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Andy Warhol

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Einigermaßen versehrt

Im Kino 23.05.2012 […] Sonnenfeld verlässt sich statt dessen ganz auf seine Kernkompetenzen: Witzige Dialoge (die aufzusagen Will Smith, der hier zum ersten Mal seit vier Jahren wieder in einem Film zu sehen ist, einige Meisterschaft an den Tag legt), kuriose Situationskomik (was, wenn Andy Warhol immer schon ein Agent für die Alienbehöre gewesen wäre und langsam mal wirklich wieder raus wollte aus dem Factory-Wahnsinn), liebevoll am Rande eingestreute Details (die Aliens der 60er Jahre wirken wie zeitgenössischen Sci-Fi-Trashfilmen entnommen), ein hübsches, nicht allzu protzendes set design (die 60ies-Kulisse bietet einen Rahmen, aber keine Arena für den Film) und die Abtastung zwischenmenschlich schwieriger Beziehungen auf ihr humoristisches Potenzial (das schwierige Verhältnis zwischen dem verlaberten J und dem stoisch abweisenden K bildet einen Running Gag und, in einer schön sentimentalen Wendung zum Ende hin, gewissermaßen das eigentliche Thema des Films). […] Von Thomas Groh, Elena Meilicke