Stichwort

Angela Schanelec

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Die gesprochenen und ungesprochenen Worte - der Berlinale-Pressespiegel

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2019 […] Traumwandlerische Sicherheit: "Ich war zuhause, aber" Geht es nach dem Kritikerinnenspiegel von critic.de, dann liegt mit Angela Schanelecs Wettbewerbsfilm "Ich war zuhause, aber" der erste ganz große Konsens-Bärinnenfavorit vor. Ekkehard Knörer schwärmt in der taz von einem "ungefügen, aus allen Fugen strebenden Film", der bereits im Titel auf Ozu anspielt und in dem "die Dinge, die Szenen, die […] die Körper, die gesprochenen und ungesprochenen Worte eigenständig nebeneinander stehen." Dem Film eignet eine "traumwandlerische Sicherheit, mit der Angela Schanelec den Worten, den Bildern, dem Schweigen, den Körpern die Freiheit lässt, sich zu binden und auch sich zu lösen." Sehr schön findet Michael Kienzl auf critic.de das Schauspiel: Der Film legt "die tiefe Melancholie der Figuren ebenso offen […] Von Thomas Groh

Jenseits des Fröhlichkeitsdiktums

Im Kino 27.04.2017 […] zwischen Unabhängigkeit und Abhängigkeit, Unsichtbarkeit und Sichtbarkeit, zwischen Träumen und Wachen hat Angela Schanelec mit ihrem parataktischen Perforieren der Wirklichkeit auf beglückende Art ausgelotet. Friederike Horstmann Der traumhafte Weg - Deutschland 2016 - Regie: Angela Schanelec - Darsteller: Miriam Jakob, Thorbjörn Björnsson, Maren Eggert, Phil Hayes - Laufzeit: 86 Minuten. --- Jim […] Angela Schanelecs Filme provozieren und polarisieren. Sie verzichten auf eine etablierte Erzähllogik, entwickeln ihre Stoffe aus Beschränkung an Opulenz, aus wenig Bewegungen der Kamera und Körper, aus vielen starren Einstellungen und spärlichen Dekors. Dass der Asketenexzess einen Reichtum der Erfindung freilegt, zeigt ihr neuer Film "Der traumhafte Weg". Er folgt einem fragmentarischen Verfahren […] Von Patrick Holzapfel, Friederike Horstmann

Das ganze Vokabular des Bewegungsfilmens

Außer Atem: Das Berlinale Blog 19.02.2010 […] gedreht hat: Rudolf Thome.) Die drei erwähnten Vorschneider-Filme, die die Berlinale in diesem Jahr zeigt, sind Benjamin Heisenbergs "Der Räuber" (der einzige herausragende Beitrag im Wettbewerb), Angela Schanelecs "Orly" und Thomas Arslans "Im Schatten" (beide im Forum). Dass sie sich einen Kameramann teilen, heißt aber gerade nicht, sie wären in ihrem Stil kaum unterschieden. Das Gegenteil ist wahr und […] Bewegungsfilmens perfekt. Er kann Tempo machen, Harren ins Bild setzen, Zögern, er kann die Figur in der Bewegung empathisch begleiten und er kann sie mit der Kamera hetzen. Die zu Beginn von Angela Schanelecs "Orly" (Kritik) in einer sich nach und nach erst erschließenden Kreisbewegung gefilmte Figur lässt der Film vorläufig wieder fallen. Wie in einem Rondo schließt dieser Auftakt ohnehin ebenso an […] Von Ekkehard Knörer

Videos: Trockener Sommer, Schanelec

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2010 […] ie) Registrierung. Die allerdings ist, auch angesichts des kostenpflichtigen, aber leistbaren und vor allem exquisiten Angebots, unbedingt zu empfehlen. === Noch mehr Videomaterial: Über Angela Schanelecs "Orly" (Forum) kann man trefflich geteilter Meinung sein. Anja Seeliger verließ den Saal, Lukas Foerster hingegen spricht eine Empfehlung aus (ich selbst so inbetween: erste Hälfte Quälerei, dann […] Von Thomas Groh

Eine weitere Möglichkeitsdimension: Angela Schanelecs Orly

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2010 […] die Tonspur eine Handvoll fein gedrechselter Dialoge aus den Soundscapes Orlys. Angela Schanelecs Bilder wie Töne stellen die Frage nach dem Verhältnis von Freiheit (der Welt, die ihre eigenen Regeln hat) und Kontrolle (durch die Regie), um die man im Kino nie herum kommt, noch einmal grundsätzlich neu. Angela Schanelec: "Orly". Mit Josse de Pauw, Bruno Todeschini, Natacha Régnier, Mireille Perrier […] im Gegenteil etwas Zurückhaltendes, dezidiert Unaufdringliches, wie in den Filmen Hou Hsiao-hsiens, der ganze Melodramen aus weiter Entfernung und durch enge Türöffnungen hindurch gefilmt hat. Angela Schanelec nutzt das Teleobjektiv in ihrem neuen Film wiederum völlig anders. Nach zwei kurzen, einführenden Szenen gelangt der Film nach Paris-Orly, auf den zweitgrößten Flughafen der französischen […] Von Lukas Foerster

Ibrahim liegt hier nicht: Mohamed Al-Daradjis 'Son Of Babylon'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2010 […] "Son of Babylon" ist ein kleines Wunder. Kein bebender Entwicklungshilfebericht, sondern ein wunderbarer, quasi neorealistischer Film über ein zerstörtes Land, der dennoch mehr Witz hat als Angela Schanelecs "Orly". Das liegt auch an Hauptdarsteller Yassir Taleeb, der bei den Dreharbeiten 2003 12 Jahre alt war, also genauso alt wie Ahmed im Film. Er ist frech und so gewitzt, wie nur irgendein 12-Jähriger […] aus dem Bilderbuch und einige wunderbare Gesichter junger Männer. (Ekkehard Knörers ausführliche Kritik zum Film her) In der kleinen Buchhandlung im Cinemaxx kaufe ich mir, um die Wartezeit zu Angela Schanelecs "Orly" zu unterbrechen, Werner Herzogs Tagebuch über die Dreharbeiten zu "Fitzcarraldo" und versinke eine gute Stunde in Herzogs Beschreibung des Dschungels, der Streitereien, der Unfälle. Einmal […] dauernden Operation sagte sie immer wieder 'Thomas, mi amor' zu ihm, während der Patient sich in sein Schicksal ergab. Ich empfand für beide, wie ich sie vor mir hatte, eine tiefe Zuneigung." Angela Schanelecs "Orly" hat mich fast von der ersten Sekunde an abgestoßen. In einer der ersten Szenen telefoniert ein Mann mit einer Frau, die wohl einmal seine Geliebte war. Es ist ein trauriges Gespräch, denn […] Von Anja Seeliger

Laboratorium für den Mainstream

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2010 […] Nationalkinematografie zu Nationalkinematografie, ohne, dass die Dringlichkeit, genau dieses Kino zu genau diesem Zeitpunkt präsentieren zu müssen, noch hinreichend kommuniziert wird. Thomas Arslan, Angela Schanelec, Philip Scheffner Ausgerechnet das Jubiläumsprogramm "40 Jahre Forum", Berliner Kinogängern vielleicht schon aus dem letzten Sommer bekannt, hat Teil an dieser bedauerlichen Entwicklung. Eine […] Programm genommen wurde; allerdings kam dann im restlichen Filmjahr nicht allzu viel in die Kinos, das sich als Alternative aufgedrängt hätte. Dieses Jahr hat das Forum mehr Glück: Mit Thomas Arslan, Angela Schanelec und dem Dokumentarfilmer Philip Scheffner haben gleich drei der interessantesten deutschen Regisseure der Gegenwart neue Filme am Start. Vor allem angesichts von Arslans großartiger Genrevariation […] Von Lukas Foerster

Berlinale 8. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2009 […] aber eher hohlem Beitrag reist Benno Fürman als Geschäftsmann durch die Welt). Der Rest darf raus aus der Klammer, weil er Interessantes versucht und weil es mehr oder minder auch gelingt. Mit Angela Schanelecs "Erster Tag" eröffnet der Film. Ein Gedicht in ruhigen Bildern, statischen Einstellungen, Berlin am Morgen, Menschen, die früh auf sind und dann, kurz sind fast aggressive Streicher zu hören, […] 09, 13 kurze Filme zur Lage der Nation. Regie: Fatih Akin, Wolfgang Becker, Sylke Enders, Dominik Graf, Martin Gressmann, Christoph Hochhäusler, Romuald Karmakar, Nicolette Krebitz, Dani Levy, Angela Schanelec, Hans Steinbichler, Isabelle Stever, Tom Tykwer, Hans Weingartner. Deutschland 2009, 151 Minuten (Alle Vorführtermine) Dokumentiert das Leben in den Bergen Montanas aus der Perspektive eines […] Von Thekla Dannenberg, Lukas Foerster, Ekkehard Knörer

Berlinale 5. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2007 […] n 2006, 92 Minuten (Wettbewerb außer Konkurrenz) Radikal solidarisch: Angela Schanelec: Nachmittag (Forum) Das erste Bild, eine starre Einstellung: Ein Blick von einer Theaterbühne hinaus, auf die Zuschauerränge. Im Vordergrund - und auf der Bühne - liegt ein Hund. Ihm nähert sich eine Frau, Irene (Angela Schanelec), sie streichelt ihn. Es scheint eine Probe zu sein, auf den Zuschauerplätzen […] einer bringt sich um, der Rest ist von Anfang an tot. "Nachmittag" ist ein Film über die unerträgliche Schwere des Seins. Ekkehard Knörer "Nachmittag". Regie: Angela Schanelec. Mit Jirka Zett, Miriam Horwitz, Angela Schanelec, Fritz Schediwy, Mark Waschke, Agnes Schanelec u.a. Deutschland 2007, 97 Minuten (Forum) Uckermärkische Tristesse: Thomas Arslans Ferien (Panorama) Es ist ungerecht […] zen ein paar Leute, etwas unruhig. Ob die Szene, die man sieht, eine geprobte Szene ist oder eine Szene am Rande der Probe, ob sie zum Stück gehört oder nicht, das bleibt unklar. Angela Schanelecs Film "Nachmittag" kehrt nicht zu dieser ersten Einstellung, kehrt nicht ins Theater zurück. Nur einmal wird später eine Figur von eben der Szene erzählen, die sie im Theater gesehen hat. Ein für allemal verlässt […] Von Ekkehard Knörer, Christoph Mayerl, Anja Seeliger

Konsolidierung der Herrschaft

Außer Atem: Das Berlinale Blog 08.02.2007 […] der sich in "Yella" an einem fast schon heimlichen Remake des unheimlichen B-Horrorfilms "Carnival of Souls" versucht, stellen auch Thomas Arslan mit "Ferien", Maria Speth mit "Madonnen" und Angela Schanelec mit "Nachmittag" ihre neuen Filme vor; sie sind auf die Reihen "Panorama" und "Forum" verteilt. Im Wettbewerb läuft als deutsch-österreichische Koproduktion Stefan Ruzowitzkys "Die Fälscher", […] Von Ekkehard Knörer