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Gus van Sant

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Emotional strapazierende Offenbarungen (Pressespiegel)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 21.02.2018 […] eine emotionale Strapaze. Aber seine vierstündige Moritat ist auch eine Offenbarung." Weitere Besprechungen: critic.de, Welt, Berliner Zeitung und NZZ. Joaquin Phoenix im neuen Film von Gus van Sant Gus van Sants "Don't Worry, He Won't Get Far on Foot" über den Cartoonisten John Callahan mangelt es an "erzählerischer Wucht", meint Thekla Dannenberg im Perlentaucher. Und das, obwohl es reichlich Material […] und Wut, wenn er mit seinem Elektrorollstuhl kopfwackelnd in Höchstgeschwindigkeit über den Bürgersteig braust." In der Berliner Zeitung freut sich Philipp Bühler über diese Wiederbegegnung mit Gus van Sants "tröstendem Seelenkino". Von solcher Freude wenig zu spüren ist bei critic.de-Kritiker Till Kadritzke: Er sah einen Film, "der in der Art, wie er uns von einem Element zum anderen führt, ein bisschen […] Joaquin Phoenix wäre "dieser Film vielleicht ein besserer gewesen." Grandios fand allein taz-Kritiker Andreas Fanizadeh den Film. Warum? "Man darf in diesem Film lachen, aber auch weinen. Typisch Gus Van Sant, wie er dabei auch die emotionale Unverstelltheit Jugendlicher leise feiert." Für die taz war Viktoria Morasch bei der Pressekonferenz zum Film, bei der sich Joaquin Phoenix (der kurz zuvor draußen […] Von Thomas Groh

Tut nicht weh: Gus van Sants "Don't Worry, He Won't Get Far on Foot" (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 20.02.2018 […] dem Massaker des Norwegers Anders Breivik ein gewaltiges Schockerlebnis macht. Für "Elephant" bekam Gus Van Sant in Cannes 2006 die Goldene Palme, dennoch entfachte er eine ähnliche Debatte wie jetzt Poppes "Utoya": Darf man aus einem solchen Gemetzel Kino machen? Muss man ihm Sinn geben? Gus Van Sants aktueller Film "Don't Worry, He Won't Get Far on Foot" läuft im Wettbewerb, obwohl er bereits beim […] In seinen besten Filmen hat Gus Van Sant immer von Außenseitern erzählt. In "Mala Noche" und "My Own Private Idaho", und natürlich in "Elephant", seiner leisen Antwort auf das Massaker an der Columbine High School. Darin porträtiert er einfühlsam die Teenager einer High School in seiner Heimatstadt Portland, die am Ende von zwei schießwütigen Rechtsradikalen ermordet werden. Es ist der diskrete, poetische […] den Glauben an die höhere Macht predigt. Wie sein torkelnder Protagonist, schwankt der Film vor und zurück, steigt auf und ab, kreist um sich selbst, auf der Suche nach dem guten Kern in sich. Gus van Sants scheint sich noch nicht ganz aus seinem aktuellen Formtief gehievt zu haben. Er erzählt die Geschichte des boshaften Säufers, der auf den richtigen Weg des boshaften Cartoonisten gebracht wird, […] Von Thekla Dannenberg

Schmutzige Scheiben: Gus van Sants 'Promised Land' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 08.02.2013 […] Wahrheit, wenigstens für einmal. Es hat was von einem Märchen. Junge, komm bald wieder, bald wieder nach Haus'! Aber, ach, wirklich böse sein kann man dem Gespann Gus van Sant/Matt Damon dafür nicht. Thomas Groh "Promised Land". Regie: Gus van Sant. Mit Matt Damon, John Krasinski, Frances McDormand, Rosemarie DeWitt, Hal Holbrook u.a., USA 2012, 106 Minuten. (Vorführtermine) […] Wo man hinschaut: schmutzige Scheiben. Oft dreht Gus van Sant durch Scheiben hindurch, so dass man die Schlieren auf dem Glas sieht. Oder das Licht auf der Frontscheibe eines Autos reflektiert so, dass Matt Damon dahinter nur schemenhaft erkennbar ist. Ein Kontrast zu den weiten Panoramen oder den aus einiger Höhe aufgenommenen Gottesperspektiven: Hier, wo die USA am amerikanischsten sind, im Hinterland […] unter schönen Versprechungen versteckten Gemeinheiten den nötigen Schmier und Flutsch gibt, qualifiziert ihn wohl im besonderen Maße für diesen Job. Es bleibt nicht allein bei diesem Winkelzug. In Gus van Sants zwischen schwerer Autorenkunst und umschmeichelndem Middlebrow-Arthouse gespaltener Filmografie fällt "Promised Land" eindeutig in die zweite Kategorie. Es gibt kleine Spitzen ins Experimentelle […] Von Thomas Groh