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Django Reinhardt

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Berlinale-Presseschau vom 10.02.2017

Außer Atem: Das Berlinale Blog 10.02.2017 […] Zurück zum regulären Festivalbetrieb: Mit Etienne Comars "Django" über eine Episode im Leben des Jazzers Django Reinhardt zu Zeiten des Nationalsozialismus hat das Festival gestern offiziell die Fahrt aufgenommen. Nach der Pressevorführung herrschten allerdings eher lange Gesichter: "Zu Django Reinhardts großen Liedern (...) kann man sich nur im Einklang mit den Nazis auf der Leinwand wiegen. Das ist für […] Von Thomas Groh

Gypsy-Swing mit Nazis - "Django", der Eröffnungsfilm der Berlinale

Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2017 […] Auch Nazis fanden ihn toll. Sie liebten den Swing und besonders großartig fanden sie an Django Reinhardt, dass er weiß war. Seine Konzerte waren der große Hit im Paris des Jahres 1943. Wehrmachtsoffiziere pilgerten in Kompaniestärke in den Hot Club. Comar erzählt in seinem Film nicht das Leben Django Reinhardts, sein Film ist kein Biopic. Er konzentriert sich allein auf das Jahr 1943, in dem das glamouröse […] Kein europäischer Jazz-Musiker wurde so verehrt wie Django Reinhardt. Als Manouche, französischsprachiger Sinti, war er einer der wenigen Musiker in Europa, die dem amerikanischen Jazz Gleichrangiges entgegensetzen konnte: Gypsy-Swing, das war zugleich Moderne, Auflehnung und Melancholie. Jean Améry hörte darin das "Timbre des Protest". Doch diese Verehrung enthält ein dunkles Moment, an das Etienne […] verkürzt waren. Er spielte immer nur mit zwei Fingern. Selbst mit den grandiosesten Gitarrensolos beschert Dieter Kosslick dem Publikum zur Eröffnung der Berlinale keine seligen Momente. Zu Django Reinhardts großen Liedern, "Nuages" (hier bei Youtube) ), "Les yeux noirs" (hier) oder der "Mélodie au crespucule" (hier), kann man sich nur im Einklang mit den Nazis auf der Leinwand wiegen. Das ist für […] Von Thekla Dannenberg