Debatte
ESSAY
19.07.2016. Dem deutschen literarischen Nachwuchs wird immer wieder vorgeworfen, er beschäftigte sich nur mit sich selbst, habe nichts zu sagen und wage nichts. Woher kommen diese Vorwürfe, sind sie berechtigt und wenn ja, warum ist das so?
Von
Charlotte Krafft.
ESSAY

07.07.2016. Ein abstrakter Werkzyklus des großen Malers Gerhard Richter, der jüngst in Baden-Baden ausgestellt wurde, heißt "Birkenau". In der Ausstellung hingen auch Reprografien von vier Bildern, die von Häftlingen des Lagers unter Lebensgefahr aufgenommen und der Anlass von Richters Zyklus waren. Über Strategien, die aus einem "Bild", ein "Mahnmal" und dann ein "Hauptwerk" machen. Und über eine Öffentlichkeit, die diese Strategien flankiert und verstärkt.
Von
Wolfgang Brauneis, Hans-Jürgen Hafner.
ESSAY
01.07.2016. Der Streit um den Verlegeranteil an den Ausschüttungen der VG Wort ging durch alle Instanzen zum Bundesgerichtshof, der das Verfahren wegen einer vorgreiflichen Entscheidung des EuGH ausgesetzt hatte. Alle vier Gerichte haben gegen die bisherige Praxis entschieden: Die Gelder standen allein den Autoren zu. Die Verleger reagierten empört. Gegenpositionen waren in der Presse kaum zu lesen. Darum scheint mir als dem Kläger in dieser Sache eine Antwort erforderlich.
Von
Martin Vogel.
ESSAY
27.06.2016. Ein Blick auf die jüngsten Abstimmungen in Österreich und in Britannien zeigt: Nichts ist internationaler als die neuen nationalistischen Konvulsionen. Die Tendenzen gleichen sich zum Teil bis ins Detail. Dass es nur die Abgehängten sind, die gegen die Globalisierung stimmen, ist allerdings unrichtig, denn den Rentnern geht es heute besser denn je. Es hat mehr damit zu tun, was man sich von der Zukunft erhofft.
Von
Rüdiger Wischenbart.
ESSAY

24.06.2016. Wie und warum in Lyon die "Entführung aus dem Serail" inszeniert wurde. Und wie es kommt, dass der Perlentaucher drüber schreibt.
Von
Thierry Chervel.
ESSAY

20.06.2016. Berühmte Künstler wie Olafur Eliasson, Ai Weiwei oder das "Zentrum für Politische Schönheit" machen den Zuschauern verschiedene, nach Intensität gestaffelte Angebote, auf dem Rücken der Flüchtlinge ihre Seelen zu bereichern und ihre "Großgesinntheit" unter Beweis zu stellen. Einwand gegen eine Ästhetik des guten Gewissens.
Von
Wolfgang Ullrich.
REDAKTIONSBLOG: IM ENTENTEICH
31.05.2016. Die große Reporterin Gabriele Goettle wird heute siebzig Jahre alt. Pünktlich zu ihrem Geburtstag soll sie fristlos ihre Wohung räumen. Gekündigt hat ihr die Frauenrechtlerin Barbara Duden.
ESSAY

13.05.2016. Die Gründung der Montanunion am 9. Mai 1950 hat sich nicht als europäischer Gedenktag durchsetzen können. Denn das fundierende Schlüsselereignis für Europa ist der 8. Mai 1945: die Kapitulation Deutschlands und das Ende des Zweiten Weltkriegs. Ob und wie dieser Tag in den verschiedenen Ländern begangen wird, hängt jedoch von den geltenden Geschichtsnarrativen ab - und die sind noch immer umkämpft.
Von
Aleida Assmann.
ESSAY
22.04.2016. Die Auseinandersetzung mit der AfD vor dem Hintergrund der Flüchtlingsfrage wird der Lackmustest für die deutsche Demokratie. Bislang hat die deutsche Politik den Rechtsextremismus schmählich verdrängt - das Versagen im NSU-Skandal reichte bis in die Spitzen des Apparats. Auf die Fünfprozenthürde für die AfD bei den Bundestagwahlen darf keiner mehr hoffen. Wie also umgehen mit der AfD und den von ihr instrumentalisierten Themen?
Von
Wolfgang Kraushaar.
ESSAY
27.01.2016. Ist es statthaft, Flüchtlinge nicht als Opfer zu sehen, ihnen nicht mit Mitgefühl zu begegnen? Absolut, meint der italienische Literaturwissenschaftler Daniele Giglioli. Denn die Adressierung als Opfer, so gut sie auch gemeint sein mag, verhindert die Auseinandersetzung auf Augenhöhe, gerade auch über unterschiedliche Kultur- und Gesellschaftsvorstellungen.
Von
Daniele Giglioli.
ESSAY
18.01.2016. Die einen missbrauchen das Ereignis. Die anderen polemisieren gegen diesen Missbrauch. Keiner kümmert sich um die, um die es wirklich geht: die Frauen zuerst. Und dann die ungeheure Integrationsarbeit.
Von
Eva Quistorp.
ERZÄHLUNGEN

11.01.2016. Es handelt sich um die Tradition der Tabunamen. Stirbt das Erstgeborene, geben die Eltern ihrem nächsten Kind einen möglichst unvorteilhaften Namen, um die bösen Geister abzuwehren. Sie nennen es Muunokhoi, bissiger Hund, oder Khünbish, kein menschliches Wesen … Eine Erzählung
Von
Sascha Josuweit.
ESSAY

18.12.2015. Ist der Höhepunkt moderner Serienerzählung bereits überschritten? Oder treten wir in die Lelouch-Phase der Serie ein? Sind Serien immer noch der einzige Stoff, über den sich alle unterhalten können? Und was ist mit ihrem Anspruch auf Gegenwartsdeutung? Ein Gespräch über Serien.
Von
Diedrich Diederichsen, Simon Rothöhler.
REDAKTIONSBLOG: IM ENTENTEICH
18.12.2015. Detlef Felken vom Verlag C.H. Beck protestiert in der Zeit gegen die Rückfallklausel in der geplanten Urheberrechtsreform. Vielleicht zu Recht. Nur dass das mit der Treue in den Verlagen heute auch nicht mehr so funktioniert, wie einst. Eine Erwiderung
ESSAY
25.11.2015. Wer die Menschenrechte ganz aufklärerisch für universal hält, braucht sich bei Kulturtypologien und Wertlehren oder Religionskritik nicht lange aufzuhalten. Es geht darum, diese universellen Rechte vernünftig zu vermitteln. Eine Antwort auf Thierry Chervel.
Von
Gustav Seibt.
ESSAY
24.11.2015. Macht es einen Unterschied, ob Demokratien wegen ihrer "Werte" oder ihrer "Prinzipien" gehasst werden? Letztlich können moderne Gesellschaften auf den Begriff der Werte nicht verzichten, weil auch ihre Rechtsgrundsätze sich aus Werten ableiten. Eine Antwort auf Gustav Seibt.
Von
Thierry Chervel.
ESSAY
20.11.2015. Katharina Hacker singt eine sehr alte Weise: das Lied vom Terroristen als eigentlichem Opfer.
Von
Oliver M. Piecha.
ESSAY
19.11.2015. Wir sollten daran festhalten, die vielfältigen, oft zumindest funktionierenden Formen des Zusammenlebens offenen Auges zu beschreiben, denn diese Beschreibung ist vielleicht, was den gemeinsamen Grund schafft, gegen die Schnelligkeiten des Tötens aufzustehen. Eine Antwort auf Necla Kelek.
Von
Katharina Hacker.
ESSAY
12.11.2015. Erst wenn man anfängt, Gabriele Goettles Reportagen als Ganzes zu sehen, zeigt sich die Dimension des Unternehmens, an dem sie jetzt seit fast dreißig Jahren arbeitet. Ich weiß nicht, seit wann Gabriele Goettle bewusst ist, dass sie an einer einzigen riesigen vielstimmigen Komposition sitzt. Eine Laudatio.
Von
Arno Widmann.
ESSAY

26.06.2015. Wenn Literaturkritik eine Zukunft hat, dann im Netz - wenn auch in Form einer Zeitung. Ein Appell von Wolfram Schütte - und eine Perlentaucher-Debatte. Überblick über alle Artikel. Aktualisiert am 10. August.