Perlentaucher-Autor

Wolfgang Kraushaar

Wolfgang Kraushaar, geboren 1948, ist Politologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung mit Arbeitsschwerpunkt Untersuchung von Protest und Widerstand in der Geschichte der Bundesrepublik und der DDR (1949 bis 1990); insbesondere 68er-Bewegung, RAF und K-Gruppen; Totalitarismus- und Extremismustheorie; Pop-Kultur und Medientheorie.

4 Artikel

Die These vom Sound der Revolte

Interview vom 12.10.2016 12.10.2016. Unmusikalischer als Rudi Dutschke war keiner: Wer Pop und Protest assoziiert, liegt zumindest in den sechziger Jahren falsch. Erst ab 1970 begannen die Phänomene sich zu verbinden. Auszug aus einem Mittelweg-Gespräch mit Wolfgang Kraushaar über Vibrationen und Intensitäten.

Die Ethnozentriker, ihre Vordenker und die Deutschen

Essay vom 22.04.2016 22.04.2016. Die Auseinandersetzung mit der AfD vor dem Hintergrund der Flüchtlingsfrage wird der Lackmustest für die deutsche Demokratie. Bislang hat die deutsche Politik den Rechtsextremismus schmählich verdrängt - das Versagen im NSU-Skandal reichte bis in die Spitzen des Apparats. Auf die Fünfprozenthürde für die AfD bei den Bundestagwahlen darf keiner mehr hoffen. Wie also umgehen mit der AfD und den von ihr instrumentalisierten Themen?

Radikale Auslöschung

Essay vom 19.02.2015 19.02.2015. Die von Olivier Roy gezogene Parallele zwischen RAF-Terrorismus und "Islamischem Staat" führt in die Irre. Die Mörder aus Paris und Kopenhagen, aber auch aus Nigeria und Syrien folgen einer totalitären Liquidierungslogik, die den Begriff des exterministischen Terrorismus angemessen erscheinen lässt. Eine Begriffsklärung.