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Philip Scheffner

4 Artikel

Geben die Kamera aus der Hand: Die Forumsfilme 'And-ek Ghes' und 'Les Sauteurs'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2016 […] von Moritz Siebert und Estephan Wager und vor Amadous Kamera, werden sie zu Menschen, die das Bild mitgestalten, das sich die Welt von ihnen machen soll. And-Ek Ghes... . Regie: Colorado Velcu, Philip Scheffner. Deutschland 2016, 93 Minuten (Vorführtermine) Les Sauteurs: Those Who Jump. Regie: Abou Bakar Sidibé, Estephan Wagner, Moritz Siebert. Dänemark 2016, 80 Minuten (Vorführtermine) […] Von Thekla Dannenberg

Kleines Kinowunder: Philip Scheffners 'Havarie' (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2016 […] darauf dicht gedrängt Menschen, die fast direkt im Wasser zu stehen scheinen. (Vielleicht ein Dutzend? Oder zwei?) Das ist auch schon alles an Information, was man dem Bild entnehmen kann, das Philip Scheffners "Havarie" einem erst vorsetzt und dann einfach stehen lässt. Wobei es doch nicht ganz stehen bleibt, ein wenig bewegt es sich schon, ruckartig, langsam. Da das Meer und der weite Horizont keinerlei […] Abermillionen Menschen zu einem Leben in bitterer Armut oder dem Ausharren im Bombenhagel verdammt sind, nur weil sie das Pech hatten, im falschen Teil der Welt geboren zu sein. Merle Kröger und Philip Scheffner sind bei einem solchen letztlich nicht nur Tat-, sondern auch jegliche Vorstellungskraft lähmenden Lamento nicht stehen geblieben. Stattdessen haben sie eine isolierte Episode (der Film beginnt […] Sichtweite des Kreuzfahrtschiffs ausharren mussten). Das heißt: Nicht mehr 25, sondern nur noch knapp ein Bild pro Sekunde. Den Bilderfluss herunterbremsen, damit etwas sichtbar wird. Havarie. Regie: Philip Scheffner. Mit Rhim Ibrir, Abdallah Benhamou, Leonid Savin, Terry Diamond, Emma Gillings. Deutschland 2016, 93 Minuten. (Vorführtermine) […] Von Lukas Foerster

Untersucht den ungeklärten Tod zweier Roma: Philip Scheffners Dokumentarfilm 'Revision' (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2012 […] Ein Weizenfeld nahe der polnischen Grenze. Im Sommer 1992 war das Feld Tatort eines im juristischen Sinne bis heute unaufgeklärten Verbrechens. Gut 19 Jahre später, im Herbst 2011, filmt Philip Scheffner denselben Ort für seinen Film "Revision". Der gelbe Weizen rauscht sanft im Wind, die Schatten der Rotorblätter einer Windkraftanlage ziehen über das Feld. Die Windräder und ihr Schattenwurf tauchen […] sie aufmerksam sind für solche scheinbar nebensächlichen Details, für auf den ersten Blick völlig kontingente Verbindungen, ist kennzeichnend für die Filme des außergewöhnlichen Dokumentaristen Philip Scheffner. Schon zum dritten Mal ist er im Forum vertreten. "Halfmoon Files" aus dem Jahr 2007 war seine erste eigene Regiearbeit (Filme machte er schon seit Anfang der neunziger Jahre, Anfangs als Teil […] ihnen damit jene quasimaterielle Existenz zu verschaffen, die es dem gesprochenen Wort im juristischen Prozess ermöglicht, Teil einer Beweiskette zu werden. Lukas Foerster "Revision". Regie: Philip Scheffner. Dokumentarfilm, Deutschland 2012, 106 Minuten. (Vorführtermine) […] Von Lukas Foerster

Unsichtbare Kriege, sichtbare Vögel: Philip Scheffners 'Der Tag des Spatzen'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2010 […] "Ich find's schwierig", meint Philip Scheffner in der einzigen Szene, in der er selbst im Bild auftaucht zu einem Freund, einem Antikriegsaktivisten, der gemeinsam mit zwei Mitstreitern vor Gericht steht, weil sie militärisches Gerät der Bundeswehr sabotiert haben sollen. Schwierig findet Scheffner, eine Antwort darauf zu geben, wann und vor allem wie man ein vages oder auch ein sehr spezifisches […] wissen zu wollen scheint - in politisches Handeln übersetzen kann. Sein Freund hat diesen Schritt gewagt und sitzt inzwischen nach einem in mancher Hinsicht fragwürdigen Prozess im Gefängnis. Philip Scheffner hat statt dessen mit der "Tag des Spatzen" einen sonderbaren, faszinierenden Film gedreht. Während er mit seinem Freund spricht, machen die beiden, gemeinsam mit dem Sohn des Freundes, das, was […] Objekts reagiert, indem er stur weiter Spatzen filmt, die nichts über den Krieg zu sagen haben, aber anhand derer man eventuell etwas lernen kann über Bedingungen und Grenzen von Sichtbarkeit. Philip Scheffner: "Der Tag des Spatzen". Deutschland 2010, 100 Minuten. (Vorführtermine) […] Von Lukas Foerster