Was wir Wahnsinn nennen

Raymond Depardons Psychiatrie-Doku "12 Tage" und Ron Sheltons Komödie "Das ist erst der Anfang". Im Kino

BÜCHERSCHAU DES TAGES

Wenig Konkretes, dafür Magie

18.06.2018. Seufzer des Glücks entlockt der FAZ Kai Grehn mit seinem intim-atmosphärischen Hörspiel "Mu!". Schön dünkelhaft findet sie auch, wie Wolfgang Büttner "Frau Jenny Treibel" liest.  Die NZZ verliert ihren Fortschrittsoptimismus, wenn sie bei Hans-Jörg Rheinberger liest, wie Nichtwissen die Universitäten beherrscht. Der SZ gefrieren die Finger beim Blättern durch Stanley Kubricks Fotografien. Mehr...

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU

Zum Mitsingen und Mitklatschen

18.06.2018. In Berlin tagte der große Kongress zur Zukunft der Volksbühne, und die Kritiker erleben wie selten Theater als Wunscherfüllungsmaschinerie. In der NZZ erklärt Teju Cole, wie ein Netzwerk aussieht, das nicht Cyber ist. In der Zeit ruft Tina Uebel: Die politische Korrektheit ist aus dem Ruder gelaufen. Der Standard versucht, sich nicht beim Blick auf Lena Henkes Bilder ertappen zu lassen. FAZ und taz ärgern sich über die Entscheidung der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, das Verfahren gegen Farid Bang und Kollegah einzustellen. Mehr...

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU

Begriff einer neuen Wildnis

18.06.2018. Im Observer kann es Nick Cohen nicht fassen, dass der Einfluss Russlands auf die Brexit-Bewegung von allen Seiten totgeschwiegen wird. In der FAZ fragt Arkadi Babtschenko Reporter ohne Grenzen, ob er sich lieber hätte erschießen lassen sollen als mit dem ukrainischen Geheimdienst zusammenzuarbeiten. Netzpolitik geißelt die Kapitulation der Öffentlich-Rechtlichen vor den Zeitungsverlagen. Die SZ führt uns mit terra0 in den Wald des Anthropozän. Mehr...

MELDUNGEN

Friedenspreis für Aleida und Jan Assmann

12.06.2018. Aleida und Jan Assmann erhalten in diesem Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die beiden Kulturwissenschaftler setzten sich nicht nur unermüdlich mit Frage der Erinnerung und des kollektiven Gedächtnisses auseinander, sondern auch mit Friedensfähigkeit und Wahrheitsanspruch von Religionen. Unter anderem in der Debatte "Monotheismus und Gewalt" im Perlentaucher. Mehr...

MAGAZINRUNDSCHAU

An die eigenen Prügel gewöhnt

12.06.2018. Der New Yorker will nicht mehr über Privatsphäre reden, wenn es um Datenschutz geht, sondern über Freiheit. Binge-Watching funktioniert auch umgekehrt, lernt das New York Magazine beim Datenfresser Netflix. In Ceska pozice ahnt Mark Lilla, warum Amerikas Linke an Kraft verliert. Und La vie des idées blickt auf die Justiz als Schauertheater. epd-Film denkt über politische Korrektheit im Kino nach. Und Le Monde diplomatique lernt beim Truppenbesuch in Mali, dass die Welt aus einem Panzerfahrzeug weder Unschuld noch Anmut besitzt. Mehr...

ESSAY

Zeitfenster in die Wirklichkeit

07.06.2018. Der Comic-Salon Erlangen widmete sich der grafischen Reportage. Die Trennlinie in diesem Genre, das kristallisiert sich heraus, verläuft zwischen dem engagierten Journalismus und der ethnografischen Bestandsaufnahme. Zu entdecken waren aber auch Arbeiten von Dorothée de Monfreid, Paolo Bacilieri und Jeff Lemire. Und vor allem aber lehrt der Comic-Salon Respekt für das Gekritzel, für die Skizze und die erste Reinzeichnung. Von Stefanie Diekmann. Mehr...

FOTOLOT

Lust am Spiel

07.06.2018. Unsere neue Rubrik Fotolot aktuell: Die Kunsthalle Mannheim setzt zur Neueröffnung ganz ohne Risiko auf Jeff Wall. Gabor Arion Kudasz' "Human" ist ein Must Have für Fotobuchfreunde. Außerdem: Fotoworkshops mit Fred Hüning und Todd Hido. Von Peter Truschner. Mehr...

ESSAY

Nur eine Männerfantasie?

06.06.2018. Der heute Abend in der ARD laufende Fernsehfilm "Die Unterwerfung"  distanziert sich durch eine Rahmenhandlung von dem Roman Michel Houellebecqs. Diskutieren wir also mit Hilfe des Films nicht  über die Gefahr der möglichen Islamisierung in Europa, sondern nur über den Opportunismus eines Gescheiterten? Von Necla Kelek. Mehr...

FOTOLOT

Alphabetographie

30.05.2018. Auch wenn viele ihrer Fotos Reportagefotos gleichen, ist Susan Meiselas keine Reportagefotografin. Ihre Kritik an dem Genre ist, dass es Opfer notgedrungen als Opfer zeigt und zu einem Blick  führt, der den Opferstatus mit diesen Menschen unauslöschlich assoziiert. Sie arbeitet über und gegen das Verschwinden. Über drei neue Bücher der Fotografin, die am Samstag bei den Kasseler Fotobuchtagen erwartet wird. Von Thierry Chervel. Mehr...

IMPRESSUM / KONTAKT

Datenschutzerklärung des Perlentauchers

25.05.2018. Zum 25. Mai 2018 tritt die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Auch der Perlentaucher aktualisiert aus diesem Anlass  seine Maßnahmen zum Datenschutz, um den Schutz und die Sicherheit Ihrer personenbezogenen Daten noch mehr zu erhöhen. Hier finden Sie alle Informationen, alle Drittanbieter, mit denen wir zusammenarbeiten, und sämtliche Links zu den Opt-out-Möglichkeiten. Mehr...

ESSAY

Von Feinden umstellt

16.05.2018. Statt es den Populisten gleichzutun und immer nur andere - mit Vorliebe das Internet - für die Krise der demokratischen Öffentlichkeit verantwortlich zu machen, sollte die Mitte auf sich selber blicken. Der Populismus ist älter als das Internet. Auszug aus einer Festschrift zum 70. Geburtstag Winfried Kretschmanns. Von Thierry Chervel. Mehr...