Stichwort

Sudan

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Eine Diskussion zur Erforschung afrikanischer Bewegtbildarchive im Forum Expanded

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2015 […] Song of Khartoum, 1950 Gubara, Gründer des Filmstudios Gad, hat von den späten 1940er Jahren bis zu seinem Tod 2007 unzählige Arbeiten - Spielfilme, Werbefilme, Newsreels - realisiert, die viel über Sudans politische und soziale Geschichte erzählen. Das Filmemachen lernte Gubara bei einer kolonialen film unit der Briten. 1956 filmte er den Übergang zur Unabhängigkeit, im Juli 1964 den zweiten Kongress […] in Kairo. 1969 war er als Gründungsmitglied an der Entstehung der Fédération Panafricaine des Cinéastes (FEPACI) beteiligt. Nach dem Putsch von 1989 wurde Gubaras Studio - das erste und einzige in Sudan - enteignet, die neuen Militärmachthaber hatten andere Pläne für das Grundstück. Gubara kam vorübergehend ins Gefängnis und erlitt unter Schock einen Anfall hysterischer Blindheit. Seines Augenlichts […] Von Nikolaus Perneczky

Erde im Blut

Mord und Ratschlag 17.01.2012 […] In seinem vorherigen Roman "Die Stunde der Zeichen" erzählte Bilal - als Jamal Mahjoub - die Geschichte vom Aufstand des Mahdis, jenes religiösen Führers, der die Briten unter General Gordon aus dem Sudan vertrieb, um die rechte islamische Ordnung wiederherzustellen - sehr zur Freude der Sklavenhändler, die die abolistischen Anflüge der britischen Kolonialmacht gar nicht schätzten. Auch im Zentrum von […] iv und Außenseiter Makana beauftragt, seinen verschwundenen Star zu suchen. Als Mann der Vernunft ist er die Gegenfigur zum charismatischen Romario wie zum gewieften Hanafi. Makana war Polizist im Sudan. Als dort die Islamisten an die Macht kamen, hat er nicht mal versucht sich anzupassen, er hätte nicht gewusst, wie man das macht. Sie brachten seine Frau und seine Tochter um und vertrieben ihn aus […] Von Thekla Dannenberg

Hyperaktiver Celebrity-Netzwerker

Essay 28.10.2010 […] aus jungen deutschen Schauspieler/innen/n bestehenden internationalen Cast. Es ist der konzeptionellen Anlage dieses fast reinen Handlungsfilms geschuldet - der Carlos bis zu seiner Depravierung im Sudan Anfang der 90er Jahre als permanenten Durchlauferhitzer und Bewegungsverstärker inszeniert -, dass es praktisch keine Biopic-typischen "Schauspieler-Szenen" gibt - und kaum Möglichkeiten, einer Nebenfigur […] Exil-Communities sozialisierten Bonvivant Carlos folgt der islamistische Asket Bin Laden. Assayas verzichtet am Ende des dritten Teils, als dem ad hoc zum Islam konvertierenden Carlos nur noch der Sudan als Rückzugsort bleibt, auf die verbreitete Spekulation, ob sich die beiden Männer dort vielleicht begegnet sind (auch wenn sie wohl nicht die gleichen Poolpartys frequentiert haben dürften). Carlos […] (Edgar Ramirez) und Khalid (Rodney El-Haddad) beim Überfall auf die Opec-Konferenz Als gesichert gilt, dass der islamische Religionsführer Turabi, der Carlos auch in Assayas' Film das Entree in den Sudan bereitet, seinen Schwiegersohn Osama Bin Laden Anfang 1994 mit dem Ägypter Ayman al Zawahiri bekannt gemacht hat. Eine neue Organisation namens Al Qaida war das Produkt dieser folgenreichen Begegnung: […] Von Simon Rothöhler

Die Globalisierung des Mahdi

Essay 26.02.2010 […] chen Abhandlungen - die das Ende nationalstaatlicher Organisation beschworen und nach einer globalen Neuordnung unter der Ägide eines Weltsouveräns riefen, am liebsten einer UN, in der Staaten wie Sudan, Syrien und Kuba bestimmen, wie viel Freiheit der Mensch erträgt - fanden sich in der Führungsetage der Bewegung Staatschefs ebenso wieder wie Führer terroristischer Organisationen. Denn zum Sozialisten […] Von Alex Feuerherdt, Thomas von der Osten-Sacken, Oliver M. Piecha

Leseprobe zu Tidiane N'Diaye: Der verschleierte Völkermord. Teil 2

Vorgeblättert 15.02.2010 […] g war der Islam, abgesehen von einigen wenigen Völkern und ihren Oberschichten, kaum verbreitet, bis er schließlich über die Sahara hin aus auch die großen westafrikanischen Handelszentren und den Sudan erfasste. Nubien und der obere Nil traten erst später über, während das Christentum nur noch in einigen Regionen Äthiopiens verbreitet war.      Mit zunehmender Ausweitung der muslimischen Kolonien […]

Das Behagen an der Unkultur

Redaktionsblog - Im Ententeich 18.01.2010 […] als einzige Religion den Islam explizit erwähnt (mehr hier).   Der Begriff der Islamophobie dient den 57 Ländern der Organisation - darunter lupenreine Demokratien wie der Iran, Saudi-Arabien, der Sudan - vor allem dazu, einen Gegenbegriff zum Begriff der Menschenrechte zu entwickeln, dessen Anspruch auf Universalität und zugleich Konzentration auf das Individuum sie zutiefst irritiert. Der Mensch […] Demokratien eine weitere Exklusivschuld aufzuhalsen. Was macht es schon, dass in Darfur Nachfahren von Sklavenhändlern, die stolz darauf sind, Nachfahren von Sklavenvölkern zerstückeln und verbrennen? Der Sudan ist ja Mitglied der OIC.   Pascal Bruckner hatte es schon in seinem Artikel zur Durban-Konferenz (auf Deutsch im Perlentaucher) gesagt: "Der Antirassismus ist in der UNO zur Ideologie der totalitären […] Von Thierry Chervel

Trojanows Darfurkrise

Redaktionsblog - Im Ententeich 22.01.2009 […] Sprachrohr der sudanesischen Regierung gemacht und ihre Version über die Geschehnisse in Darfur verbreitet? Der Autor des "Weltensammler" und Mekka-Pilger brachte gestern gute Nachrichten aus dem Sudan: Der Völkermord in Darfur ist gar keiner, und es sind auch viel weniger Menschen gestorben als angenommen, jedenfalls nicht 300.000, wie die UNO sagt - wieviel es nun genau sind, weiß er aber auch nicht […] Trojanow und die Redakteure der taz auf Seite 1 der Google-Ergebnisse hätten finden können: ein Interview mit dem sudanesischen Menschenrechtsaktivisten Salih Mahmoud Osman, der sich mit der Organisation Sudan Organization Against Torture (SOAT) gegen die Menschenrechtsverstöße in Darfur einsetzte. Er macht der SOAT, aber auch dem Amel-Center auf der Website des United States Holocaust Memorial Museum inzwischen […] ganz klar, er spricht weiter unten auch wieder positiv vom Amel Center - nur zeigt sich in dem Interview, dass man nicht auf einem Dach in Khartum sitzen muss um zu begreifen, dass die Regierung des Sudans offensichtlich eine aktive Propaganda betreibt, die Trojanow mit keinem Wort erwähnt. Sein Artikel lässt sich ohnehin nicht als journalistische Arbeit ansehen. Er bringt keine Belege, nennt keine […] Von Thierry Chervel

Jamal Mahjoub: Die Stunde der Zeichen

Vorgeblättert 01.09.2008 […] 10. September 2008 Zur Leseprobe Bestellen bei buecher.de Mehr Informationen zum Buch bei Edition Büchergilde Klappentext: "Die Stunde der Zeichen" erzählt von der britischen Eroberung des Sudans Ende des 19. Jahrhunderts. Das Buch verwandelt die beiden Protagonisten des Konflikts, den islamischen Führer Mohammed Ahmed, genannt Mahdi, und den englischen General Gordon in symbolische Figuren […] Landesbewohner oder als Vertreter der Kolonialmacht der Aufstand beschrieben wird. Zum Autor: Jamal Mahjoub wurde 1960 in London geboren. Die Familie wohnte einige Jahre in Liverpool, bevor sie in den Sudan übersiedelte, die Heimat des Vaters. Dort verbrachte Mahjoub seine Schulzeit am Comboni College, das von italienischen Priestern geleitet wird. Später erhielt er ein Stipendium für das Atlantic College […]

Leseprobe zu Jamal Mahjoub: Die Stunde der Zeichen, Teil 1

Vorgeblättert 31.08.2008 […] August 1881 AUF DEM WINDSCHIEFEN OBERDECK, das er gern als seinen Kommandoposten bezeichnete, saß Mohammed Abu Al Saud Bey, ein berüchtigter Sklavenhändler und der stellvertretende Gouverneur des Sudan, auf einer hochkant gestellten Packkiste, die einst Gewehrmunition enthalten hatte. Über ihm war ein Sonnensegel befestigt, dessen Leinwand die Farbe verblichenen Sonnenlichts angenommen hatte und die […]