Der Glanz alter Zeiten

Quentin Tarantinos "Once Upon a Time in Hollywood" und Harald Reinls "Der Schatz im Silbersee". Im Kino

Raum für Fragen

30.01.2019. Zur Sophie-Calle-Retrospektive im Fotomuseum Winterthur. Fotolot von Peter Truschner

TAGTIGALL

Die 50. Ausgabe

17.08.2019. Am Anfang stand Christian Morgenstern und die Gänseschmalzblume. Das war 2013. Der Aufbruch der Sprache in Klang, Störung und Unsinn ist geblieben. Alle reden derzeit von der Poetisierung des Lebens, viele von der Poetisierung des Netzes. Wir fragten 10 Dichterinnen und Dichter: Wie surft ihr? Wo tummelt ihr euch? Auf was stoßt ihr? Was bleibt hängen, was schaut ihr euch vielleicht wieder und wieder an? Bitte schreibt etwas zu euren Netzbewegungen. Hier die Antworten.
Mehr...

BÜCHERSCHAU DES TAGES

Liegestuhltauglich

17.08.2019. Die Welt streift mit Robert Macfarlane durchs "Unterland" unserer zerstörten Umwelt. Die NZZ liest zwei aktuelle Klassiker der afroamerikanischen Literatur: Richard Wrights "Sohn dieses Landes" und Ralph Ellisons "Der unsichtbare Mann". Die taz vermisst in Ali Ghandours Buch "Liebe, Sex und Allah" über das unterdrückte erotische Erbe der Muslime das erotische Erbe der Musliminnen. Der Dlf amüsiert sich köstlich mit Tom Zürchers Realsatire "Mobbing Dick" über Macht und Geld, Familie und das Schweizer Bankensystem. Mehr...

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU

Kein vorlautes Blech

17.08.2019. Die von Valery Gergiev und den Wiener Philharmonikern aufgepeitschen Musikkritiker kommen "Pace! Pace!" summend aus Verdis tiefschwarzer Oper "Simon Boccanegra". Der taz wird leicht flau beim Gedanken an ein Staats-Musikfestival wie die vom Berliner Senat finanzierte Pop-Kultur. Die FR versinkt selig im 6848 Seiten starken Humboldt-Universum. Die FAZ dankt für die "Ermöglichungsform freien Denkens" in einer Frankfurter Museumsausstellung über das Museum. Mehr...

INTERVENTION

Belohnung für gute Zahlungsmoral

16.08.2019. Donald Tumps Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, droht damit, amerikanische Truppen aus Deutschalnd abzuziehen. Nachzuvollziehen ist daran nur seine Kritik am geringen deutschen Verteidigungshaushalt.  Aber die USA stationieren ihre Truppen in Dueutschland nicht als Serviceagentur - sondern aus geostrategischen Interessen. Mehr...

MEDIENTICKER

Lesen statt wischen

16.08.2019. Aktualisiert: Instagram-Nutzer können Fake News melden - Hongkong: Gewalt gegen Journalisten eskaliert - Deutschland, deine Sendervielfalt & das Radio erlebt als Audio seinen x-ten Frühling - Neben dem Digitalpakt auch einen Lesepakt für die Schulen -  Pilze suchen für die Seele: Der Naturbücher-Hype + Woodstock: Den Optimismus von damals gibt es nicht mehr - Easy Rider: Peter Fonda ist tot + Hör+TV-Tipps fürs Wochenende. Mehr...

IM KINO

Der Glanz alter Zeiten

15.08.2019. Quentin Tarantinos "Once Upon a Time in Hollywood" denkt der Realität die Monster aus und lässt Brad Pitt und Leonardo di Caprio in gewagten Geistervariationen schweben. Harald Reinls Karl-May-Klassiker "Der Schatz im Silbersee" ist zurück in den Kinos und zeigt: Auch Bleichgesichter werden mit den Jahren blasser. Von Nicolai Bühnemann, Janis El-Bira. Mehr...

MAGAZINRUNDSCHAU

Abstrakte Modelle der Differenz

13.08.2019. In Lidove noviny erklärt der rumänische Schriftsteller Vlad Zografi, warum ein Physikstudium alle rationalistischen Illusionen beseitigt. Eurozine stellt eine dreiteilige Doku über rumänische Immigranten in Britannien vor. Der New Yorker versucht zu verstehen, was ein Rassist ist. La Regle du Jeu beschreibt den Bevölkerungsaustausch in Texas. Die New York Times lernt von dem Rohingya Futhu, dass es auch einen Genozid des Verstandes gibt. Und Le Monde diplomatique begreift, warum es in Tunesien so schwierig ist, das Erbrecht zu ändern. Mehr...

FOTOLOT

Raum für Fragen

13.08.2019. Sophie Calle hat neue Strategien gefunden, die Fotografie in künstlerische Projekte einzubinden. Der Preis dafür ist manchmal, dass die Fotos zuweilen bloß illustrativ wirken. Zur Retrospektive der Künstlerin im Fotomuseum Winterthur. Von Peter Truschner. Mehr...

INTERVENTION

Optimale Vorteile

23.07.2019. Angesichts einer neuen rücksichtslosen Machtpolitik, wie sie von Russland und China geführt wird, fordern auch hier einige angebliche "Reaisten", dass sich deutsche und europäische Politik künftig allein nach Interesse richten solle. Das ist magisches Denken. Von Richard Herzinger. Mehr...

FOTOLOT

Luxus, Moral und Absolution

11.07.2019. Die Idee des Werks und erst recht die eines Oeuvres, die über Jahrhunderte hinweg zentral war, verliert heute auffallend an Relevanz. Entstanden ist statt dessen - neben der Kunst für den Markt, der immer neue Rekorde feiert - eine Kuratorenkunst, in der sich die Künstler und Künstlerinnen einem strengen Regime unterwerfen müssen. Aber dann wird die Kunst wieder abgebaut und verschwindet. Der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich im Gespräch. Von Peter Truschner. Mehr...

INTERVENTION

Fortschreitende Selbsterniedrigung

06.07.2019. Wladimir Putin hat kürzlich die Idee des Liberalismus als "überholt" verhöhnt. Allzu viele Reaktionen kamen weder von westlichen Politikern, noch aus der Öffentlichkeit.  Der Impuls für eine Renaissance der westlichen Werte könnte heute von den aufstrebenden zivilgesellschaftlichen Bewegungen in Osteuropa kommen, etwa aus Georgien oder Tschechien - und zwar gerade, weil die dortigen Gesellschaften bereits intensive schlechte Erfahrungen mit der autoritären Regression machen. Von Richard Herzinger. Mehr...

ESSAY

Vielfacher Konsensdruck

03.07.2019. Eines der schlecht gehüteten Geheimnisse Literaturbetriebs ist, dass erst Preise für Preise qualifizieren: Wer einen der namhaften Literaturpreise für sich buchen kann, ist damit generell als Preisträger habilitiert und wird in der Folge immer wieder in die Kränze kommen. Eine Laudatio bietet sich als Vorlage für die nächste an. Für Sponsoren und Juroren entfällt damit das Risiko von Fehlentscheidungen. Und andere Einblicke ins aktuelle Literaturgeschehen Von Felix Philipp Ingold. Mehr...

IN EIGENER SACHE

Der Perlentaucher braucht Ihre Unterstützung

08.11.2018. Wir Perlentaucher sind überzeugt, dass das Netz ein Feuilleton braucht. Wir halten an einer Idee von Kunst fest, die ihren Anspruch nicht aufgibt, und wir wollen eine offene, auch polemische Debatte. Ort dieser Offenheit ist für uns das Internet. Aber es wird immer schwieriger, sich von Werbung zu finanzieren. Mehr...