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Indien

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Zwei Filmschinken im Wettbewerb: Stanley Tuccis 'The Final Portrait' und Gurinder Chadhas 'Viceroy's House'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2017 […] entsetztlich klischeehaft. Ein Künstler-Kostümfilm aus den 60ern. Gurinder Chadhas "Viceroy's House" erzählt die Geschichte von der Teilung Indiens aus dem Palast des letzten Vizekönigs von Indien, Lord Mountbatten, der die Unabhängigkeit und Teilung Indiens einleitet. Dass es zur Teilung kommt, ist laut Chadha Churchill zu verdanken, der den gutherzigen Mountbatten austrickste und Muhammad Ali Jinnah […] Diener und eine Liebesgeschichte zwischen einem Hindu und einer Muslimin. Falls Chadha die Ambition hatte, ein Lean-Epos zu drehen, ist ihr das nicht gelungen. Wer aber die Geschichte von der Teilung Indiens in zwei farbenfrohen Stunden mit etwas Herzschmerz präsentiert bekommen möchte, wird hier gut bedient. […] Von Anja Seeliger

Bertelsmann und die Pressefreiheit in Indien

Redaktionsblog - Im Ententeich 19.02.2014 […] Donigers Recht auf Meinungsfreiheit. Kunzru warnt: "Die extreme Rechte unter den Hindus ... ist inzwischen Experte darin, die Waffe der Beleidigung zu nutzen, um Kritiker zum Schweigen zu bringen. Indien steht kurz davor, Narendra Modi zu wählen, einen Mann, der ohne zu zögern eine kürzlich erschienene Gandhi-Biografie in seinem Heimatstaat Gujarat verbot. Einmal an der Macht, fürchte ich, wird die […] Von Anja Seeliger

Indie-Verweigerungsposen: Georg Tillers 'DMD KIU LIDT' (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2014 […] Die in Berlin lebenden Exil-Wiener Indie-Popper "Ja, Panik" sind derzeit im Feuilleton allgegenwärtig. Das tolle WG-Badezimmer-Video zum Titelsong ihres neuen Album "Libertatia" entzückt die sozialen Netzwerke. Jetzt bringen sie auch noch einen Film, wenn schon nicht ins Kino, so eben doch ins Forum der Berlinale, dem angestammten Festivalort für poplinken Kunstgrips. Er trägt den selben Titel wie […] aufräumt mit den Vorstellungen von (wenn auch beschränktem) Glamour, den Aussichten auf Selbstverwirklichung, mit denen das Musikgewerbe ja insbesondere auch im um Authentizität besonders bemühten Indie-Segment stets wirbt. Man sieht zu Beginn: Eine Band, die abbaut. Eine Band, die Bandbus fährt. Auf ewig langen Autobahnen. Zwischendrin: Diffuse Diskussionen, irgendwo zwischen Theoretisierung und konkreter […] die Welt jenseits der Filmränder blickt, gewinnt man den Eindruck, dass "DMD KIU LIDT" im Grunde eigentlich nur eine etwas avanciertere Version von "Oh Boy" ist, die sich immerhin mit der richtigen Indie-Verweigerungspose schmücken kann. Thomas Groh "DMD KIU LIDT" Regie: Georg Tiller. Mit Andreas Spechtl, Stefan Pabst, Thomas Schleicher, Christian Treppo, Christiane Rösinger. Österreich / Deutschland […] Von Thomas Groh

Jedes Jahr ein bisschen: Richard Linklaters 'Boyhood' im Wettbewerb

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2014 […] in den Film eingestreut wird und oft neben dem Film her läuft, macht auch nichts, da die Musik erst gar nicht den Anspruch hegt, die Szenen emphatisch aufzuladen. Dass ein Sechsjähriger 2002 coolen Indie-Punk gehört hat, ist eh unwahrscheinlich - eher funktioniert die Musik als mitschwingende Zeitmarke, ähnlich wie die Accessoires, die den Film arglos bevölkern: Ganz nebenbei ist "Boyhood" auch ein […] Von Thomas Groh

Magazinrundschau: die besten Artikel 2013

Redaktionsblog - Im Ententeich 24.12.2013 […] die Geheimdienste, die angeblich schon die Vorbereitungen beobachteten, niemanden gewarnt haben? Vergewaltigung ist ein Verbrechen. Langsam, sehr langsam, scheint sich das weltweit durchzusetzen. In Indien erregte Anfang des Jahres die brutale Vergewaltigung einer jungen Frau, die schließlich an ihren Verletzungen starb, einen regelrechten Aufstand, der die Verhaftung und Verurteilung der Vergewaltiger […] Von Thekla Dannenberg, Anja Seeliger

Wie ein Wispern: Shane Carruthes 'Upstream Color' (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2013 […] sind nicht wirklich erzählbar, zu formidabel sind die Sprünge durch Raum und Zeit, zu groß klaffen die erzählerischen Lücken, die sich nur mit Hilfe des Wortes "irgendwie" zukleistern lassen. Kris (Indie-Star Amy Seimetz) ist eine junge Frau, unabhängig und erfolgreich, der eine Art Droge verabreicht wird, ein Trank, der sie mit einem Wurm infiziert und willenlos macht. Sie verliert ihr Vermögen und […] Von Elena Meilicke

Duvall auf Acid: Billy Bob Thorntons 'Jayne Mansfield's Car' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2012 […] - kommt zur Beerdigung ins Alabama der späten Sechziger und bringt ihre eigenen Kriegserfahrungen mit. Billy Bob Thornton nähert sich dieser Familiengeschichte über den Umweg der zeitgenössischen Indie-Komödie und deren Methode der Skurrilitätsrevue. Das zeitigt zur allgemein ausgelassenen Stimmung bei der Pressevorführung im Berlinale-Palast zwar viele Lacher zu teils schon Pynchonesken Absurderien […] Von Thomas Groh

Grandios stoisch: David Zellners 'Kid-Thing'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2012 […] und Regie geführt, während Nathan Zellner produziert und darüber hinaus die Rolle von Annies Vater Marvin übernommen hat. Auf den ersten Blick erinnert "Kid-Thing" stark an eine ganze Reihe von US-Indie-Produktionen, die in den letzten Jahren entstanden sind und zum Teil ebenfalls im Forum der Berlinale präsentiert wurden, wie etwa David Gordon Greens "George Washington" (2000), Jeff Nichols' "Shotgun […] Von Elena Meilicke

Fantasieambitioniert: Anja Salomonowitz' 'Spanien' (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2012 […] in Wien und Umgebung spielen, partizipieren in der Regel an demselben (nennen wir es das "österreichische") Gefühl, so dehnbar diese Gestimmtheit im Einzelnen auch sein mag - vom Melancholischen ("Indien") übers Schicksalhafte ("Antares") bis zum Dystopischen ("Der siebte Kontinent"). "Spanien" dagegen will anders sein, ein kalkulierter Ausbruchversuch aus diesem Gefühlszusammenhang und genauer aus […] Von Nikolaus Perneczky

Einäugige und Halbblinde

Außer Atem: Das Berlinale Blog 19.02.2011 […] Oder als Kompliment formuliert: Hier spricht eine junge Regisseurin die Sprache des ehrgeizlos vor sich Hingelingenden immerhin schon recht fließend. Von anderswoher lockt die Berlinale die Post-Indie-Königin ohne Königreich Miranda July - und wie verzweifelt muss man sein, die Statuten eines A-Festivals für ein selbstgefällig-narzisstisches Neurosen-Hipsterfilmchen wie "The Future" (Kritik) aus […] Von Ekkehard Knörer

Zwischen zwei Phasen in Permanenz: Miranda Julys 'The Future'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2011 […] dem Sundance Festival (dort feierte der Film Premiere) synonym ist. Nicht, dass einiges nicht charmant wäre in "The Future". Doch überwiegt der Eindruck des Kalküls, der bieder zurecht gezimmerten Indie-Wohlfühlwelt, in der auch Beziehungskrisen nicht Erfahrungen werden, sondern zum Bestandteil eines Lifestyle-Angebots, in dem orientierungsloses Umherirren in der eigenen Biografie, das Gefühl, nicht […] Von Thomas Groh

Neigt zur Makellosigkeit: 'True Grit' von den Coen-Brüdern

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2011 […] Fragen werden gar nicht erst beantwortet und um jede Ecke lugt John Wayne. Was eigentlich sehr schade ist, denn der Coen-Grit fügt sich recht nahtlos ins bisherige Schaffen der beiden Wunderbrüder aus Indie-County: Zum einen wirkt Jeff Bridges als versoffener einäugiger Marshall Rooster Cogburn schon aus personellen Gründen, vor allem aber, wenn er - in verschmierter Unterwäsche auf einer Matraze zwischen […] Von Thomas Groh

Das ganze Vokabular des Bewegungsfilmens

Außer Atem: Das Berlinale Blog 19.02.2010 […] (Rafi Pitts' "The Hunter", Alexei Popogrebsky endlose Arktis-Erstreckung "How I Ended This Summer"), inkompetenter Gutgemeintheitsschmarrn aus deutschen Landen ("Shahada") und dann noch amerikanisches Indie-Kino aus dem unteren Regal ("Greenberg", Kritik). Noch ihre Tugenden schlagen der Berlinale zum Nachteil aus. Treue zu Filmemachern ist eine feine Sache. Wenn das allerdings heißt, dass man Jahr für […] Von Ekkehard Knörer