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Journalismus

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Ein Wald aus Verboten

Redaktionsblog - Im Ententeich 29.01.2015 […] Worte. Literaturkritikerin Iris Radisch widersetzte sich und zeigte dann doch drei Karikaturen. Aber das ist alles nichts im Vergleich zu einer Intervention der al-Azhar-Universität des westlichen Journalismus. Wenn die New York Times eine Fatwa erlässt, laut der es nicht opportun ist, Mohammed-Karikaturen und andere drastische Cartoons von Charlie Hebdo zu veröffentlichen, hat das einen Einfluss auf […] Von Thierry Chervel

Warum ich die Krautreporter unterstütze

Redaktionsblog - Im Ententeich 03.06.2014 […] 15 Jahre bewegen mich, die Krautreporter zu abonnieren: 1. Das Internet ist die Öffentlichkeit 2. Es gibt keine Ökonomie der Information 3. Es geht um die Zukunft der Öffentlichkeit, nicht des Journalismus 4. Wir müssen über die Öffentlich-Rechtlichen reden Zu 1: Verschiedene Ereignisse haben in den letzten Monaten bewiesen, dass es keine Öffentlichkeit jenseits des Internets gibt. Die Geheimdienstaffäre […] die Krautreporter systematisch mit Paywall agiert, hätte ich sie wohl nicht unterstützt. Das World Wide Web existiert seit zwanzig Jahren. Niemand hat mir in dieser Zeit vorgeführt, dass sich Journalismus refinanzieren kann, jedenfalls nicht im Sinne eines profitablen Geschäftsmodells. Die jüngsten Diskussionen in der New York Times, die als globales Medium eine sogar erfolgreiche Paywall hat, machen […] eigene Präzeptorenrolle. Diese Präzeptoren spielen ihre Hauptrolle in der aufgeklärten Öffentlichkeit mit immer weniger Überzeugungskraft. Die Hauptfrage ist nicht, wie sie suggerieren, ob der Journalismus eine Zukunft hat, sondern wie Gesellschaften sich eine freie und reichhaltige Information organisieren. Das offene Netz ist heute der einzige denkbare Ort einer breiten Öffentlichkeit. Hauptimpulse […] Von Thierry Chervel

Wenn Springer bezahlt, um verkaufen zu können

Redaktionsblog - Im Ententeich 25.07.2013 […] heute ist klar: Der Chef von Europas größtem Zeitungshaus glaubt nicht mehr an das eigene Produkt. Glaubt nicht mehr an eine Zukunft für die meisten seiner Redaktionen, glaubt nicht mehr daran, dass Journalismus auf lange Sicht noch profitabel sein kann." Der Journalist und Medienberater Karsten Lohmeyer wendet sich in seinem Blog an die lieben Kollegen: "Was bedeutet das nun für uns Journalisten? Nun […] Von Thierry Chervel

Der Medienwandel als interne Revolution

Redaktionsblog - Im Ententeich 11.04.2013 […] es, zum Problem. Aber so recht Blumencron hatte: Das Dilemma, vor dem Georg Mascolo und er standen, war universell, und es ist bisher noch durch kein einziges Medium gelöst worden. Wie soll man Journalismus unter digitalen Bedingungen refinanzieren? Die deutschen Medien laufen zur Zeit der von der New York Times vorgegeben Parole des "Metered Model" hinterher: Stammnutzer werden hineingezogen und sollen […] dass sie nicht auch noch Zeit haben zu twittern (nur eine Formel, um die Schwellenangst zu kaschieren), aber auch die Online-Leute können vom Print natürlich eine Menge lernen: nämlich all das, was Journalismus einmal war und neu werden muss, Streit, Recherche, Inszenierung. Warum haben so wenige Leute aus dem Print die neuen Möglichkeiten einmal ausprobiert? Warum haben die prominentesten Namen nicht […] Revolution vollziehen. Erst dann kann er wieder als ein mächtiges Medium agieren, allerdings vor einem weiterhin unsicheren Hintergrund, in dem die größte Frage – ob es überhaupt ein Geschäftsmodell für Journalismus gibt – noch längst nicht beantwortet ist. Thierry Chervel twitter.com/chervel […] Von Thierry Chervel

Sendeschluss

Redaktionsblog - Im Ententeich 02.12.2012 […] ihrer Krise. Sie klopfen sich selbst auf die Schulter. Der Journalismus hat Zukunft, versichern sie sich gegenseitig. Zwar sinken Auflagen und Einnahmen seit Jahren, und die Leserschaft altert. Aber die Hierarchen rufen sich zu: Wir hätten unseren Journalismus nur zahlbar machen müssen, dann würde es wieder laufen. Als sei ihr Journalismus nicht stets zahlbar geblieben! FAZ, SZ und die meisten anderen […] ihr Journalismus überlebt, beharren sowohl die Politiker als auch die öffentlich-rechtlichen Sender auf dem alten Sender-Empfänger-, Volksbeglücker- und Torwächter-Modell, das sie in einer viel agileren, unübsersichtlicheren, aber auch weitaus autonomeren Öffentlichkeit schon jetzt in den Bedeutungsverlust führt. Die Frage ist also, wie sich die Idee eines öffentlich-rechtlichen Journalismus im Zeitalter […] notwendige Gut der Information und der öffentlichen Auseinandersetzung hervorgebracht hat. C.W. Anderson, Emily Bell and Clay Shirky machen in ihrem Papier über den "postindustriellen Journalismus" glaubhaft, dass Journalismus noch nie aus sich heraus profitabel war. Für einige Jahrzehnte überlebte er in einer Ökonische mit Anzeigen und Rubrikenmärkten, die sich jetzt effizientere Kontexte gesucht haben […] Von Thierry Chervel

Robin Meyer-Lucht

Redaktionsblog - Im Ententeich 22.09.2011 […] war Medienberater, aber das heißt nicht, dass er den Medien die Wahrheit ersparen wollte. Eine große Rede Mathias Döpfners über die Zukunft des Journalismus würdigte er im Virtualienmarkt zwar – immerhin hatte eines der Alphatiere des deutschen Journalismus mal über den Medienwandel nachgedacht -, um sie dann aber mit seinem intellektuellen Chirurgenbesteck zu zerlegen. Besonders wichtig, war sein Punkt […] Von Thierry Chervel

Wikileaks' Julian Assange verhaftet

Redaktionsblog - Im Ententeich 07.12.2010 […] Interview." Julian Assange selbst schreibt heute in The Australian: "WikiLeaks hat einen neuen Typ Journalismus geprägt: wissenschaftlichen Journalismus. Wir arbeiten mit anderen Medien zusammen um Neuigkeiten zu überbringen, aber auch um zu beweisen, dass diese Neuigkeiten wahr sind. Wissenschaftlicher Journalismus erlaubt es einem, eine Nachricht zu lesen und dann online zu klicken, um das Originaldokument […] Von Anja Seeliger

Hyperlokale wunde Punkte

Redaktionsblog - Im Ententeich 28.09.2010 […] mittlerweile zur Normalität gewordene Abhängigkeit dieser Tageszeitung von Interessen der örtlichen Wirtschaft und der Politik; dies steht im offensichtlichen Widerspruch zu unabhängigem und kritischem Journalismus. Trotzdem bilden gerade in Gegenden, wo das Einzugsgebiet einer einzelnen Tageszeitung sehr hoch ist, diese das von individuellen Interessen bestimmte Meinungsmonopol. Mit Bloggern wie Stefan […] Von Lara Brünjes

Fantasie über die Zukunft des Schreibens

Redaktionsblog - Im Ententeich 14.03.2010 […] aus "dem Buch", "dem Journalismus" und am Ende vielleicht sogar "der Literatur" werden wird. Die Zukunft ist ja längst angebrochen. Das Netz hat Formen von Text hervorgebracht, die ohne es nicht existieren könnten, zum Beispiel das Blog und das Wiki, also eine extrem individualistische und eine extrem kollektive Art des Schreibens. Diese Formen können Funktionen des Journalismus wie die der Kritik oder […] oder der Information übernehmen, ohne Journalismus zu sein. Wer nach der Zukunft des Journalismus fragt, ist also gezwungen über diese Formen des digitalen Schreibens nachzudenken, die ihn untergraben, vielleicht sogar ersetzen könnten. Ein Beispiel: Während des Georgienkrieges vor zwei Jahren kursierten in den Medien und im Netz unterschiedliche Versionen des Geschehens, eine prorussische und eine […] grollen. Sie haben sicherlich nicht immer in der Realität, aber der Möglichkeit und dem Anspruch nach, den gleichen Willen zu Wahrhaftigkeit und Aktualität wie Journalismus. Sie greifen journalistische Information auf. Aber sie sind kein Journalismus. So wie sie, schon wegen ihres Echtzeit- und stets offenen Charakters auch keine Artikel einer Enzyklopädie sind. Und doch haben sie sich an die Stelle der […] Von Thierry Chervel

Rupert Murdoch - die Kapitulation

Redaktionsblog - Im Ententeich 07.08.2009 […] traditionellen Zeitungsformaten Lichtjahre entfernt sind. Das Blog The Lede war dafür ein Beispiel, auch die Iran-Blogs der Huffington Post, des Guardian oder von Andrew Sullivan waren Sternstunden des Journalismus. Ein anderes Beispiel ist die Wikipedia, die ja beides zugleich ist: immer auf dem neuesten Stand, und immer perspektivisch. Es ist darum kein Wunder, dass Google News ausgerechnet die Wikipedia […] Von Thierry Chervel

Die vierte Gewalt ist jetzt im Netz

Redaktionsblog - Im Ententeich 01.07.2009 […] unverzichtbar für die Demokratie. Das ist Unsinn. In Sachen Berichterstattung über das Internet ist die Presse weithin keine vierte Gewalt mehr, sondern ein Lobbyist, der sich unter dem Deckmantel des Journalismus dem Staat andient. Burdas Text in der FAZ, in dem er Leistungsschutzrechte und noch eine ganze Menge anderer Rechte für die Zeitungsverlage verlangte, ist völlig unverständlich, wenn man nicht […] Von Anja Seeliger

Zeitungskrise und kein Ende

Redaktionsblog - Im Ententeich 27.02.2009 […] wie die Musikindustrie sie durch Apple hinnehmen musste? Ausgelöst durch die Horrormeldungen über bankrotte Zeitungen kochte in den USA in den letzten zwei Monaten die Debatte um die Zukunft des Journalismus hoch. Den Anfang machte Joel Brinkley von der Stanford University, der vorschlug, die Zeitungskonzerne sollten sich zusammenschließen und alle für ihre Inhalte Geld verlangen. Hier die wesentlichen […] sehr selten zweimal lesen. - iTunes ist ein gefährliches Vorbild, denn es zeigt, wie Apple den Musikverkauf quasi monopolisieren und die Preise diktieren konnte. Will man das wirklich auch für den Journalismus oder Bücher? Dass Amazon mit seinem Kindle auf dem besten Weg ist, sich zu einem Monopolisten für elektronische Inhalte zu entwickeln, der Verlage und Leser gleichermaßen beherrscht, beschreibt […] Von Anja Seeliger

Rettet den Journalismus, nicht die Presse

Redaktionsblog - Im Ententeich 26.02.2009 […] Der Journalist und Hochschullehrer Daniel Sinker ist nicht beeindruckt von den Vorschlägen zur Rettung des Journalismus, die er auf einer Konferenz in Chicago zu hören bekam. Vor allem, weil es dabei nicht um die Zukunft des Journalismus, sondern um die Zukunft des verlegerischen Establishments ging, schreibt er in der Huffington Post. Dieses Establishment will sich mit einem an iTunes angelehnten […] Von Anja Seeliger