Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 28.04.2017 - Film


Überschuss an Schönheit: Angela Schanelecs "Der traumhafte Weg"

Die Begeisterung für Angela Schanelecs fragmentarisch-spröde erzählten "Der traumhafte Weg" hält an. Dies ist Schanelecs bislang "sinnlichster Film", hält Andreas Busche im Tagesspiegel fest: "Durch Reinhold Vorschneiders abstrakte Kameraarbeit, das gewöhnungsbedürftige 4:3-Format, die hypnotische Montage und den artifiziellen Sprachduktus stellt sich eine somnambule Stimmung ein." Ähnlich lautet das Lob von Patrick Holzapfel im Perlentaucher: "Die Lichtmodulationen und Bildkompositionen von Schanelecs Kameramann Reinhold Vorschneider sind von bestürzender Schönheit. Das Karge ... produziert den Überschuss, das Imaginäre - wie die Lakonik im Traum." Cosmia Lutz versichert in der Welt: "Ganz zart hängt hier alles zusammen, nein, rührt aneinander, bleibt trotzdem für sich."

Auch Daniel Kothenschulte von der FR schmilzt dahin: "Es gibt einen Überschuss an Schönheit in diesem Film, doch keine Ästhetisierung. Der Eindruck, den der fragmentarische Stil hinterlässt, ist der eines kunstvollen Bilderbuchs, das die Geschichte, die es illustriert, nie gänzlich preisgibt. Auf der Leinwand wirkt diese Verdichtung gleichermaßen streng wie leicht, was eine seltene und beglückende Erfahrung ist." Zeit-Kritikerin Katja Nicodemus attestiert der Regisseurin "einen ganz eigenen Sinn für die Sinnlichkeit all dessen, was in einer Einstellung geschehen kann. Für das leise Rauschen des Windes oder für Sonnenlicht, das wie zärtlich auf einen Hinterkopf fällt. Für Körper, die auf faszinierende Weise fremd wirken und sich im Blick ihres Kameramannes Reinhold Vorschneider entdecken lassen. Und ganz besonders: für das genaue Gefühl von Orten und Räumen, die in Schanelecs Kino nie Locations sind."

Außerdem wird am Wochenende der Deutsche Filmpreis verliehen. Dazu hat Cornelia Geißler für die Berliner Zeitung ein ausführliches Porträt über den für "Die Blumen von gestern" nominierten Regisseur Chris Kraus verfasst. Nominiert sind auch Nicolette Krebitz ("Wild"), Maren Ade ("Toni Erdmann") und Anne Zohra Berrached ("24 Wochen"), mit denen sich Andreas Busche und Christiane Peitz vom Tagesspiegel an einen Tisch gesetzt haben. Die außergewöhnliche Ballung von Nominierungen für Regisseurinnen lässt das Gespräch auch zum Thema Quote wechseln. Auf gönnerhafte Gesten und Fördermittelvergabe auf Grundlage von Geschlechtsteilen haben alle drei keine Lust. Ade ist dennoch "für eine Quote, auf alle öffentlichen Gelder weltweit. 50 Prozent muss das Ziel sein, auch wenn es nicht sofort umsetzbar ist. Einfach auch um herauszufinden, woran es liegt. Wenn am Ende herauskommt, dass wir selber schuld sind, bitte, dann haben wir es schwarz auf weiß. Außerdem wäre endlich Schluss mit Frauenpreisen und all den Panels und Interviews zur Frauenfrage."

Für den Freitag hat Matthias Dell anlässlich der Preisverleihung das Bildgenre des "Filmförderung zurückgezahlt"-Triumphfotos im Falle einer erfolgreichen Filmauswertung analysiert: "Die Serialität der Bilder ist faszinierend. Es ließen sich - zumal über all die Jahre, in denen die Förderchefinnen auf den Bildern nun schon ihrem Job nachgehen - vermutlich umfassende Mode-Geschichten verfassen. Man erfreut sich an der Professionalität der Repräsentantinnen und erkennt wiederkehrende Performance-Strategien."

In Frankreich gibt es einen ziemlichen Ärger, weil das Festival von Cannes zwei Netflix-Produktionen in den Wettbewerb aufgenommen hat, 'The Meyerowitz Stories' des amerikanischen Reguisseurs Noah Baumbach und 'Okja' des südkoreanischen Regisseurs Bong Joon-ho. Die Frage ist, ob diese Filme überhaupt als "Kino" gelten können, schreibt  Thomas Sotinel in Le Monde: "In den Wochen vor dem Festival haben sie wiederholt, dass Filme, die 'von unseren Abonnenten finanziert' wurden, in erster Linie für diese Abonnenten bestimmt sind und sie allenfalls kurz im Kino liefen, bevor sie online gestellt werden. In Frankreich ist das verboten, denn hier sehen die Regeln einen dreijährigen Abstand zwischen der Auswertung in den Sälen und der folgenden Präsentation auf Videokanälen wie Netflix vor."

Weiteres: Michael Palms Essayfilm "Cinema Futures" beschäfigt sich mit Fragen nach dem analogen Filmmaterial im digitalen Zeitalter, berichtet Sven von Reden im Standard. In der Welt befasst sich Hanns-Georg Rodek mit der filmischen Darstellung von Flugzeugträgern als Phallussymbole. Zum Tod von Jonathan Demme schreiben Daniel Kothenschulte (FR), Ekkehard Knörer (taz), Thomas Klein (Berliner Zeitung), Hanns-Georg Rodek (Welt) und Dietmar Dath (FAZ).

Besprochen werden Jonathan Littells Dokumentarfilm "Wrong Elements" über ugandische Kindersoldaten (FR, Tagesspiegel), James Gunns Weltall-Sause "Guardians of the Galaxy Vol. 2" (taz, Welt) und Lech Kowalskis beim Festival Visions Du Réel gezeigter Dokumentarfilm "I Pay for your Story" (NZZ). Und die Simpsons blicken auf die ersten 100 Tage Trump zurück:

Efeu - Die Kulturrundschau vom 27.04.2017 - Film

Für die taz spricht Michael Meyns mit Jonathan Littell über dessen Dokumentarfilm "Wrong Elements" über Kindersoldaten in Uganda (mehr dazu im Efeu von gestern). Dabei erklärt der Schriftsteller auch, warum er sich in dem Film mit den Tätern, aber nicht mit den Opfern des ugandischen Bürgerkriegs befasst: "Ich habe viel mit Opfern gearbeitet, als ich für Hilfsorganisationen aktiv war, aber man kann in gewisser Weise nichts von ihnen lernen. Man kann ihnen helfen, es gibt Fälle von großer Widerstandskraft, aber letztlich sind die Fragen, die sich hier stellen, reduziert: Entweder Menschen brechen zusammen oder nicht. Die Psyche der Täter ist viel komplexer, es ist viel schwerer, sie zu verstehen, ihre Handlungen nachzuvollziehen."

Weiteres: Tim Slagman schreibt in der NZZ über Horrorfilme von Frauen. Anlässlich von Monja Arts christlich-queerem Debüt "Siebzehn", Luise Brinkmanns Mumblecore-Film "Beat Beat Heart" und Martin Hawies' "Toro" schreibt Kaspar Heinrich auf ZeitOnline über Liebe in den Filmen des Kino-Nachwuchses. Der 8. Teil der Rennfahrer-Reihe "Fast & Furious" (unsere Kritik hier) hat eines der sagenhaftesten Startwochenenden aller Zeiten hingelegt, staunt Nina Jerzy in der NZZ. In der NZZ porträtiert Brigitte Hürlimann die palästinensisch-israelischen Schauspieler Sana Jammalieh und Aiman Daw, die als Christen so ziemlich zwischen allen Stühlen sitzen. In New York entwickelt sich ein Dokumentarfilm über die Stadtplanerin Jane Jacobs zum Publikumsrenner, berichtet Marcia Pally im Tagesspiegel. Andreas Busche schreibt im Tagesspiegel einen Nachruf auf Jonathan Demme.

Besprochen werden Angela Schanelecs "Der traumhafte Weg" (online nachgereicht von der FAZ, SZ), der neue Film aus der "Guardians of the Galaxy"-Reihe von James Gunn (Tagesspiegel, SZ), Pol Cruchtens Dokumentarfilm "Tschernobyl" (Standard), die französische Politserie "Baron Noir" (FR) und die Western-Serie "The Son" mit Pierce Brosnan, eine Verfilmung von Philipp Meyers Roman "Der erste Sohn" (FAZ).
Stichwörter: Jonathan Littell, Uganda

Efeu - Die Kulturrundschau vom 26.04.2017 - Film


Dominic Ongwen unterschreibt seine Übergabe an die Afrikanische Union. Foto: Neue Visionen

In seinem ersten Dokumentarfilm "Wrong Elements" befasst sich der Autor Jonathan Littell mit dem Schicksal der Kindersoldaten aus Uganda, die jahrelang im Auftrag von Joseph Kony mordeten. Für ZeitOnline hat Felix Stephan ein ausführliches Gespräch mit dem Schriftsteller über dessen Film geführt. Unter anderem geht es darum, warum er sich darin mit den Tätern und nicht mit den Opfern des Konflikts beschäftigt: "Das vielleicht faszinierendste Beispiel ist Dominic Ongwen. Er wurde nach eigenen Angaben als 14-Jähriger entführt; vielleicht war er auch erst neun oder zehn Jahre alt. Er stieg dann in den Reihen der LRA auf, bis er zum Führungsstab gehörte. Ongwen ist die ultimative Fallstudie." Dass auch die ugandische Armee Kriegsverbrechen beging, ist juristische dagegen nicht relevant: "Der Internationale Gerichtshof in Den Haag argumentiert ganz offiziell, dass die Entscheidungen der ugandischen Armee getroffen worden waren, bevor der Gerichtshof überhaupt gegründet wurde, weshalb sie außerhalb seiner Zuständigkeit lägen. Heute ist der einzige, der wegen der grauenhaften Verbrechen, die während dieses Krieges begangen wurden, vor Gericht steht, Dominic Ongwen."

Nach Ekkehard Knörers gestriger Lobeshymne, rät nun auch taz-Kritiker Toby Ashraf nach der Sichtung von "Der traumhafte Weg" dringend dazu, sich "von der Eigenwilligkeit einer Angela Schanelec in jedem Fall verführen zu lassen." Auch Dietmar Dath ist in der FAZ hin und weg: "Freiheit der Empfindung, selten, schön."

Im Freitag gratuliert Michael Girke dem Filmkritiker Helmut Färber zum 80. Geburtstag: "Sein Filmschreiben ist immer auch Erinnerungsarbeit gewesen, Bewusstmachung des Gespräches, das Filme und Menschen über Zeiten hinweg miteinander führen. ... Seine Sprache ist von Cuts durchsetzt, macht so beständig ungesehene, unvermutete Zusammenhänge sichtbar." Als Hommage an Färber zeigt das Berliner Kino Brotfabrik heute Abend Kenji Mizoguchis "Sansho Dayu" aus dem Jahr 1954 als 35mm-Kopie.

Weitere Artikel: Für den Standard interviewt Sven von Reden den Regisseur Lucas Belvaux, dessen dessen beim Filmfestival Crossing Europe in Linz gezeigter Film "Chez Nous" implizit davon handelt, wie sich die Mitte der französischen Gesellschaft für den Front National zu begeistern beginnt. Geri Krebs resümiert in der NZZ das Dokumentarfilmfestival Visions Du Reel in Nyon. Christine Stöckel stellt in der taz Barbara Fickert vor, die auf ihrem Blog die Tonspuren der Film-Audiodeskriptionen für Blinde bewertet.

Besprochen werden Monja Arts Debüt "Siebzehn" (Standard), James Gunns Comic-Blockbuster "Guardians of the Galaxy Vol. 2", der laut Andrey Arnold von der Presse "das Beste ist, was unsere Blockbusterkino-Galaxie zu bieten hat", und die Serie "Sneaky Pete" (Freitag).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 25.04.2017 - Film


Der Blick auf die Körper: Szene aus Angela Schanelecs "Der traumhafte Weg"

Sehr beglückt berichtet Ekkehard Knörer auf SpOn von Angela Schanelecs neuem Film "Der traumhafte Weg", der zwei Geschichten aneinander lehnt, ohne sie im einzelnen durchzuerzählen - und dies geschieht "auf sehr sanfte Weise sehr radikal", wie der Kritiker versichert: Die Regisseurin "macht Filme, die einem das Sehen, das Denken, das Fühlen, das Hören nicht abnehmen. Oft wird sie angefeindet dafür. Wer aber Lust hat, einer anderen, freieren Logik zu folgen, einer Logik der Rhythmen und Rahmungen und Auslassungen und der Blicke auf Körper und der Lust des einen Bilds auf ein anderes, die oder der wird mit dem Film glücklich werden." Mehr zu dem Film hier und hier.

Besprochen wird James Gunns neuer Weltall-Superheldenfilm "Guardians of the Galaxy Vol. 2", dessen Lust am Unsinn Dominik Kamalzadeh vom Standard sehr gefallen hat.
Stichwörter: Angela Schanelec

Efeu - Die Kulturrundschau vom 24.04.2017 - Film

Die beiden neuen auf DVD veröffentlichten Filme "Spring Awakening" (von Constantine Giannaris) und "Nacktbaden" (von Argyris Papadimitropoulos) zeigen auf je unterschiedliche Weise wie das griechische Kino mit der Krise im Land umgeht, sagt Natalie Broschat in der SZ: "Die Inselkids in 'Nacktbaden' feiern die Wirtschaftskrise einfach davon, die Teenager in 'Spring Awakening' steigern sich in einen Gewaltrausch im Stil von 'Clockwork Orange' oder 'Funny Games'." Mehr zu "Nacktbaden" in Wolfang Nierlins Besprechung für kino-zeit.de.

Weiteres: Sehr ärgerlich findet Andreas Busche vom Tagesspiegel Philippe de Chauverons Abschiebekomödie "Alles unter Kontrolle": Der Regisseur lässt sein Publikum "innerlich versöhnt mit den eigenen Vorurteilen". Philipp Meier wirft für die NZZ einen Blick ins Programm des japanischen Filmfestivals in Zürich. Am vergangenen Wochenende lief eine Auswahl des Filmfestivals Locarno in Hollywood, berichtet Gabriela Tscharner in der NZZ. Für den Tagesspiegel besucht Gunda Bartels die Schnittmeisterin Monika Schindler, die mit dem Deutschen Filmpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wird.
Stichwörter: Griechisches Kino

Efeu - Die Kulturrundschau vom 22.04.2017 - Film

Das Blog Duoscope führt durch das Schaffen des Regisseurs Helmut Käutner. Frank Junghänel (FR), Andreas Kilb (FAZ) und Tobias Kniebe (SZ) gratulieren Jack Nicholson zum 80. Geburtstag.

Besprochen werden die Netflix-Serie "Tote Mädchen lügen nicht" (Freitag), die dritte Staffel der Amazon-Serie "Bosch" (ZeitOnline) und die Netflix-Serie "Girlboss" (ZeitOnline, FAZ).
Stichwörter: Netflix

Efeu - Die Kulturrundschau vom 21.04.2017 - Film

Ein betrübliches Bild zeichnet Amin Farzanefar in der SZ vom Internationalen Filmfestival in Istanbul, das zwar aus öffentlichen Mitteln finanziert wird, aber eine kritisch-liberale Position einnimmt: Sponsoren springen - wohl aus Sorge um das eigene Image - ab, das Kultusministerium strafft die Mittel und greift ins Programm ein. Sorgen macht sich Farzanefar aber vor allem um die türkischen Filmemacher, für die das Festival ein internationaler Showcase ist: "Generell ist die Filmszene so polarisiert wie auch das Land: in Günstlinge wie etwa Semih Kaplanoğlu, der einen sonderbaren Zug in Richtung islamische Mystik bestiegen hat, oder Kutluğ Ataman, der aus persönlicher Abneigung gegen die Gezi-Protestler von 2013 die Nähe zur Macht suchte. Ehemalige Publikumslieblinge sind inzwischen einer regelrechten Hexenjagd ausgesetzt, als vermeintliche Terrorunterstützer - die Medien sind ja gleichgeschaltet. Dazwischen ducken sich die Unabhängigen weg und suchen einen eigenen Weg." Dieser, erfahren wir weiter, führe oft ins Exil.

Mit der Komödie "Monsieur Claude und seine Töchter" ist Philippe de Chauveron nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland ein beträchtlicher Publikumshit geglückt. Jetzt feierte sein neuer Film "Alles wird gut" in Dresden Premiere. Mit der Komödie um einen Polizisten, der zum letzten Mal eine Abschiebung durchführen soll, hatte ZeitOnline-Kritiker Matthias Dell allerdings erhebliche Probleme: "Der Film hält seinen großen Zeh immer nur kurz in die fröstelnde Wirklichkeit, die meiste Zeit liegt er in seinem prächtigen Paternalismus am Hotelpool und lässt sich von der ihm untergeordneten Umgebung den Rücken eincremen. "

Besprochen werden John Lee Hancocks "The Founder" (Tagesspiegel, Freitag, unsere Kritik hier) und Mira Nairs "The Queen of Katwe" (FR, FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 20.04.2017 - Film



Groß besprochen wird heute vor allem John Lee Hancocks Biopic "The Founder" über die Gründung einer international bekannten Fastfood-Kette. Michael Keaton spielt darin Ray Kroc, der die Kette groß gemacht und die eigentlichen Gründer vor die Tür gesetzt hat, als echtes Aas, ist den Kritiken zu entnehmen. Der Film wende "sich gegen die nostalgische Entschärfung des amerikanischen Nachkriegskapitalismus, die in Hollywood seit einigen Jahren zu beobachten ist", schreibt dazu Felix Stephan in der Welt. Ähnlich sieht es Nicolai Bühnemann im Perlentaucher: De Film "bringt uns eine Weltsicht nahe, in der alles nur Material ist, das es zu benutzen gilt, um Kapital zu akkumulieren." Allerdings mangele es dem Film letztlich an der nötigen Schärfe, mit der etwa ein Drehbuchautor wie Aaron Sorkin diesen Stoff umgesetzt hätte, bedauert Martin Schwickert auf ZeitOnline. Dass der Film nicht den Mumm hat, dem Konzern selbst auf die Füße zu treten, findet Nina Jerzy in der NZZ sehr schade. Ebenfalls schade findet es Fabian Tietke in der taz, dass der Film "die Egomanie Michael Keatons als Ray Kroc" mitunter zu oft "durch die Narration" bändige.

Weiteres: In der taz empfiehlt Carolin Weidner die Werkschau des Festivals "Achtung Berlin", die in diesem Jahr dem DEFA-Regisseur Michael Gwisdek gewidmet ist.

Besprochen werden der auf DVD erschienene Debütfilm "Mein 20. Jahrhundert" der diesjährigen Berlinalegewinnerin Ildikó Enyedi (taz), die französische Migrantenkomödie "Ein Dorf sieht schwarz" von Julien Rambaldi (taz, Tagesspiegel, SZ), Mick Jacksons Gerichtsdrama "Verleugnung" über den Prozess gegen den Holocaustleugner David Irving (NZZ), Mira Nairs "Queen of Katwe" über das Schach-Wunderkind Phiona Mutesi (FAZ), Zach Braffs Rentnerkomödie "Abgang mit Stil" (Welt) und Ben Youngers Boxerfilm "Bleed for This" über die Karriere von Vinny Pazienza (SZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 19.04.2017 - Film



Mit großem Vergnügen liest SZ-Kritiker Fritz Göttler die aufwändig überarbeitete Neuausgabe von Hanns Zischlers "Kafka geht ins Kino": Dieses "Buch ist ein Wunderwerk der Komposition des Akzidentiellen. ... Am Kinogänger Kafka studierte er, wie das stumme, krude, populäre Kino das moderne Schreiben radikal verwandelt hat." (Bild: Kiepenheuer & Witsch/Galiani Berlin)

Besprochen werden John Lee Hancocks Biopic "The Founder" über die Gründer von McDonald's (Standard, SZ), Dariusz Kowalskis Dokumentarfilm "Seeing Voices" (Standard), der deutsch-österreichische Science-Fiction-Thriller "Stille Reserven" (ZeitOnline), Stephan Lambys heute im Ersten ausgestrahte Langzeitdoku "Nervöse Republik" (Freitag, Welt) und die Serie "Lovesick" (Freitag).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 18.04.2017 - Film

Julia Dettke verabschiedet sich in der FAS von Lena Dunhams HBO-Serie "Girls". Wer wissen will, wie das Phänomen Trump zustande gekommen ist, kann sich darüber in Sidney Lumets Klassiker "Network" von 1976 erkundigen, sagt Peter Kümmel in der Zeit. Für die Berliner Zeitung plauscht Ulrich Lössl mit der Schauspielerin Shirley MacLaine, die aktuell in der (im Standard wenig begeistert besprochenen) Komödie "Zu guter Letzt" zu sehen ist. In der SZ gratuliert David Steinitz dem Schauspieler James Woods zum 70. Geburstag.

Besprochen werden  Lucien Castaing-Taylors und Ilisa Barbashs Schafe-Film "Sweetgrass" (Tagesspiegel), der Jesusfilm "40 Tage in der Wüste" mit Ewan McGregor (Welt, Tagesspiegel) und Stephen Gaghans "Gold" mit Matthew McConaughey (SZ).
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