Eva Menasse: Quasikristalle

Vorgeblättert 07.02.2013 […] Eva Menasse: Quasikristalle Roman Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2013 432 Seiten, gebunden, 19,99 Euro Erscheint am 14. Februar 2013 Zur Bestellen bei buecher.de Mehr Informationen beim Kiepenheuer und Witsch Verlag Klappentext: Was wissen wir wirklich über uns selbst? Und was vom anderen? In dreizehn Kapiteln zerlegt Eva Menasse die Biografie einer Frau in ihre unterschiedlichen Aspekte […] e hat, da ist der Überlebende eines Bürgerkriegs, der sich in sie verliebt, da ist die ungestüme Jugendfreundin, die Xane nach Jahrzehnten plötzlich nicht mehr zu ertragen glaubt. Zur Autorin: Eva Menasse, geboren 1970 in Wien, begann als Journalistin beim österreichischen Nachrichtenmagazin Profil. Sie wurde Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und begleitete den Prozess um den Holoca […]

Frühjahr 2005

Bücher der Saison 06.04.2005 […] "lustvoll zerlegt", für die entnervte SZ ein unerträglicher "Verhau aus einer weltanschaulichen Tragödie und der absurd-komischen 'Trilogie des laufenden Schwachsinns' nach Eckhard Henscheid". Auch bei Eva Menasses Debütroman herrscht Lagerbildung unter den Rezensenten. Ihre Familienburleske "Vienna" lässt sich die SZ "wie eine luftige Mehlspeise mit dezent alkoholisiertem Kompott" auf der Zunge zergehen, […] Von Thekla Dannenberg, Anja Seeliger