Perlentaucher-Autor

Rüdiger Wischenbart

Rüdiger Wischenbart, geboren 1956 in Graz, Österreich, studierte dort Germanistik und Romanistik und promovierte über "Literarischen Wiederaufbau in Österreich 1945 - 1949". Seit 1974 Mitglied im Forum Stadtpark, Graz. Seit 1979 Journalist, unter anderem für ORF, verschiedene österreichische und deutsche Medien mit Schwerpunkt Kultur, kulturelle Identitäten, Kulturindustrie, Ost- und Südosteuropa. Lehr- und Vortragstätigkeit an verschiedenen Universitäten in Europa und USA. Von 1998 bis 2001 war Rüdiger Wischenbart Pressesprecher der Frankfurter Buchmesse. Seit 2002 Berater mit Schwerpunkt Kommunikation, Kommunikationsstrategie, kulturelle Märkte. Er hat außerdem mehrere Bücher veröffentlicht, u.a. "Karpaten. Die dunkle Seite Europas" (1992), "Canettis Angst. Erkundungen am Rande Europas." (1994), "Die Sehnsucht nach der großen Stadt. Fremdlingsgeschichten aus Wien." (1996), "BuchMarktBuch 1" (1997).
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Austerix taugt nix

Essay vom 28.11.2016 28.11.2016. Österreich war ein europäischer Vorreiter in der Wiederbelebung künstlichen nationalen Identitätsdenkens. Bei der Bundespräsidentenwahl am Sonntag geht es auch um die Frage, ob das Land noch ökonomische Vernunft hat: "Identität" kommt danach.

Jener tiefe Riss

Essay vom 27.06.2016 27.06.2016. Ein Blick auf die jüngsten Abstimmungen in Österreich und in Britannien zeigt: Nichts ist internationaler als die neuen nationalistischen Konvulsionen. Die Tendenzen gleichen sich zum Teil bis ins Detail. Dass es nur die Abgehängten sind, die gegen die Globalisierung stimmen, ist allerdings unrichtig, denn den Rentnern geht es heute besser denn je. Es hat mehr damit zu tun, was man sich von der Zukunft erhofft.

Plötzlich die Stille

Essay vom 24.05.2016 24.05.2016. Die Flüchtlingskrise war nur der Auslöser: Die messerscharfe Polarisierung zwischen "den Eliten" und "dem Rest" reicht in Österreich viel weiter zurück. Gerade durch diese Besonderheit, die das Land in zwei gleiche starke Lager spaltet, wird es zum Menetekel für den Rest Europas.

Kinder ihrer Zeit

Virtualienmarkt vom 06.03.2015 06.03.2015. Der EuGH hat entschieden: ein Buch ist nur dann ein Buch, wenn es auf einem physischen Träger geliefert wird. Damit entfällt der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Ebooks, die in Europa teuer bleiben. Das freut weder Autoren noch Verlage noch Kunden, nur die Betreiber von Webseiten zum illegalen Download.

Die Buchkultur und der leere Stuhl

Virtualienmarkt vom 21.08.2014 21.08.2014. Der Streit um Amazon in den USA und Deutschland ist Symptom einer säkularen Veränderung der Buchbranche. Der Appell an den Staat gegen die Internetgiganten wird nicht weiterhelfen: Die Impulse müssen aus der Gesellschaft kommen. Manifest für eine soziale Marktwirtschaft im Buch-Business.

Bücher, Porno und Zensur

Virtualienmarkt vom 18.10.2013 18.10.2013. In den Online-Katalogen der Buchhändler stehen in den Suchergebnissen Kinderbücher manchmal direkt neben Pornografie. In England hat der Buchhändler WS Smith deshalb tagelang seine Seite aus dem Netz nehmen müssen. Aber ist Zensur das richtige Mittel, die Unmoral im digitalen Unterholz zu bekämpfen?

Kein Spezialfall

Virtualienmarkt vom 12.08.2013 12.08.2013. Jenseits der fulminanten Schauer-Serie zwischen Erbin und Parvenü lohnt sich ein nüchterner Blick auf die wirtschaftlichen Realitäten des Suhrkamp Verlags: Sie sagen auch einiges über die Lage der Verlage insgesamt.

Keulen, die ins Leere schlagen

Virtualienmarkt vom 05.07.2013 05.07.2013. Edward Snowden zeigt wie einst Mathias Rust, dass sich selbst massivste Machtsysteme überraschend leicht unterlaufen lassen. Auch für den digitalen Buchmarkt sollten seine Enthüllungen Folgen haben: Unternehmen, die an europäische Kunden verkaufen, sollen auch europäischen Gesetzen gehorchen.

Der Pinguin im Random House

Virtualienmarkt vom 30.10.2012 30.10.2012. Kampf mit den Elefanten: Mit dem Zusammenschluss von Random House und Penguin entsteht der größte Buchverlag der Welt. Allerdings ist der Umsatz von Amazon fünfzehnmal größer als der des neuen Konzerns. Dennoch ist der Schritt der beiden Verlage ein symbolischer Moment in der Geschichte des Buchs.

Buchgewerbe im Zangengriff

Virtualienmarkt vom 08.10.2012 08.10.2012. Das deutsche Buchgewerbe macht einen Hauptteil seines Umsatzes mit gebundenen Büchern. Aber dieser große Kuchen wird von vielen Seiten angefressen. Dabei wehrte sich die Branche lange gegen den falschen Gegner: Nicht Google, sondern Amazon heißt die Herausforderung.

Launisch und durchaus kokett

Virtualienmarkt vom 09.07.2012 09.07.2012. Was macht der Konzern Weltbild, den die Bischöfe aus Keuschheitsgründen verkaufen wollten und dann doch in eine Stiftung einbrachten, mit den leider pornografischen, aber dummerweise sehr erfolgreichen "50 Shades of Grey"? Und andere Streifzüge durch die Debatten ums Ebook.

Auf den Kopf gestellter Zauberlehrling

Virtualienmarkt vom 17.04.2012 17.04.2012. Wie konnte es geschehen, dass eine so abstrakte wie randständige Materie wie das Urheberrecht solch massive politische Wirkung entfaltet, mit Hebeln, die von den Rändern bis ins ideologische Zentrum der Gesellschaft einhaken? Ein Plädoyer für pragmatische Lösungen

Neue kulturelle Aufklärung

Virtualienmarkt vom 24.05.2011 24.05.2011. Allen Vorurteilen zum Trotz: Die gute heimische Dichtung wird nicht von geistlosen Beststellern aus dem Ausland bedroht. Eine Analyse der literarischen Übersetzungen zeigt vielmehr: Europas junge Autoren und die urbanen Lesermilieus befördern einen regen kulturellen Austausch und lösen die Literatur aus ihrer nationalen Verankerung.

Warnung vor dem Chaos

Virtualienmarkt vom 29.03.2011 29.03.2011. Das Scheitern des Google Books Settlement hat zu Unrecht Begeisterung ausgelöst: Schließlich waren Verlage und Autoren an der Formulierung beteiligt - auch Holtzbrinck. Richter Danny Chin ruft nach dem Gesetzgeber. Der muss auch in Europa aktiv werden.

Print minus 20 Prozent

Virtualienmarkt vom 09.02.2011 09.02.2011. Zwischen den USA und Europa tut sich ein großer Graben auf: der eBook-Graben. Während in Amerika schon in drei Jahren mit digitalen Bücher ebenso hohe Umsätze erwartet werden wie mit gedruckten, versucht Kontinentaleuropa den digitalen Wandel durch hohe und festgefügte Preisdämme aufzuhalten.

Ebooks unterm Weihnachtsbaum

Virtualienmarkt vom 09.12.2010 09.12.2010. Der Markt für digitale Bücher ist immer noch chaotisch. Und er kompliziert sich, weil zwischen Buchhandel, Antiquariaten und Bibliotheken kaum mehr zu unterscheiden ist. Der Google Bookstore bietet drei Millionen Titel!

Der Staat, das Internet und Europa

Virtualienmarkt vom 16.12.2009 16.12.2009. Wenn es um die Kultur im Internet geht, dann soll es meist der Staat als Großer Regulator richten. Genauer gesagt der Nationalstaat. Vor allem Europa scheint sich von den einstigen universalistischen Vorstellungen des WorldWideWebs zu verabschieden.

Angst ist eine schlechte Lehrerin

Virtualienmarkt vom 14.10.2009 14.10.2009. Wir haben eine hoch politisierte Debatte um digitale Buchformate und ihre mögliche illegale Nutzung. Aber wir haben keine Ahnung, welche Titel wann, wie und warum kopiert werden. Wir brauchen die Zahlen. Und deswegen brauchen wir endlich eine europäische "Tools of Change"-Konferenz.