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Wes Anderson

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Absolut nicht reinrassig: Wes Andersons "Isle of Dogs" (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2018 […] Als Wes Anderson vor vier Jahren mit seinem "Grand Hotel Budapest" die Berlinale eröffnete, bestäubte er das Festival mit Sternenstaub wie ein Zuckerbäcker die Geburtstagstorte. Selten herrschte so heitere Stimmung am Potsdamer Platz. Das dürfte ihm diesmal nicht so leicht gelingen. Die Zeiten sind andere. Und auch Andersons neuer Film "Isle of Dogs" ist politischer, düsterer, sein Humor grimmiger […] m sei, sagte Anderson: Die meisten Probleme sind eigentlich eher spaßig, die Puppe lächelt nicht genug, oder so. Man muss nur die Geschichte gefunden haben. Isle of Dogs - Ataris Reise. Regie: Wes Anderson. Großbritannien / Deutschland 2018, 101 Minuten (Vorführtermine) […] Von Thekla Dannenberg

Showtime, baby: Wes Andersons 'The Grand Budapest Hotel' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 06.02.2014 […] Süß, süß, zuckersüß – das ist der erste Gedanke beim Betreten von Wes Andersons bonbonfarbenem "The Grand Budapest Hotel": eine Playmobil-Spielzeugwelt, die durch den Farbeimer gezogen wurde, alles strahlt rosa und hellblau und lila und rot. Aber der Reihe nach: wir befinden uns in einem vage mitteleuropäisch-habsburgisch angehauchten Fantasiestaat namens Zubrowka, 1932. Der Krieg steht bevor, aber […] regelmäßig aufweisen, gilt: nicht alles ist möglich. Das ist doch ungeheuer entlastend, bei der ganzen Kontingenz, der man Tag für Tag ausgesetzt ist. Elena Meilicke The Grand Budapest Hotel. Regie: Wes Anderson. Darsteller: Ralph Fiennes, Tilda Swinton, Saoirse Ronan, Jude Law, Edward Norton, Tony Revolori, F. Murray Abraham, Mathieu Amalric, Adrien Brody u.a., Großbritannien / Deutschland 2014, 100 Minuten […] Von Elena Meilicke

Entweder rüstig oder gefördert

Außer Atem: Das Berlinale Blog 05.02.2014 […] selten freundlich gegenübertretenden Berlinale-Presse) noch mindestens eine Rechnung offen, nachdem sein Meisterwerk "Der Felsen" 2002 fast durchweg in der Luft zerrissen worden war. Celina Murga, Wes Anderson, Edward Berger, Claudia Llosa Damit nicht der Eindruck entsteht, dass nur alte und mittelalte Männer in der Lage seien, den Wettbewerb zu retten, sei gleich hinzugefügt, dass die beiden vergleichsweise […] chinesischen Beiträgen könnte zumindest Ning Haos "No Man's Land" einen Blick wert sein, ein am Italowestern geschulter Genrefilm. Auch Neues von Richard Linklater ("Boyhood") und, zur Eröffnung, von Wes Anderson ("Grand Budapest Hotel") dürfte zumindest aus Auteur-Perspektive interessieren - filmästhetische Risikounternehmungen sollte man allerdings nicht nur bei diesen beiden Filmen nicht erwarten. Rachid […] Von Lukas Foerster

Zittriges Eigenleben

Im Kino 23.01.2013 […] Victors Dachboden-Produktion, zu dessen schönen handwerklichen Defiziten der rahmende Film selbst zwar spürbar auf Distanz geht, ohne sich jedoch völlig in schalen Perfektionismus zu flüchten: Wie Wes Anderson in "Der fantastische Mr. Fox", so legt auch Burton diesmal (anders noch als etwa in seinem letzten Stopmotion-Film "Corpse Bride") Wert darauf, dass Stopmotion-Bilder immer auch von ihrem handgemachten […] Von Thomas Groh, Nikolaus Perneczky

Tanzen, tanzen, tanzen

Im Kino 19.12.2012 […] College und leitet im Rahmen ihrer extracurricularen Aktivitäten das "Suicide Prevention Center" (vgl. zur identitätsstiftenden Bedeutung des Extracurricularen in amerikanischen Bildungskarrieren Wes Andersons "Rushmore"). Gut riechen, sich schön kleiden und tanzen, tanzen, tanzen (in erster Linie Step) - darin besteht Violets Therapieansatz, den sie mit Inbrunst und in druckreifer Diktion verteidigt: […] Von Lukas Foerster, Thomas Groh, Ekkehard Knörer, Maximilian Linz, Elena Meilicke, Nikolaus Perneczky, Jochen Werner

Einigermaßen versehrt

Im Kino 23.05.2012 […] wie vakuumverpackt.   Zugegebenerweise charmant ist dagegen, wie "Moonrise Kingdom" dem hipsterischen Inventarisierungs-Gestus eine spekulativ-pastorale Genealogie verpasst. Zu diesem Zweck haben Wes Anderson und Roman Coppola, die gemeinsam das Drehbuch geschrieben haben, die alte Geschichte von der Arche Noah ausgekramt und sie auf mehrfache Weise mit dem Schicksal von Sam und Suzy verwoben. Da findet […] im Blick habenden Hippie-Alien den sympathisch verspultesten Erdengast des Science-Fiction-Kinos aufweist, soll am Ende nicht unerwähnt bleiben. Thomas Groh Moonrise Kingdom - USA 2012 - Regie: Wes Anderson -Darsteller: Jared Gilman, Kara Hayward, Bruce Willis, Edward Norton, Bill Murray, Tilda Swinton, Frances McDormand, Harvey Keitel, Jason Schwartzman, Bob Balaban, Tommy Nelson - Länge: 97 min. […] Von Thomas Groh, Elena Meilicke

Gehobener Weltschmerz

Im Kino 12.05.2010 […] Menschenhand hält ein Buch: Roald Dahls "The Fantastic Mr. Fox". Im Titel selbst der Verweis aufs andere Medium und man liegt wohl nicht falsch mit der Vermutung, dass die Hand, die man sieht, die von Wes Anderson selbst sein muss, die Pranke eines sehr zahmen Löwen. Eines zahmen Löwen, der Welten schafft und um die von ihm geschaffenen Welten luftdichte Rahmen zieht, dafür im Innern des Rahmens alles umso […] Landschaft Landschaftsmalerei auftauchen, später), mit gehobenem Weltschmerz, gepflegten Neurosen und vermittelten Ausdrucksformen fürs Gefühl, insbesondere Popmusik. Nach der Pranke des Löwen (Wes Andersons Menschenhand): Eine symmetrisch geordnete Totale (immer ist äußerlich Ordnung in der Anderson-Welt), in der Totale unter vorüberziehendem feuer-erd-farbenem Himmel ein Hügel, in der Mitte ein e […] Fuchs, der Sportübungen macht. Dazu spielt im Walkman-Radio das Lied von Davy Crockett, legendärer Ur-Amerikaner, der in der heroisch verlorenen Schlacht um den Alamo starb. In San Antonio, Texas, Wes Andersons Heimatstaat. Das nebenbei, aber es ist eine typische Intarsie, mit der der britische Fuchs nach Amerika übergesiedelt wird, und zwar noch bevor er den Mund aufmacht und mit der Stimme George Clooneys […] Von Lukas Foerster, Ekkehard Knörer

Der Wettbewerb: eine tiefinnere Liebe zum Kompromiss

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2010 […] Autorenfilmer oder Hollywood-Regisseure vertreten (man nehme nur die ganz aktuelle Umfrageliste der 25 wichtigsten Regisseure im US-"Film Comment", die von Jia Zhang-ke und Apichatpong Weerasethakul bis Wes Anderson und David Fincher reicht: 0 Treffer in diesem Jahr wie im letzten). Martin Scorsese, der das mit Abstand schlechteste Jahrzehnt seiner Karriere hinter sich hat, bringt - und natürlich sowieso "Außer […] Von Ekkehard Knörer

Abgefahrener Zug

Im Kino 02.01.2008 […] Einem davonfahrenden Zug hinterher, Zeitlupe, 60s Pop. Schmeißt noch sein Gepäck, aussichtslos, der Zug ist abgefahren. Andere - um die es gehen wird ­ kriegen ihn, trotz Zeitlupe. Der neue Film von Wes Anderson - nach "Rushmore", "Royal Tenenbaums" und "Die Tiefseetaucher" - hat begonnen. Der erste in dieser Reihe, der ohne Bill Murray auskommen muss, weil der ja, wie man sieht, eingangs den Zug verpasst […] zu kommen, da im wunderbar elegant und lakonisch inszenierten kurzen Vorfilm "Hotel Chevalier" ein wenig Vorgeschichte erzählt wird). Neben familiären Zersplitterungen stehen in den Filmen von Wes Anderson immer auch kulturelle im Mittelpunkt - und die nostalgische Wehmut, die sich aus dem Bewusstsein der Zersplitterung ergibt. Ein Bewusstsein, das sich in der sorgfältigen Ausstaffierung dieser Filmwelt […] Ende sind in einer langen Kamerfahrt Zugabteile zu sehen und Figuren vom Wegesrand der Geschichte sitzen darin. Und schließlich sitzt dort, zufrieden diesen Zug erwischt zu haben, auch Bill Murray. Wes Anderson zieht einen Rahmen, das Stückwerk ist gerettet, der Abspann läuft, guter Film. Thomas Groh *** Junge Frauen verschwinden. Ein Serienmörder geht um. Die Bilder sind in rot getaucht und in blau […] Von Thomas Groh, Ekkehard Knörer

"Man muss nur die richtigen Züge machen"

Außer Atem: Das Berlinale Blog 19.02.2005 […] im Wettbewerb Gezeigten - einen ziemlich schwarzen Frühling erwischt. Andre Techines "Les temps qui changent" (Kritik) hatte Catherine Deneuve und Gerard Depardieu zu bieten und sonst gar nichts. Wes Anderson erwies sich mit "Die Tiefseetaucher" (Kritik) als durchaus begabter Epigone seiner selbst - was für einen großen Film aber auch nicht reicht. Etwas enttäuschend fiel Christian Petzolds "Gespenster" […] Von Ekkehard Knörer

Berlinale 7. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 16.02.2005 […] Es zeugt sich fort in Wes Andersons "The Life Aquatic With Steve Zissou - Die Tiefseetaucher" (Wettbewerb) Mächtig kommt der Jaguarhai angeschwommen, schön ist er und groß. Er dreht ein paar Runden, leuchtet und schwimmt wieder davon. Nichts ist passiert. (Natürlich gibt es gar keinen Jaguarhai, in Wirklichkeit.) Im Grunde lässt sich jeder Wes-Anderson-Film so zusammenfassen: Etwas kommt gewaltig […] anderes im Sinn zu haben, als eine Pointe zu zerreden, zu verfehlen oder zu versenken. Wes Anderson ist ein Meister des zerschriebenen und unterspielten Gags. Fragt sich nur, ob das nicht eine Meisterschaft in einer etwas überflüssigen Disziplin ist. Zur Welt, wie wir sie kennen, haben die Welten, die Wes Anderson baut, besser sollte man sagen, die er bastelt, eine reichlich gestörte Beziehung. Sie […] gewaltig, dreht eine Runde und verschwindet wieder. In "Die Tiefseetaucher" ist es nur eine Szene, der Höhepunkt, wenn man so will, aber im Grunde taugt fast jede Szene in den Filmen von Wes Anderson als mise-en-abyme seiner Filme. Mise-en-abyme: Der Film wird in den Film zurückgefaltet, das Bild findet sich im Bild und im Bild im Bild ist dasselbe zu sehen wie im Bild selbst. Man kann mit dieser Struktur […] Von Thekla Dannenberg, Ekkehard Knörer

Drei Spielarten deutschen Gegenwartskinos

Außer Atem: Das Berlinale Blog 10.02.2005 […] jüngste Komödie "The life aquatic with Steve Zissou" (offizielle Seite), des außerordentlich eigensinnigen, ganz aus einem beinahe hermetischen Anspielungskosmos heraus arbeitenden und erzählenden Wes Anderson, der auch mit seinen "Royal Tenenbaums" schon im Wettbewerb war. Die Tendenz der letzten Jahre, politisch engagiertes Kino nach Berlin einzuladen und groß zu präsentieren, setzt sich auch in diesem […] Von Ekkehard Knörer