Stichwort

Oligarchen

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Friede seinem Knackarsch

Mord und Ratschlag 17.12.2013 […] Trauerfeier bildete, muss sich von Neonazis überfallen und von der Polizei niedergeknüppeln lassen. Doch auch der Tod eines Schweizer Dolmetschers auf der kurischen Nehrung bleibt unaufgeklärt. Der tote Oligarch, der im Handel mit Waffen, Drogen und Frauen reich wurde, wird dagegen mit einem pompösen Begräbnis von Russlands Elite betrauert. Willkommen in Putins Russland. Natürlich hat sich Tatjana Petrowna […] "Die Bevölkerung nennt es 'Das Monster'. Oder auch 'Rache der Preußen'." Hier liefern sich Russlands Mafia-Bosse nicht nur einen zähen Krieg um den Bernstein, sondern auch um das Erbe des toten Oligarchen, vor allem aber um die lukrativen Aufträge aus dem Verteidigungsministerium. Die Frage, die sich Arkadi stellt, ist also, was Tatjana hierzu herausgefunden hatte: "Wessen Ochse wurde gestoßen?" […] Von Thekla Dannenberg

Leseprobe zu Emmanuel Carrère: Limonow. Teil 2

Vorgeblättert 13.08.2012 […] Sichtweite ist. Zum ersten Mal in der Geschichte Russlands habe eine demokratische Opposition eine reale Chance. Da die Medien mundtot gemacht würden, wisse man nicht, inwieweit die Russen genug von den Oligarchen, der Korruption und der Allmacht des FSB haben, aber er, Kasparow, wisse es. Er redet gewandt, seine Stimme hat das Timbre eines Cellos, und ich beginne mir einzubilden, dass die Schweden möglicherweise […]

Das ist also Reichtum

Mord und Ratschlag 14.05.2012 […] Keine Stadt der Welt zieht so viele Abenteurer und Glücksritter an wie London. Russische Oligarchen, saudische Scheichs und indische Magnaten tummeln sich in dieser Stadt, deren Zehntausende von Überwachungskameras jeden Kleinkriminellen im Blick haben, aber Waffenhändler, Kriegsverbrecher und abtrünnige Agenten nicht so genau ins Visier nehmen, wenn sie ihr Geld nur schön in der City anlegen oder […] im Coffeeshop beschwert er sich, dass sein Kaffee abgeräumt wurde, um sich einen neuen bringen zu lassen. Eigentlich bleibt ihm als Ausweg nur noch der Irak. Doch dann verschwindet der russische Oligarch Alexei Devereux aus seiner Villa in Hampstead, und Belsey ergreift die Gelegenheit, sich an Unterkunft, Wertsachen und Kreditkarten gütlich zu tun. Aber kaum hat er angefangen, das gute Leben in […] einem 1989er Rotwein aus dem Piemont zu genießen ("Das ist also Reichtum, dachte er, und nach einem weiteren Glas: Das ist das Aufregendste, was ich je gemacht habe."), entdeckt er die Leiche des Oligarchen in einem zum Schutzbunker umgebauten Wandschrank. Doch da Devereux' Partner so scharf darauf sind, weiter mit ihm lukrative Geschäfte zu machen, springt Belsey ein und hält den Mord unter der Decke […] Von Thekla Dannenberg

Freibeuter: Cyril Tuschis 'Khodorkovsky'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2011 […] Chodorkowski ist vieles auf einmal: Zunächst aber einer, der mit Hilfe von Jelzin in den Neunzigern zu einem der reichsten Männer des neuen, damals wildwestkapitalistischen Russland aufstieg. Ein Oligarch ohne Skrupel, ein Geschäftsmann, dem man nach der Übernahme des Ölkonzerns Yukos Geschick als Manager und das Mittun beim Aufbau eines bis heute im Prinzip so fortbestehenden korrupten Systems des […] Hinweis auf das Auditing durch Pricewaterhouse Cooper Korruptionszahlungen in Millionenhöhe verweigert. Bei einem der seit vielen Jahre institutierten Treffen des Präsidenten mit den wichtigsten Oligarchen kommt es zum Clash und zum Showdown. Chodorkowski erklärt beinahe ohne Verklausulierung, dass der Kreml das fortbestehend korrupte, an trüben Geldzahlungen reiche und damit für viele Beteiligte sehr […] Staates sich nach allzu westlich-kapitalistischem Muster entziehenden Großkonzerne dem Regime wieder näherzubringen. Trotz eindeutiger Warnungen kehrt Chodorkowski - anders als danach dann andere Oligarchen, die sich ins Exil abfinden lassen - von einer US-Reise zurück und wird prompt verhaftet. Die Folgen kennt man - mit zum Teil fabrizierten Vorwürfen ergehen Urteile gegen ihn, das jüngste im vergangenen […] Von Ekkehard Knörer

Putin und die Medien - eine Bestandsaufnahme

Essay 15.01.2008 […] beiträgt, der von Moskau aus das ganze Land mit verlässlicher, das heißt einheitlich aufbereiteter Information überzieht, der braucht sich vor derlei Übergriffen nicht zu fürchten. Als der kremlnahe Oligarch Arkadij Gajdamak vor zwei Jahren die traditionsreiche Moskauer Wochenzeitung Moskowskije Nowosti (Moscow News) übernahm, um sie seiner Sammlung von "Markenartikeln" einzuverleiben, machte er der […] Von Felix Philipp Ingold

Vorgeblättert

Vorgeblättert 07.09.2006 […] Familie im Sinne einer russifizierten Version der italienischen Cosa nostra. Das Schema war recht simpel: Der Oligarch Boris Beresowski hatte plötzlich eine Superidee für ein Superprojekt zur Superneuaufteilung des Eigentums im Land zu seinen Gunsten und zum Nutzen befreundeter Oligarchen. Danach suggerierte der Superoligarch Beresowski seine Superidee mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln […] gelangten Beresowskis Ideen Jelzin nach nur zwei, drei meisterlichen Pingpongschlägen zu Ohren.      Manchmal benutzten die Oligarchen sogar ihre Fernsehsender, um auf den Präsidenten einzuwirken. Ein bestochener Fernsehmoderator zog beispielsweise einen Konkurrenten des Oligarchen in den Dreck, und Präsidententochter Tatjana wurde einfach gebeten, ihrem Vater rechtzeitig den Fernseher einzuschalten. […] Intrigen der "Familie" sowie ihr nahestehender Oligarchen - einige widerspenstige russische Premierminister entlassen (die bei einer anderen Entwicklung der Ereignisse durchaus eine akzeptable demokratische Alternative zu Putin hätten werden können). Mit dieser Methode wurden auch zwei Reformregierungen Jelzins abgesägt: die erste störte die Oligarchen, weil sie versuchte, die inoffizielle Aufteilung […]

Frühjahr 2005

Bücher der Saison 06.04.2005 […] postmoderne Lieblings-Ukrainer der hiesigen Kritiker. Andruchowytsch schickt den österreichischen Fotografen Karl-Joseph Zumbrunnen ins "Wirtshaus auf dem Mond" in den Karpaten, lässt ihn dort auf Oligarchen, Intellektuelle und Stripteasetänzerinnen treffen und schließlich umkommen. Die im Nachhinein etwas "trivial" wirkende Handlung ist gar nicht wichtig, beschwichtigt Ilma Rakusa in der NZZ, sie kann […] Von Thekla Dannenberg, Anja Seeliger