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London

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Auf dem Weg nach Syrien: Rachid Boucharebs 'La Route d'Istanbul' (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 16.02.2016 […] Kraft zusammen, um das Mädchen wenigstens am Telefon bei der Stange zu halten. Das ist großartiges Schauspiel. Aber wie so oft im Kino des algerisch-französischen Regisseurs Rachid Bouchareb, der in "London River" bereits 2009 - und damals noch im Wettbewerb - von einer Mutter im Kampf um ihre Tochter erzählte, weiß man nicht genau, wohin das führen soll. La Route d'Istanbul - Road to Istanbul. Regie: […] Von Thekla Dannenberg

Mutig, schön und schon verboten: Jim Chuchus 'Stories of Our Lives' (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 08.02.2015 […] sehen bekommen. Ein hübsch irritierendes Moment haben sie für sie eingebaut, das allzu viel Selbstgewissheit entgegenwirken soll: In der Episode "Duet" lässt sich ein Kenianer einen Callboy in sein Londoner Hotelzimmer kommen, um endlich mal Sex mit einem Weißen auszuprobieren. Und er stellt fest: Egal was sie essen, irgendwie riechen Weiße so eigenartig. Jim Chuchu: "Stories of Our Lives". Buch: Njoki […] Von Thekla Dannenberg

Die Grenzen enger ziehen

Redaktionsblog - Im Ententeich 28.01.2015 […] Mondal zum akademischen Sittenrichter für die Grenzen von Satire erklärt, dessen gerade publiziertes Buch "Islam and Controversy" vielen in diesem Moment wie gerufen kommt. Mondal, Anglist an der Londoner Brunel-Universität, versucht explizit den von Autoren wie Salman Rushdie und Kenan Malik verfochtenen universalistischen Begriff der Meinungsfreiheit, dem bisher auch westliche Medien anhingen, e […] Von Thierry Chervel

Les armes des citoyens

Redaktionsblog - Im Ententeich 12.01.2015 […] surrender monkeys" legen einen Mut und zivilgesellschaftlichen Geist an den Tag, zu dem sich Amerikaner und Briten nicht haben aufraffen können. Weder nach dem 11. September noch nach dem Attentaten in London oder Boston gab es einen solchen gesellschaftlichen Zusammenschluss zur Verteidigung der freien und offenen Gesellschaft. Gerade die angelsächsischen Länder, die dem Staat so skeptisch gegenüber stehen […] Von Thekla Dannenberg

Zutritt nur mit rotem Pass

Mord und Ratschlag 08.12.2014 […] "London Underground" ist der zweite Roman, in dem Oliver Harris seinen Detective Constable Nick Belsey vom CID Hampstead in halsbrecherischem Tempo durch London jagen lässt. Wie auch schon in "London Killing", in dem Belsey die Prunkwelt der russischen Exil-Oligarchen durcheinanderwirbelte, pfeift Belsey auf alle prozedurale Regeln, auf die ihn Polizeichefs oder das Krimigenre verpflichten könnten […] Eleganz durch Londons Straßen, sondern eher wie eine Flipperkugel, kreuz und quer, kurz trudelnd, aber dann gleich wieder mit so viel Karacho, dass man am besten Autos und Kinder in Sicherheit bringt. Dieses atemlose Schreiben, das eine Szene an die nächste reiht, könnte etwas ermüdend sein, wenn Oliver Harris einen nicht mit seinem tollen Stoff bei der Stange hielte. Mit "London Underground" untergräbt […] nichts einen Maulkorb verhängt bekommt? Besonders schöne Zweifel an der Welt, wie wir sie kennen, streut Harris, wenn er die Geschichte des Centre Point neu schreibt, eines Hochhauses im Zentrum Londons, dem die Regierung allen Bauvorschriften zum Trotz eine Sondergenehmigung erteilte und das der Investor anschließend zehn Jahre leer stehen ließ. Ist es Zufall, dass die rationalistischen Betonbauten […] Von Thekla Dannenberg

Dieses Außerirdische im Sozialen

Außer Atem: Das Berlinale Blog 08.02.2014 […] früheste Film der Auswahl ist "Cathy Come Home", von Loach 1966 im Rahmen des BBC-Fernsehspiels "The Wednesday Play" realisiert. Eine junge Frau irgendwo aus der Provinz sitzt im Bus auf dem Weg nach London. Eigentlich ist es ihr egal wohin, nur raus aus der ländlich-kleinbürgerlichen Beklemmung. In kleinen, charmanten Vignetten erzählt Loach, wie Cathy sich verliebt, heiratet, mit ihrem Mann, einem […] d beheizte Wohnräume aus ihren Bewohnern machen: das ist das eigentliche Thema dieses erschütternden Kolportagestücks, das nach der Reihe in die Slums, Wagenburgen und staatlichen Auffanglager von London führt. Loach filmte an Originalschauplätzen und, so stelle ich mir vor, in Zusammenarbeit mit den Anrainern, deren Geschichten mitunter ins Drehbuch eingelassen wurden oder sich schlicht als nicht […] Von Nikolaus Perneczky

Unbeschnitten: Kutlug Atamans 'Kuzu' (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 07.02.2014 […] Fünfzehn Jahre nach seiner deutsch-türkischen Coming-Out-Geschichte "Lola und Bilidikid" ist der inzwischen in London lebende Künstler und Filmemacher Kutlug Ataman wieder im Panorama vertreten. Auch wenn "Kuzu" (Das Lamm) manchmal wie eine verfilmte Feuilletondebatte erscheint, erzählt er doch in sehr schönen Bildern eine berührende Geschichte von Tradition und Emanzipation vor dem Panorama des […] Von Thekla Dannenberg

Magazinrundschau: die besten Artikel 2013

Redaktionsblog - Im Ententeich 24.12.2013 […] Opposition versucht, eine Miniwelt für sich selbst zu schaffen, einen Ort, der nicht durch die Einmischung des Kremls kontaminiert ist. Ich finde das unglaublich und sehr inspirierend." Außerdem: Für die London Review of Books liest Ian Penman Richard Weights Buch über die Subkultur der Mods, die ab den späten 50ern mit Jazz, Sartre, Amphetaminen und smarter Kleidung Popkultur und Existenzialismus miteinander […] Oder doch? Der amerikanische Reporter Seymour Hersh hat ein paar Fakten zusammengetragen, die er am Ende in keiner amerikanischen Zeitschrift unterbringen konnte, sondern nur in einer britischen, der London Review of Books: Bisher galt als ziemlich sicher, dass Bashar Assad für den Giftgas-Einsatz in Syrien verantwortlich war, denn nur sein Regime habe überhaupt die Mittel dazu besessen. Doch Hersh meldet […] waren. Aber diese Art von Konflikt sei unnötig gewesen. Darin lag der Fehler." Im April starb eine der meistbewunderten und -gehassten Politikerinnen Europas, Britanniens Margaret Thatcher. In der London Review of Books sucht Iain Sinclair ihre Beerdigungszeremonie nach "Symbolen und Omen" ab und zeichnet dabei ein aasiges Bild: "Selten sah man ein solches Alice-im-Wunderland-artiges Getöse lokaler […] Von Thekla Dannenberg, Anja Seeliger

Prism 3: Was geht mich das an?

Redaktionsblog - Im Ententeich 25.06.2013 […] sind auch schlechte Nachrichten für uns, wenn nur die Mächtigen ihre Sicht der Welt verbreiten dürfen. Vor einer Woche kam heraus, dass die britische Regierung die Mitglieder des G20-Gipfels 2009 in London abhören ließ, um sich einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen. Am Freitag kam heraus, dass der britische Geheimdienst in noch größerem Maßstab als selbst die NSA abhört, indem er die transat […] Von Anja Seeliger

Auf dem Rücken des Nachbarn

Redaktionsblog - Im Ententeich 04.04.2013 […] Marga?ski, breitete auf der Homepage der Botschaft aus, was alles in dem verzerrten Bild der Armia Krajowa (immerhin die größte Untergrundarmee im deutschbesetzten Europa, die der Exilregierung in London unterstand) unterschlagen wurde. Und die liberale Gazeta Wyborcza, die daheim im Dauerclinch mit den national-konservativen Pappenheimern im Lande liegt, titelte treffsicher: "Wer bringt den Deutschen […] Von Adam Krzemi?ski

Stocken und Scheitern: Zum Werk von Claude Lanzmann

Außer Atem: Das Berlinale Blog 08.02.2013 […] Claude Lanzmann und Jan Karski, "Le rapport Karski" Den anderen Botenbericht erstattet der katholische Widerstandskämpfer Jan Karski, ein Pole, der von der Untergrundregierung entsandt wurde, in London und Washington um Hilfe für das besetzte Land zu ersuchen. Der Bericht, den er über die katastrophale Lage der polnischen Juden abgab (und der in Gesprächspartnern wie dem amerikanischen Präsidenten […] Von Nikolaus Perneczky

Das ist also Reichtum

Mord und Ratschlag 14.05.2012 […] e in Edinburgh oder Nottingham als für die vermögende Kundschaft von Harrod's. Es gibt nur wenige Krimis, die in London spielen, gemordet wird in England gemeinhin auf dem Land und in der Bibliothek. Oliver Harris stößt mit seinem Thriller "London Killing" nun mitten hinein in Londons Herz, in die City. Dabei folgt er der Devise "In ein Abenteuer zu stolpern, zeugt von großer Inkompetenz", seinen […] Keine Stadt der Welt zieht so viele Abenteurer und Glücksritter an wie London. Russische Oligarchen, saudische Scheichs und indische Magnaten tummeln sich in dieser Stadt, deren Zehntausende von Überwachungskameras jeden Kleinkriminellen im Blick haben, aber Waffenhändler, Kriegsverbrecher und abtrünnige Agenten nicht so genau ins Visier nehmen, wenn sie ihr Geld nur schön in der City anlegen oder […] Abdul Aziz. Mit deren Geld lässt sich natürlich viel vornehmer zocken als mit dem bisschen Polizistengehalt, das er früher verprasste. Harris lässt Belsey auf einer gewaltigen Tour de Force durch Londons sinistre Finanzwelt jagen, auf der dem aus dem Ruder gelaufenen Detective keiner seiner gehässigen, aber einfallslosen Kollegen folgen kann. Die Jagd endet in einem grotesk überdimensionierten Finale […] Von Thekla Dannenberg

Einäugige und Halbblinde

Außer Atem: Das Berlinale Blog 19.02.2011 […] zweiäugiger Meister im Feld. Ich persönlich hatte Bela Tarr, einen der letzten großen Autorenfilmer alter europäischer Prägung, nach seinem tief ins Kunstgewerbe gesackten letzten Film "A Man From London" eigentlich schon abgeschrieben. Mit seiner Nietzscheanischen Welterlöschungsgeschichte "A Turin Horse" (Kritik) ist ihm nun aber doch noch ein grandioser selbsterklärter Schlusspunkt unter eines der […] Von Ekkehard Knörer

Psychodama als Kammerspiel: Jonathan Sagalls 'Odem'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 18.02.2011 […] allerdings nicht im Lot ist, erfährt man nur nach und nach, Scheibchen für Scheibchen, in einer mehr aufwendigen als ertragreichen Rückblendenstruktur. Vor dreizehn Jahren kamen beide aus Ramallah nach London und verdrängten, eine Zukunft im ersehnten Wohlstand erhoffend, ihre palästinensische Herkunft. Beide sprechen gut Englisch und bei der etwas unheimlichen, unterschwellig Richtung Psychothriller weisenden […] Von Ekkehard Knörer