Stichwort

Wikileaks

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Blitzschach gegen sich selbst

Mord und Ratschlag 23.07.2014 […] Getrieben von Schuldgefühlen flieht Sophie Kohl aus dem Kokon geheuchelter Fürsorge, in den die amerikanischen Geheimdienste sie zu wickeln versuchen, schnurstracks und ausgerüstet mit den einschlägigen Wikileaks-Depeschen nach Kairo zu ihrem früheren Liebhaber. Doch auch er, der CIA-Mann vor Ort, wird getötet, wie auch ein Analytiker aus Langley, der Kontakt zu Emmett Kohl hatte. So planlos Sophie also auch […] Von Thekla Dannenberg

Jederzeit genussbereit

Im Kino 31.10.2013 […] will. Kurz: "Inside WikiLeaks", der Film über Aufstieg und Fall der Whistleblower-Plattform (und direkt daran geknüpft: Julian Assanges), ist ein heilloses Durcheinander, dem man beinahe schon dabei zuschauen kann, wie er sein Sujet krampfhaft ins eigene Form- und Wertsystem einzugliedern versucht, während es ihm in Wahrheit gehörig um die Ohren fliegt. Alles, was an WikiLeaks politisch wie historisch […] Durchschlagskraft noch einen reichlich dürftigen Subplot einzubauen, in dem ein durch die WikiLeaks-Veröffentlichungen in Lebensgefahr geratener US-Doppelagent unter Anleitung einer mit diesem auch noch freundschaftlich verbandelten Geheimdienstlerin (Laura Linney) außer Landes flieht? Gibt es an der WikiLeaks-Geschichte also wirklich nichts Interessanteres als solche Griffigkeiten aus der Mottenkiste […] stehenden Schlussappell eines Guardian-Journalisten, der WikiLeaks, nach anfänglicher Skepsis, in den Rang einer fünften Macht nach der vierten, der Presse, erhebt? Man ahnt: Die Macher wissen selbst nicht so genau und vielleicht sogar überhaupt nicht, was sie hier eigentlich wollen - dafür aber am liebsten von allem ein bisschen. "Inside WikiLeaks" ist eine blanke, reichlich wirre Spekulation vom heißen […] Von Lukas Foerster, Thomas Groh

In der Nutella-Werbung angekommen

Im Kino 10.07.2013 […] jetzt in die Kinos gelangt, wo WikiLeaks, dank Edward Snowden, wieder in die Schlagzeilen gelangt ist. "Brandaktuell" ist der Film deshalb noch lange nicht. Wer die Berichterstattung der letzten Jahre auch nur oberflächlich wahrgenommen hat, wird nicht allzu viel Neues erfahren. Und viele interessante Fragen, wie zum Beispiel die nach jenen Printmedien, die WikiLeaks-Gründer Julian Assange erst hofierten […] als "We Steal Secrets: The Story of Wikileaks". Lukas Foerster Das Glück der großen Dinge - USA 2012 - Originaltitel: What Maisie Knew - Regie: Scott McGehee, David Siegel - Darsteller: Julianne Moore, Steve Coogan, Alexander Skarsgard, Joanna Vanderham, Onata Aprile, Sadie Rae, Jesse Stone Spadaccini - Laufzeit: 93 Minuten. We Steal Secrets: The Story of WikiLeaks - USA 2013 - Regie: Alex Gibney - […] militärischen Institutionen der USA, vor allem nach 9/11, Informationen untereinander in einem vorher unvorstellbaren Maß auszutauschen. In Alex Gibneys Dokumentarfilm "We Steal Secrets: The Story of WikiLeaks", der die Geschichte der Internetplattform und vor allem ihre Rolle in der Affäre um den Whistelblower Bradley Manning nacherzählt, erklärt einer der Interviewten, dass das Prinzip "need to share" […] Von Lukas Foerster, Elena Meilicke

Prism 3: Was geht mich das an?

Redaktionsblog - Im Ententeich 25.06.2013 […] sich aus Angst, Wikileaks könnte für sie peinliche Informationen enthüllen, an das Justizministerium gewandt hatte, und über Empfehlungen mit einer Gruppe von Sicherheitsfirmen zusammengebracht wurde, die unter dem Namen Team Themis bekannt war. Diese Gruppe, zu der HBGary, Palantir Technologies, Berico Technologies und Endgame Systems gehörten, sollte die Glaubwürdigkeit von Wikileaks und von Glenn […] Glenn Greenwald untergraben - dem Journalisten, der jetzt die Snowden-Papiere im Guardian veröffentlicht hat und der damals Wikileaks unterstützt hatte. Man entwickelte einen Plan, um beide "zu sabotieren und zu diskreditieren". Außerdem entwickelte Team Themis einen Vorschlag für die Chamber of Commerce, eine der mächtigsten Wirtschaftslobbygruppen in den USA, um einen ihrer Kritiker zu unterminieren, […] Von Anja Seeliger

Peter Kerns 'Glaube, Liebe, Tod' (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2012 […] sind grob pixelierte Videoclips von Flüchtlingslagern, halbverwesten Leichen, nächtlichen Präzisionsschlägen gegen Aufständische irgendwo in der arabischen Welt (Irak?), laut Abspann entliehen bei Wikileaks, aber dem darf man hier auch nicht trauen: Die Namen einiger Mitwirkender sind, Peter Kern weiß, warum, zur Unkenntlichkeit entstellt, gebrauchte Musikstücke nur zum Teil ausgewiesen. Schön anzusehen […] Von Nikolaus Perneczky

Hätte Freud Emails geschrieben...

Essay 09.05.2011 […] sie? Für wen?), andererseits wird Wikileaks an sich in Frage gestellt (Bringen die Veröffentlichungen jemanden in Gefahr? Ist die Veröffentlichung legal? Darf man Wikileaks trauen?). Laut eigenen Angaben prüft Wikileaks jedes eingehende Material gründlich, bevor es veröffentlicht wird. Dabei wandern zahlreiche Fälschungen in den Müll. Im SZ-Interview verrät Wikileaks-Sprecher Julian Assange, sie erhielten […] Denn jedes Dokument, das im Wikileaks-Archiv veröffentlicht wird, tritt sofort in einen sehr dynamischen Prozess der Weiterleitung und Vervielfältigung von Informationen ein. Das von Derrida beschriebene zukünftige Potential archivierter Daten tritt bei den meist brisanten Dokumenten auf Wikileaks sofort in Aktion. Im Kampf der verschiedensten Organisationen gegen Wikileaks geht es um die Kontrolle über […] aufbereitet, die Seite funktioniert aber nicht wie eine journalistische Plattform, sondern ist ein Archiv. "Und genau darauf gründet ihr Einfluss. Wikileaks ist eine radikale Demokratisierung des Archivs", so Johannes Thumfart auf ZeitOnline. Auf Wikileaks werden schlicht Dokumente gesammelt, die Auswertung des Materials bleibt den Nutzern überlassen. Es ist bezeichnend, dass größere Enthüllungen immer […] Von Philipp Baar

Jerusalem ist nicht der Nabel der Welt

Essay 22.02.2011 […] Nachrichtensperre. Um sich zu informieren, verfolgen die Aufständischen sehr genau die Geschicke ihrer Bewegung in den Satellitensendern. Sie brauchen nur al-Dschasira einzuschalten und erfahren von den Wikileaks-Enthüllungen über die Geheimverhandlungen der Autonomiebehörde und die Proteste der Hamas. Kairo weiß um Gaza und Tel Aviv, die Revolutionäre haben in voller Kenntnis der Dinge dem keine Dringlichkeit […] Von Andre Glucksmann

Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks

Dokumentation 16.12.2010 […] Human Rights veröffentlichen heute gleichzeitig diesen Appell gegen die Kriminalisierung von Wikileaks: 1. Die Angriffe auf Wikileaks sind unangebracht Die Internetplattform Wikileaks steht seit der Veröffentlichung der geheimen Botschaftsdepeschen der USA unter großem Druck. In den USA werden die Wikileaks-Verantwortlichen als "Terroristen" bezeichnet, es wird sogar ihr Tod gefordert. Große inte […] internationale Unternehmen wie Mastercard, Paypal und Amazon beenden ihre Zusammenarbeit mit Wikileaks - ohne dass eine Anklage gegen die Organisation vorliegt, geschweige denn eine Verurteilung. Gleichzeitig wird die technische Infrastruktur von Wikileaks anonym über das Internet attackiert. Dies sind Angriffe auf ein journalistisches Medium als Reaktion auf seine Veröffentlichungen. Man kann diese V […] gleich. Diese Angriffe zeigen ein erschreckendes Verständnis von Demokratie, nach dem die Informationsfreiheit nur so lange gilt, wie sie niemandem wehtut. 2. Publikationsfreiheit gilt auch für Wikileaks Die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verbriefte Publikationsfreiheit ist eine Grundlage der demokratischen Gesellschaften. Sie gilt nicht nur für klassische Medien wie Zeitungen oder […]

Leistungschutzrechte? Wofür denn??

Redaktionsblog - Im Ententeich 15.12.2010 […] haben. Welches deutsche Medium hätte so grandiose Formen wie die Liveblogs entwickelt, die der Guardian, Atlantic Monthly oder die Huffington Post etwa zu den Ereignissen im Iran oder jüngst zu Wikileaks präsentiert haben? Die meisten Online-Ableger deutscher Printmedien liefern einen fantasielosen Abklatsch von Printformaten. Selbst der Spiegel ist etwa bei Blogformaten extrem zurückhaltend. Wofür […] Von Thierry Chervel

Wikileaks und die Pressefreiheit

Redaktionsblog - Im Ententeich 13.12.2010 […] einer sehr lesenswerten Analyse am Beispiel von Wikileaks beschrieb, wie schwer Zensur heute durchsetzbar ist. Für eine so bekannte Seite wie Wikileaks mag das richtig sein, aber für alle anderen? Als die Afghanistan-Tagebücher auf Wikileaks veröffentlicht wurden, schrieb John Naughton am 1. August 2010 im Guardian: "Die traurige Wahrheit ist, dass es heute rein praktisch unglaublich einfach ist, das […] indeed suspended because of the #wikileaks mirror!" Und tatsächlich: die Seite ist nicht mehr erreichbar. Auch Amazon hat die Theorie von Naughton bestätigt: Die Seite von Wikileaks war in den letzten Monaten massiv attackiert worden (auf genau die gleiche Art, wie Anonymous jetzt die Seiten von Amazon, PayPal, Mastercard etc. attackiert). Aus diesem Grund war Wikileaks mit einem Teil seines Inhalts […] Inhalts vom schwedischen Provider PRQ zu Amazon gewechselt, das seit 2006 fremde Seiten hostet. Amazon kündigte jedoch den Vertrag mit Wikileaks nach Veröffentlichung der Diplomaten-Depeschen mit der Begründung, Wikileaks verstoße gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Zuvor hatte der amerikanische Senator Joe Lieberman Druck auf Amazon ausgeübt. Seitdem hat Cloud Computing keinen guten Namen mehr, wie […] Von Anja Seeliger

Wikileaks zeigt: Das Netz kann man nicht regulieren

Redaktionsblog - Im Ententeich 10.12.2010 […] Kinderpornografie, Glücksspiele, Google Street View und jetzt Wikileaks - jedesmal, wenn was passiert, ruft jemand nach "Regulierung" des Internets. Warum das unmöglich ist, warum die ganze Struktur des Netzes das nicht zulässt, hat gerade James Cowie von Renesys, einer IT-Sicherheitsfirma, im Firmenblog erklärt: Alle Versuche, Wikileaks aus dem Netz zu kicken, haben am Ende nur dazu geführt, dass es […] Keller in Stockholm oder Denver oder Peking immer wieder auferstehen." Gestern abend erklärte PayPal, dass es die eingefrorenen Gelder von Wikileaks nun doch auszahlt, meldet der Stern: "Das Geld werde an die Organisation ausgezahlt, von der die Spenden für Wikileaks gesammelt worden seien, teilte PayPal-Justiziar John Muller im Firmenblog mit. Das Konto der Enthüllungsplattform bleibe jedoch weiterhin […] jeden offen und frei sein. Regierungen sollten es nicht zensieren, nur weil sie mit etwas nicht einverstanden sind. Anonymous unterstützt Wikileaks nicht wegen des dort veröffentlichten Materials, sondern weil wir gegen jede Form von Zensur sind. Wenn wir Wikileaks kampflos aufgeben, dann werden Regierungen glauben, sie könnten jede Seite aus dem Netz nehmen, deren Inhalt ihnen nicht passt." Anonymus […] Von Anja Seeliger