Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Film

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 08.06.2026 - Film

"Ein Revolutionsgericht in Teheran hat eine gegen den Filmemacher Jafar Panahi verhängte einjährige Haftstrafe bestätigt", meldet Susan Vahabzahdeh in der SZ. Der Regisseur war nach einer ausgedehnten PR-Reise für seinen letzten Film trotz dieses in Abwesenheit gefällten Urteils in seine Heimat zurückgekehrt. "Außer der Haftstrafe wurde ein Reiseverbot gegen Panahi verhängt, sagte sein Anwalt der iranischen Nachrichtenagentur Emtedad. Außerdem dürfe er keiner politischen Vereinigung beitreten. Eine Berufung ist noch möglich. In der Anklage hatte es unter anderem geheißen, Panahi habe Proteste unterstützt, außerdem wurde ihm Regimekritik durch den Film 'Ein einfacher Unfall' vorgeworfen, den er heimlich gedreht hat."

Für Nastassja Kinski ist Wim Wenders' Einlenken, den Film "Falsche Bewegung" zumindest fürs Erste aus dem Verkehr zu ziehen, ein "Pyrrhussieg", kommentiert Jan Küveler in der Welt. "Einerseits hatte sie sich durchgesetzt mit ihrem Anliegen der rückwirkenden Filmgeschichtsklitterung. Andererseits haben sie nicht mal zu ihren besten Zeiten so viele Bundesbürger nackt gesehen wie jetzt, als bei der Google-Bild-Suche fast die Transistoren durchbrannten. Für die DVD des Films hatte sich jahrelang kein Mensch interessiert. Jetzt gingen die Schwarzmarktpreise durch die Decke. ... Medienanwälte dürften sich unterdessen die Hände reiben. Wenn diese Form der filmischen Vergangenheitsbewältigung Schule macht, lässt sich das gesamte deutsche Kulturgut der 70er und 80er Jahre juristisch rückabwickeln."

Der propalästinensische Israel-Boykott wird immer idiotischer. Le Monde meldet, dass es einigen Filmemachern mit der Ankündigung, ihre Filme aus dem Programm zu ziehen, gelungen ist, den israelischen Filmemacher Nadav Lapid als Jurymitglied des Festivals FID Marseille herauszuekeln - und damit einen ausgesprochenen Kritiker der Regierung Netanjahus, der mit seinen jüngeren Filmen sich radikalisierende Strömungen in der israelischen Bevölkerung schwer angegriffen hat. 

Das Unbehagen in der Architektur: "Backrooms" von Kane Parsons

Mit Kane Parsons' Horrorfilm "Backrooms" kommt ein Youtube- und Reddit-Phänomen nun auch auf die große Leinwand: Seit einigen Jahren erstellen Leute im Netz gerade in ihrer Kahlheit unheimliche, schier endlose Gang-Labyrinthe, durch die sie einander schicken und über die sich im Netz austauschen. "Sie sind fensterlos, buttergelb tapeziert und mit ockerfarbenem Teppichboden ausgelegt, die Decke ist tief abgehängt, Neonleuchten verteilen giftiges Licht", erklärt Leon Lindenberger auf ZeitOnline das Phänomen. "Diese großen und kleinen Räume sind, soweit wir wissen, über endlose Flure verbunden. Vollständig sinnentleert ist ihre Architektur, wie ein geisterhaftes Konferenzzentrum oder ein Hotel, das nie ein Gast besucht hat. Die backrooms sind die Hinterzimmer der Moderne, eine zeitgenössische Gruselgeschichte. ... Diese Bilder des Verlorenseins fanden besonders in Parsons' eigener Generation Anklang. Viele erkannten hier ihre existenzielle Furcht in einer zunehmend trostlosen Welt, erinnerten sich an die menschenleeren urbanen Gebäude und Räume der für die Gen-Z so prägenden Pandemiejahre. Wie die Internetforen ihrer Schöpfer führen die backrooms in völlige Vereinzelung - und bieten doch Zuflucht."

Weiteres: Johanna Adorján erzählt in der SZ von ihrer Begegnung mit Agathe und Adam Bonitzer, die den Film "Mein Leben, mein Ding" ihrer bei den Dreharbeiten gestorbenen Mutter Sophie Fillières fertig gestellt haben. Auf Zeit Online erzählt der Schriftsteller Benjamin Lebert ausgehend vom neuen "Masters of the Universe" davon, wie ihn He-Man und Co. in seiner Jugend darüber hinweg getröstet haben, gemobbt zu werden. Besprochen werden die beiden Mediensatiren "Truly Naked" von Muriel d'Ansembourg und "Babystar" von Joscha Bongard (Jungle World) und die Amazon-Serie "Off Campus" (Welt).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 06.06.2026 - Film

KI erreicht den seriösen US-Autorenfilm - ein Dammbruch? Der Aufschrei ist jedenfalls groß, dass Martin Scorsese eine Liaison mit dem Freiburger KI-Startup Black Forest eingeht. Von deren Bildgenerator verspricht sich Scorsese eine maßgebliche kreative Stütze, berichtet Hannes Boos in der NZZ: "Statt wie bis anhin jede Szene Bild für Bild manuell für das Storyboard zu skizzieren, soll künftig der Computer diese Arbeit übernehmen." Und "vielleicht liegt hier tatsächlich eine der interessantesten Möglichkeiten von KI im Film: dass Regisseure ihre Vorstellungen unmittelbarer in Bilder übersetzen können. Scorsese würde wohl sagen: Das Kino kommt damit der Vision im Kopf des Regisseurs ein Stück näher. Seine Kritiker würden dagegenhalten, dass Film nie nur das Werk einer einzelnen Person gewesen ist: Auch Storyboard-Zeichner, Schauspieler, Kameraleute und Set-Designer prägen das Kunstwerk mit ihren eigenen Ideen. Welche dieser beiden Auffassungen die überzeugendere ist, dürfte die Branche noch lange beschäftigen."

Passend dazu: Auch Steven Soderbergh hat für seinen Dokumentarfilm "John Lennon: The Last Interview" gemeinsam mit dem Facebook-Konzern Meta mit KI gearbeitet - und dabei quasi mit Regieanweisungen per Prompt KI-Füllsequenzen generiert. Im FAZ-Gespräch mit Mariam Schaghaghi sieht der Regisseur für seine Zunft zwei Fragen: "Erstens: 'Warum benutze ich dieses Werkzeug?' Die zweite, wohl wichtigere: 'Ist das Ergebnis, das ich damit bekomme, besser als jede andere Version mit anderer Technologie?'... Wir müssen in den nächsten Jahren natürlich herausfinden, wie wir Grenzen definieren. ... Was mir wichtig ist: Ich möchte unbedingt meine Zustimmung dazu geben, getäuscht zu werden! Daher ist Transparenz so wichtig."

Tilman Baumgärtel begibt sich für den Perlentaucher in die Welt der Microdramen, die komplett anhand von Reels auf Instagram und TikTok erzählt werden, also "Seifenopern, die auf dem Handy gebingwatcht werden." Es "dominieren eindeutige Figuren, überdeutliche Gesten, kurze Sätze und maximale Konfrontation. Die Charaktere sind Archetypen, die das Publikum in Sekundenschnelle einordnen kann." Aber überraschend: "Microdramen sind ein gigantischer und exponentiell wachsender Markt."

Im Vergleich zu all diesen Themen wirkt die Wenders-Debatte über den Umgang mit Nastassja Kinskis Nacktszene in einem 50 Jahre alten Film dann irgendwie doch fast wie aus der Zeit gefallen. Wenders' Frage, ob es legitim sei, Filme im Nachhinein zu ändern, ist längst beantwortet, hält der Medienwissenschaftler Gerhard Schweppenhäuser dem Regisseur in einem Gastbeitrag in der FAZ entgegen: Dass Künstler ihre Werke im Nachhinein verändern, anpassen oder korrigieren ist nichts außergewöhnliches, natürlich "hat der Regisseur ein Recht zur nachträglichen Änderung. ... Nirgends steht geschrieben, dass ein Director's Cut länger sein muss als die Kinofassung."

Weiteres: Yelizaveta Landenberger porträtiert für "Bilder und Zeiten" der FAZ die Animationsfilmkünstlerin Dana Kavelina, die in ihren Arbeiten die Schrecken des Krieges in der Ukraine aufgreift: "Ihrem Blick entnimmt man unermesslichen Schmerz". Denis Sasse denkt im Filmdienst über den Trend zur nostalgisch-eskapistischen Spielzeug-Filmadaption ("Barbie", aktuell im Kino: "Masters of the Universe") nach, die "weniger sentimentale Rückschau als Reaktivierung eines kindlichen Blicks auf die Welt" sei.

Besprochen werden Maryna Tkachuks Dokumentarfilm "Family Album" (FAS), Angela Schanelecs "Meine Frau weint" (FAS), Jan Komasas "Good Boy" (SZ), die auf AppleTV+ gezeigte Serie "Kap der Angst", für die Javier Bardem in die Fußstapfen von Robert de Niro tritt (Welt), die Ausstellung "Marilyn Monroe: A Portrait" in London (FAZ) und die ZDF-Doku "Fleisch" über Missstände in der tierverarbeitendenden Industrie (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 05.06.2026 - Film

Zwar "beantwortet Wenders' Rückzug die Frage nach dem Umgang mit heute problematischen Bildern des Filmerbes nicht", merkt Kira Kramer in der FAZ an, nachdem der Regisseur angekündigt hat, seinen wegen einer Nacktszene mit der damals noch minderjährigen Nastassja Kinski zuletzt kontrovers diskutierten Film "Falsche Bewegung" der Öffentlichkeit vorläufig zu entziehen (unser Resümee). "Aber er verlagert sie dorthin, wo sie in diesem Fall begonnen hat: weg von einer abstrakten Debatte über Kunst, hin zu der Verantwortung für ein konkretes Bild." Jenni Zylka (tazsieht in den nun "anstehenden Diskussionen um die Handhabung solcher Filme beziehungsweise Szenen" in erster Linie "eine gemeinschaftliche Aufgabe. ... In anderen Kulturbereichen und auf anderen thematischen Ebenen wird die Debatte längst geführt, zum Beispiel hinsichtlich der Frage, ob es reicht, hagiografische Skulpturen von Verbrechern zu kontextualisieren, oder ob es sinnvoll ist, sie komplett zu entfernen."

Weiteres: Stefan Michalzik berichtet in der FR vom auf den japanischen Film spezialisierten Festival Nippon Connection in Frankfurt. Dunja Bialas resümiert für Artechock das 23. Crossing Europe Festival in Linz.

Besprochen werden Alain Gomis' Familienepos "Dao" (Tsp, FD, Artechock, unsere Kritik), Kilian Armando Friedrichs Reinigungskräfte-Drama "Ich verstehe ihren Unmut" (critic.de, FD, unsere Kritik), die DVD-Ausgabe von Bryan Fullers Horror-Fantasyfilm "Dust Bunny" ("diese Welt ist ein Albtraum, an dem vieles hinreißend ist", schreibt Ekkehard Knörer in der taz),  Simon Ostermanns "Sommer auf Asphalt" mit Christoph Maria Herbst (FAZ, FD), Jan Komasas "Good Boy" (Artechock, critic.de, FD) und Valentine Cadics "Ein Sommer in Paris" (FD).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 04.06.2026 - Film

Wendung bei Wenders! Nachdem er für sein Statement beim Deutschen Filmpreis teils heftig gescholten wurde, kündigt der Regisseur nun im Zuge der Debatte um die Nacktszene der damals minderjährigen Nastassja Kinski in "Falsche Bewegung" an, den Film fürs Erste aus der Öffentlichkeit abzuziehen. "Ich sehe, dass Nastassja Kinski damals hätte besser beschützt werden müssen. Dafür bitte ich Dich um Entschuldigung, Nastassja, ohne Wenn und Aber", heißt es in einem Statement auf der Website der Wim Wenders Stiftung. "Es ist nötig, dass unsere Gesellschaft angemessene Umgangsweisen für strittige Filmwerke des 20. Jahrhunderts findet und sich neuen Lernprozessen und inklusiven Perspektiven in Bezug auf Filme stellt. In dieser wichtigen Debatte werden wir einen breiten Austausch suchen. ... Erst danach, auch wenn es länger dauern sollte, und nachdem wir eine einvernehmliche Lösung, auch in Absprache mit Nastassja Kinski, haben vorlegen können, werden wir den Film wieder freigeben."

"Ende der Woche wäre der Fall laut Kinskis Anwalt Christian Schertz vor Gericht gegangen, was Wenders' Reputation als Lichtgestalt des deutschen Films vermutlich irreparabel beschädigt hätte", schreibt Andreas Busche im Tagesspiegel. "Es hat ein paar Tage gebraucht, bis Wenders vom hohen Ross des Großkünstlers abgestiegen ist und die Machtstrukturen reflektiert, die an einem Filmset herrschen. ... Wie viel Einsicht hinter seinem Eingeständnis steckt oder - wie im Fall seiner Filmpreisrede - wie viel Kalkül, ist schwer zu beurteilen."

Auf Artechock ärgert sich Rüdiger Suchsland über den Verlauf der Debatte: Wenders werde von "Sittenleuchtern und Puritanern" ein Schauprozess gemacht. Doch wenn, "dann sollte man ihm einen solchen Prozess in ästhetischen Fragen machen. Denn manche Filme von Wim Wenders kann man heute überhaupt nicht mehr angucken. Sie sind künstlerisch unerträglich, und vor allem deswegen spannend, weil man sich dann wundert, dass man so etwas jemals für Kunst halten konnte. ... Die Tatsache, dass jetzt plötzlich alle sich für 'Falsche Bewegung' (1975) interessieren, könnte dazu führen, dass man sich diesen Film einmal wirklich anguckt und sich fragt, was sie eigentlich gemacht haben und gedacht haben, damals in den 1970ern. Aber nicht in der Weise, dass man die Sekunden zählt, in dem der nackte Busen von Nastassja Kinski zu sehen ist, sondern dass man die über Dialoge über Männer- und Frauenbilder, über die Vorstellung von Sehnsucht, über die Idee, was Deutschland ist, wundert und nachdenkt."

"Dao" von Alain Gomis

Schwenk ins Gegenwartskino: "Alain Gomis' Epos 'Dao' strotzt in seiner dreistündigen Laufzeit nur so vor Lebendigkeit und emotionalem Facettenreichtum", schreibt Tilman Schumacher im Perlentaucher. Im Mittelpunkt steht die Geschichte einer französisch-guinesischen Familie über Kontinente hinweg. Dies "ist entgegen aller vermeintlichen Metaphysik ein Film, der es versteht, ein Netz aus menschlichen Beziehungen zu weben, das nie künstlich und bloß erdacht, sondern immer als von erlebten Erfahrungen abgeleitet erscheint. ... Ohne viel Diskurssprech zu bemühen, gelingt es der Raum und Zeit überwindenden Kraft des Kinos, eine mehrstimmige Migrations-, Familien- und Kolonialgeschichte sichtbar zu machen. ... Gomis' Film ist bei allem unbestreitbaren Hang zum Konzeptualismus (...) in erster Linie sinnlich, geradezu haptisch, mit ehrlichem Interesse an der durch die Gemeinschaftsrituale hindurchstrahlenden Individualität seiner Figuren."

Weitere Artikel: Fürs ND spricht Inga Dreyer mit Kilian Armando Friedrich über dessen Putzkolonnen-Drama "Ich verstehe Ihren Unmut", für den er teils auf eigene Erfahrungen als Mini-Jobber für eine Gebäudereinigungsfirma zurückgreifen konnte. Im Perlentaucher bescheinigt Alice Fischer dem Film "eine unaufgeregte Authentizität, ohne Voyeurismus oder Sozialkitsch". Christian Bartels empfiehlt im Filmdienst den Streamingdienst Filmfriend, der ausschließlich mit einem Ausweis einer Öffentlichen Bibliothek und also entsprechend günstig nutzbar ist und sich zudem um eine faire Entlohnung der Filmschaffenden bemüht. Gut, dass die HBO-Serie "Euphoria", für ihre erste Staffel einst hochgelobt, nach dem Ende der aktuellen Staffel nun eingestellt wird, findet Inga Barthels im Tagesspiegel, denn zuletzt "wirkte das Ganze doch wie die Fantasien eines Teenager-Jungen, der zu viele Quentin-Tarantino-Filme geschaut hat". 

Besprochen werden Jan Komasas Komödie "Good Boy - Wir wollen nur dein Bestes" (taz, SZ), Simon Ostermanns "Sommer auf Asphalt" mit Christoph Maria Herbst und Mala Emde (Welt), Travis Knights Spielzeug-Adaption "Masters of the Universe" ("kracht und macht Spaß - wenn man keine großen Ansprüche hat", versichert Florian Kaindl in der SZ) und eine Edelausgabe auf BluRay von Billy Wilders Klassiker "Manche mögen's heiß" (FD).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 03.06.2026 - Film

Christine Lemke-Nachtwey ärgert sich in der Zeit darüber, dass sich Wim Wenders beim Deutschen Filmpreis bei Nastassja Kinski nicht einfach entschuldigt hat, sondern lieber umständlich um den heißen Brei herum redete. "Dass Wenders dazu entweder nicht willens oder nicht fähig war (oder beides), lässt tief blicken: in sein künstlerisches Selbstverständnis, in die strukturellen Gepflogenheiten des Filmgeschäfts und in den Maschinenraum der Debatte über die Unversehrtheit des Kunstwerks in woken Zeiten. Jeder dieser drei Punkte für sich ist interessant. Zusammengenommen liefern sie die perfekte Blaupause zur Frage, wie verlässlich abscheulich Männer in Machtpositionen bis heute mit Frauen umgehen können."

"Dieses Lamentieren erweckt vor allem einen Eindruck", schreibt David Steinitz in der SZ, nämlich den, "dass Wenders sich schlicht nicht traut, öffentlich zu sagen, dass er den Film nicht kürzen will. Und nicht kürzen wird. Das ist schade. Denn natürlich hätte er sich dadurch angreifbar gemacht. Aber er hätte Kinski gegenüber die Gnade besessen, damit aufzuhören, so zu tun, als hätte die Diskussion mit ihm direkt nichts zu tun." Allerdings würde Kinskis Leid auch durch einen solchen Schnitt nicht aus der Welt geschafft, glaubt Steinitz: "Leid lässt sich nicht revidieren, indem man alle Spuren des Leids tilgt. Das gilt für die 'normale' Geschichte genauso wie für die Filmgeschichte." Dieser und ähnlich kontrovers diskutierte "Filme sind nicht nur Kunstwerke, sondern auch Dokumente des Fehlverhaltens ihrer Regisseure. Und das sollte man nicht unvergessen machen, indem man es herausschneidet, als sei nix gewesen." 

Außerdem: In der FAZ gratuliert Edo Reents dem Schauspieler Bruce Dern zum 90. Geburtstag. Und nachgereicht: Schon vor einigen Tagen dachte Patrick Holzapfel in einem Filmdienst-Essay über den Gebrauch und die Funktion von Musik im Film nach.

Besprochen werden Alain Gomis' "Dao" (critic.de, SZ), Kilian Armando Friedrichs Putzkolonnen-Drama "Ich verstehe ihren Unmut" (FR, Tsp, unsere Kritik), die restaurierte BluRay-Ausgabe von Jean Rollins Kunst-Horrorfilm "The Living Dead Girl" von 1982 (critic.de), Lutz Pehnerts Porträtfilm "Kommunist" über Egon Krenz (critic.de), Jan Komasas Komödie "Good Boy - Wir wollen nur dein Bestes" (FAZ), Travis Knights Spielzeug-Superhelden-Film "Masters of the Universe" (taz, Welt, Standard), die Amazon-Serie "Spider-Noir" mit Nicolas Cage als Superheld in den 1940er-Jahren (NZZ) und die ARD-Dokuserie "Elf Helden - Ein Albtraum" über die deutsche Teilnahme bei der WM 1994 (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 02.06.2026 - Film

"Es wäre symbolisch richtig, wenn Wim Wenders - ohne jegliche Präzedenz - diese zwei Minuten entfernt", schreibt Hanns-Georg Rodek in der Welt zur aktuellen Debatte darum, ob Nastassja Kinskis im Alter von 13 Jahren gedrehte Nacktszene aus Wenders' "Falsche Bewegung" geschnitten werden sollte, wie die Schauspielerin das zuletzt auch in öffentlichen Wortmeldungen fordert. "Wenders hat tatsächlich die Macht, diesen Schnitt zu tun, er besitzt sämtliche Rechte an all seinen Filmen, er könnte den Streamern vorschreiben, welche Version sie zeigen dürfen. ... Allerdings stellt sich gleich die weitergehende Frage: Was nützt es? Da sind ja noch Zehntausende von DVDs, auf denen die zwei Minuten erhalten bleiben und ohne Mühe ins Netz zurückbefördert werden können. Nichts verschwindet in unserer Zeit mehr endgültig."

In Danylo Mokryks online veröffentlichtem Dokumentarfilm "Inside Russia's System of Torture" erzählen Menschen aus den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine von den Folterungen, die Russlands Schergen der ukrainischen Zivilbevölkerung antun, berichtet Stefan Locke in der FAZ. "Die Menschen in diesem Film haben zwischen zwei Monaten und zwei Jahren in russischer Gewalt verbracht. Es sind Mitarbeiter lokaler Verwaltungen, Lehrer, Priester, und sie stehen stellvertretend für Zehntausende Ukrainer, die seit Russlands Vollinvasion der Ukraine in die Hände der Besatzer gerieten. ... Es ist schockierend und respekteinflößend zugleich, wie diese Menschen, denen äußerlich keine Spuren der erfahrenen Gewalt mehr anzusehen sind, schildern, in welche Abgründe sie nicht nur geblickt haben. Es sind erschütternde Dokumente von Exzessen, die jeden, der fordert, die Ukraine solle sich endlich ergeben, damit 'Ruhe' ist, das Blut in den Adern gefrieren lassen müssten."



Das vor kurzem in Berlin-Wedding wiedereröffnete Kino Arsenal widmet sich in einer Reihe den Filmen von Debra Granik. In ihrem Werk kommen Spielfilm, Dokumentarfilm und Langzeitbeobachtung zusammen. Die Filmemacherin widmet sich "den Randbereichen der US-amerikanischen Gesellschaft", schreibt Esther Buss im Filmdienst: "Außenseiter, Kriegstraumatisierte, Menschen, die von Gefängnisaufenthalten gezeichnet sind oder deren Leben von Sucht und Armut bestimmt ist. Verwitterte Amerikaflaggen und Slogans, die sich angesichts der realen Lebensumstände wie purer Zynismus lesen ('Proud to be an American') sind allgegenwärtig, auch Haustiere (Katzen, Hunde, Vögel, Schlangen) sind eine Konstante. ... Graniks Blick auf gesellschaftliche Strukturen, und das ist für ihr Werk wesentlich, verläuft immer in der Nahsicht auf die individuelle Figur - und über Identifikation. Die Bewegungen dieser Figur sind stets nach vorne, auf eine nahe Zukunft gerichtet, dabei ist die treibende Kraft ihres Tuns nicht die Dynamik von Selbstzerstörung, Resignation und Verfall, sondern Resilienz."

Besprochen werden Erec Brehmers und Benjamin Rosts Dokumentarfilm "Born to Fake" über den TV-Journalisten Michael Born, der jahrelang gefälschte Beiträge produzierte (taz), Kirk Jones' Tourette-Drama "Verflucht normal" (SZ, unsere Kritik), Charles und Daniel Kinnanes Komödie "Solo Mio" (SZ) und die ZDF-Doku "Generation Porno - Was unsere Kinder online sehen" (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 01.06.2026 - Film

Die Feuilletons diskutierten Wim Wenders' Ansprache bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises, bei der der Regisseur auch auf die aktuelle Debatte um eine mögliche Entfernung der Nacktszene der damals 13-jährigen Nastassja Kinski in seinem Film "Falsche Bewegung" von 1974 zu sprechen kam (unser Resümee). Dass Wenders die deutsche Filmbranche dazu auffordert über diesen Wunsch aus Perspektive des Filmerbes zu diskutieren (hier ab 12:47), "war eine erstaunliche rhetorische Volte", findet Michael Hanfeld in der FAZ. "Dafür gab es Beifall im Saal, und man fragt sich, warum. Wim Wenders begeht hier nämlich einen Kategorienfehler erster Ordnung. Hier geht es nicht um die Kunst- und Meinungsfreiheit und nicht ums Filmerbe, es geht nicht darum, sich dem Zeitgeist anzupassen und - was zuletzt vor allem im Fernsehen in Mode kam - woke Verbeugungen im Dienst der politischen Korrektheit zu machen. Hier geht es um die Tatsache, dass ein dreizehn Jahre altes Kind sexualisiert und nackt vor die Kamera gezogen wird. Das war 1974 falsch, und das wäre heute falsch."

Claudia Tieschky ärgert sich in der SZ darüber, dass Wenders mit seiner Ansprache den Eindruck erweckt habe, "als sei eine bedrohliche Zensurbehörde am Werk, die ihn, der ja seinem 29-jährigen Ich keinen Vorwurf für all diese Dinge machen könne, zu einem Eingriff im Sinne des aktuellen Zeitgeistes zwinge. Falls er, Wenders, also diesem Zeitgeist-Zwang nachgebe, suggerierte die Rede, dann sei der deutsche Film geliefert. ... Es war dies nicht weniger als das Wegducken eines sich nachdenklich gebenden Regisseurs vor seiner realen Verantwortung in den imaginierten Opfergestus gegenüber irgendeiner kulturbedrohenden Verbotsmaschine." 

Carolin Ströbele (ZeitOnline) vermisst in Wenders' Statement eine wirkliche Entschuldigung, auch dass hier Zensur wider das Filmerbe drohe, sieht sie eher nicht, da es in der deutschen Filmgeschichte ja kaum Filme gibt, in denen Minderjährige in sexualisiertem Kontext gezeigt werden. Zweifel äußerst sie allerdings daran, ob man besagte Szene wirklich so einfach entfernen kann, ohne den ganzen Film zu zerstören: "Damit würde ein Teil des Films fehlen, auf den sich nachfolgende Szenen beziehen, wie eben die, in der die Hauptfigur Wilhelm Meister mit seiner Freundin Therese (Hanna Schygulla) über Mignon und seine Beziehung zu ihr spricht. Im Grunde ist die gesamte Anlage der stummen Artistin Mignon höchst problematisch, weil sie im Drehbuch von Wenders und seinem damaligen Co-Autor Peter Handke als sogenannte Kindfrau angelegt ist, die ständig körperliche Nähe sucht."

Allgemeine Resümees der Preisverleihung: Trotz zehn Lolas für Mascha Schilinskis "In die Sonne schauen" gab es an diesem Abend "die gesamte Bandbreite des alten weißen Mannes live zu erleben", ärgert sich Jenni Zylka in der taz. In der Welt wiederum erzählt Jan Küveler von seinem Eindruck, "in Deutschland im Jahr 2026 herrsche ein bitterer Generalverdacht der Frauen gegen die Männer". Marius Nobach führt im Filmdienst durch den Abend und die Preisträger.

Weitere Artikel: Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer droht Deutschland mit "Vergeltungsmaßnahmen", sollten US-Streamer tatsächlich per Gesetz dazu gezwungen werden, in den deutschen Film zu investieren, berichtet Helmut Hartung in der FAZ. Die von einer Gruppe deutscher Filmschaffender in Cannes vorgestellte Selbstbeschränkungsmaßnahme Dogma25 (in Anlehnung an Lars von Triers "Dogma '95") "klingt nach einem Hirngespinst von Idealisten", schreibt Denise Bucher in der NZZ, doch "ein wenig Idealismus ist notwendig", denn "das Mainstreamkino überrascht nur noch selten mit Kreativität". Sarah Pines (Welt), Jenni Zylka (taz), Daniel Kothenschulte (FR), Maria Wiesner (FAZ) und Tobias Sedlmaier (NZZ) erinnern an Marilyn Monroe, die heute vor hundert Jahren geboren wurde. Besprochen wird die zweite Staffel der Disney-Serie "Rivals", die beim britischen Publikum bereits mächtig einschlägt (NZZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 30.05.2026 - Film

Michael Hanfeld hat in der FAZ viel Verständnis dafür, dass Nastassja Kinski erwirken möchte, dass ihre im Alter von 13 Jahren gedrehte Nacktszene aus Wim Wenders' "Falsche Bewegung" von 1975 nachträglich entfernt wird (mehr dazu hier). Mit dem NDR hat sich die Schauspielerin bereits geeinigt, dass der "Tatort"-Film "Reifezeugnis", in dem sie ebenfalls einen Nacktauftritt als Minderjährige hat, zumindest "bis auf weiteres" nicht mehr ausgestrahlt wird. Der Sender gibt sich diesbezüglich allerdings sehr schmallippig und will sich inhaltlich dazu auch nicht äußern. "Es ist für die Macher augenscheinlich schwierig, sich auch 50 Jahre später die Frage vorzulegen, ob die Kunstfreiheit alle Mittel heiligt und was daraus folgt, dass man es heute - eigentlich - besser weiß und nicht Kinder sexualisiert und nackt vor die Kamera zerrt. ... Ist das Anliegen der Schauspielerin Nastassja Kinski keine inhaltliche Einlassung wert?"

Wenders selbst sprach die Sache gestern bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises an und beteuerte, dass er solche Szenen heute nicht mehr drehen würde. Wenders wünscht sich eine Debatte, melden die Agenturen: "Aus Kinskis Forderung ergebe sich eine Frage, die 'euch alle' angeht, sagte Wenders an die Filmschaffenden im Publikum gerichtet: 'Wie geht man mit Filmerbe um?' Dürfe und solle man eine Szene schneiden, wenn sie einer Schauspielerin - 'die ich sehr verehrt habe und verehre' - weh tue? Er sei mit dieser Frage ziemlich allein und ratlos, fügte der Regisseur hinzu. Es sei eine moralische Frage. Wenders bat die Deutsche Filmakademie um eine Diskussion zu diesem Thema, insbesondere mit jüngeren Leuten. 'Ich möchte es nicht alleine tragen.' Angenommen, er kürze den Film, dann sei das ein Präzedenzfall, der 'euch alle' treffe. 'Dann ist es bei allen anderen Filmen später möglich.'"

Außerdem: Marie-Luise Goldmann denkt in der WamS über den aktuellen Horrorfilmboom nach - und wie dieser gesellschaftliche Ängste spiegelt. Beim Deutschen Filmpreis hat Mascha Schilinskis "In die Sonne schauen" mit zehn Lolas ordentlich abgeräumt, melden die Agenturen. Diesen "Film, logistisch aufwendig, visuell experimentierfreudig, aber mit einem Schnürsenkel-Budget ausgestattet, dürfte es in der aktuellen deutschen Förderlandschaft eigentlich gar nicht geben", freut sich Andreas Busche im Tagesspiegel. Gunda Bartels (Tsp), Sarah Hines (WamS) und Alina Renner (FAS) erinnern an Marilyn Monroe, die vor hundert Jahren geboren wurde.

Besprochen werden Pedro Pinhos "I Only Rest in the Storm" (FAZ, mehr dazu bereits hier), Kent Jones' "Late Fame" mit Willem Dafoe nach einer Novelle von Arthur Schnitzler (Standard), Alain Gomis' "Dao" (FAS), Simon Ostermanns "Sommer auf Asphalt" mit Christoph Maria Herbst (WamS) und die Netflix-Serie "Legends" (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 29.05.2026 - Film

Vor einer Woche hat Nastassja Kinski in einem SZ-Gespräch erzählt, wie sie seit vielen Jahren versucht, Wim Wenders privat dazu zu bewegen, eine Szene aus dessen Film "Falsche Bewegung" aus dem Jahr 1975 entfernen zu lassen, in der sie als 13-Jährige nackt zu sehen ist (unser Resümee). Insbesondere auch vom Deutschen Filmpreis, bei dem Wenders heute Abend einen Ehrenpreis erhalten soll, herrschte seitdem Schweigen, schreibt Claudia Tieschky in der SZ und "wundert sich, wie das sein kann - angesichts der grotesken Überschreitung aller Grenzen bei der Inszenierung eines nackten Kindes. ... Es ist ein öffentliches Schweigen von Produzenten, Redakteuren, Regisseuren und Schauspielern aller Geschlechter, ein Schweigen, das überhaupt nicht zu erklären ist, so empathisch, offen und zugewandt, wie es heute in der Filmbranche oft zugeht. ... Ist Wim Wenders unantastbar?" Der Film als Kunstwerk hat für Tieschky keine Bedeutung, jedenfalls sagt sie dazu nichts. Kinski hat nun angekündigt, die Entfernung der Szene vor Gericht einzuklagen.

Apropos Deutscher Filmpreis: Künstlerisch lassen sich die Nominierten durchaus sehen, schreibt der Filmproduzent Martin Moszkowicz in der FAZ. Allein, die allermeisten deutschen Filme gehen an den Kassen unter wie Senkblei. Dies habe nicht immer nur mit dem Film an sich zu tun, sondern auch mit historisch gewachsenen, einst sinnvollen, heute aber lähmenden Wirtschaftsstrukturen, bei denen Produzenten erst nach einer sehr, sehr langen Abrechnungskette erste Erträge ihrer Arbeit sehen. Eine Folge: Deutsche Filme kommen kaum mit PR-Budget in die Kinos. "Mein Vorschlag lässt sich in einem Satz zusammenfassen: weniger Filme, dafür vernünftig budgetiert, mit der Herausbringung als festem Bestandteil des Filmbudgets - und mit dem Produzenten als wirtschaftlichem Zentrum des Projekts. ... Er verantwortet das Gesamtbudget, hält die Rechte, bestimmt die Startstrategie mit und ist über die gesamte Auswertungskette am Ergebnis beteiligt. Er muss vom Dienstleister zum Unternehmer werden - so wie der Verleiher vom Unternehmer zum Dienstleister werden muss."

Außerdem: In der Jungle World resümiert Rüdiger Suchsland das Filmfestival in Cannes. Claudius Seidl erinnert in der SZ an Marilyn Monroe, die vor hundert Jahren geboren wurde. Besprochen werden Pedro Pinhos "I Only Rest in the Storm" (Artechock, mehr dazu bereits hier), Kirk Jones' Tourette-Film "Verflucht normal" (FAZ, unsere Kritik), Jean-Pierre Améris' "Ticket ins Leben" (Artechock) und die Amazon-Serie "Spider-Noir" mit Nicolas Cage als Superheld (Welt).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 28.05.2026 - Film

Pedro Pinhos "I Only Rest in the Storm"

Pedro Pinhos "bemerkenswerter und lange nachhallender" Film "I Only Rest in the Storm" handelt von einem Umweltingenieur Sergio (Sérgio Corage), der in Guinea-Bissau einen Umweltbericht zu einem geplanten Straßenbau verfassen soll - es ist ein Film, in dem man immer wieder "als europäischer Betrachter des Films die eigene Perspektive hinterfragen muss", schreibt Patrick Holzapfel im Perlentaucher. "Tatsächlich ist es ein episodischer, bisweilen chaotisch überfrachteter und gerade deshalb so treffender Film, in dem sich prinzipiell untragbare Zustände zu einem Lehrstück über das postkoloniale Wirken im westafrikanischen Land, das bis 1974 eine Kolonie Portugals war, verdichten. ... Wer glaubt, die globalisierten Konflikte unserer Zeit wären zu komplex, um sie filmisch zu fassen, hat sicher Argumente. Pinho traut sich, Bilder und Narrative zu suchen: Bestechungsversuche auf dem Lauftrainer. Ein ineinanderwachsendes Geflecht aus musikalischen Einflüssen. Ein beständiges Oszillieren zwischen Selbsthass, Idealismus, Prinzipien und Gefühlen in den Figuren." tazler Tobias Ostermeier schätzt den Film für "seine Ambivalenz. Er will nichts zu Ende erzählen, keine Partei ergreifen." Und "die Kamera von Ivo Lopes Aráujo ist dabei immer alert, nie rigide, schmiegt sich den Situationen, Körpern, Atmosphären aufmerksam an", hält Ekkehard Knörer auf critic.de fest.

Außerdem: In der NZZ porträtiert Tobias Sedlmaier den Schauspieler Leo Woodall. Besprochen werden Kirk Jones' Tourette-Film "Verflucht normal" (PerlentaucherFR, Standard), Benjamin Rosts und Erec Brehmers Dokumentarfilm "Born to Fake" über den Fernsehfälscher Michael Born (FR, FAZ), Ulrich Köhlers "Gavagai" (Standard, unsere Kritik), Hagai Levis Arte-Sechsteiler "Etty" nach den Tagebüchern von Etty Hillesum, die in Auschwitz ermordet wurde (NZZ, unsere Kritik), der Amazon-Achtteiler "Spider Noir" mit Nicolas Cage als Spider-Man im New York der Vierzigerjahre (taz, SZ, ZeitOnline) und die Netflix-Serie "Achtsam morden" mit Tom Schilling (Welt).
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