Stichwort

Deutsches Kino

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Dahinplätscherndes Pseudo-Diversity-Getalke - der Berlinale-Freitag im Rückblick

Außer Atem: Das Berlinale Blog 24.02.2018 […] findet der Film Anklang: Stark findet er, wie Szumowska "den Irrsinn, der sich momentan in Polen abspielt, mit souveräner Beiläufigkeit vorführt." Julia Dettke resümiert in der FAZ die Perspektive Deutsches Kino, wo sich der hiesige Filmnachwuchs präsentiert: "Die interessantesten der vierzehn Filme verlassen Kinokonventionen und geschlossene Räume, suchen jenseits von streberhafter Ernsthaftigkeit und […] Von Thomas Groh

Die Heilkräfte des filmischen Mediums - Pressespiegel

Außer Atem: Das Berlinale Blog 22.02.2018 […] einem iPhone gedrehter Psychothriller "Unsane" (Perlentaucher, Berliner Zeitung, Kinozeit). Weitere Artikel: Claudia Lenssen spricht für die taz mit Julian Pörksen über dessen in der Perspektive Deutsches Kino gezeigten Film "Whatever happens next". Für die taz war Lea Wagner bei eine Veranstaltung der Initiative Pro Quote Film. Besprochen werden Lutz Pehnerts, Matthias Ehlerts und Adama Ulrichs Do […] Von Thomas Groh

Machen keine Gefangenen: Die japanischen Indies in der Forumsreihe Hachimiri Madness

Außer Atem: Das Berlinale Blog 18.02.2016 […] Ein Problem für mich auf der diesjährigen Berlinale ist die dem Jahr 1966 im deutschen Kino gewidmete Retrospektive; da gibt es sicherlich den einen oder anderen interessanten Film, aber als sicherer Hafen in den unsicheren Fluten des Gegenwartskinos taugen die oft noch tappsigen ersten Gehversuche des Neuen Deutschen Films sowie eine Handvoll defa-Klassiker, auf die sich die Schau leider weitgehend […] Von Lukas Foerster

Geben die Kamera aus der Hand: Die Forumsfilme 'And-ek Ghes' und 'Les Sauteurs'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2016 […] Brandenburger Tor und am Gesundbrunnen-Center krachen wie die indische Filmindustrie. Das ist beglückend, großzügig und fair: Manchmal ist eben nicht nur das Leben ein Bollywood-Film, sondern auch das deutsche Kino. *** "Les Sauteurs" ist ein Film über Grenzen. Die Grenze Europas, die Grenze des Blicks, die Grenze des Verstehens. Der Film verschiebt Grenzen, und er überschreitet sie. Die beiden Dokumentarfilmer […] Von Thekla Dannenberg

Eingefroren in der Zeit

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2016 […] "Kino Machen andere - Warum der deutsche Film nur unter sich feiert". Nicht nur die Repräsentanten des erstarrten und in endlosen Diskussionen erschöpften Betriebs sollten über die Misere des deutschen Kinos debattieren, sondern internationale Filmkritiker. Vor Bettina Reitz und Katrin Schlösser diskutierten Charles Tesson, Sergio Fant und Richard Brody. Schön passend fand das Ganze im "Silent Green" […] Zufall, betonten die Veranstalter Frederic Jaeger und Christian Römer, es hätten genauso gut vier Filme auf der Berlinale laufen können. Aber wohlgemerkt nur in Berlin, denn international sei dem deutschen Kino die Perspektive verloren gegangen: In Cannes, Venedig und Locarno war 2015 kein einziger deutscher Film zu sehen. Noch ernüchternder beschrieb es der französische Filmkritiker Charles Tesson, […] den Kriterien vage: Nicht nur gute Filme würden eingeladen, sondern vielversprechende Regisseure. Autoren sollen entdeckt werden oder, was kaum noch möglich ist, Filmländer. Das Problem mit dem deutschen Kino ist für Tesson: "Entweder ist es zu deutsch oder nicht deutsch genug." Entweder gehe es um Nazis oder die deutsche Identität erschöpfe sich in einem kargen Formalismus. Kino machen andere. Hier […] Von Thekla Dannenberg

Gewisse Attraktionswerte

Im Kino 29.01.2015 […] verdient gehabt hätte, scheint von allen größeren Festivals abgelehnt worden zu sein, hatte schließlich in Rom Premiere - darum, die Ereignisse des Rostocker Sommers 1992 ins Bildergedächtnis des deutschen Kinos einzutragen. Das heißt auch: jene Bilder nachzuinszenieren, die schon vorhanden sind, weil sie seinerzeit über Zeitung und Fernsehen verbreitet wurden; wie zum Beispiel jenes des fast schon weltberühmt […] Mädchen laufen ebenfalls mit und triezen die Jungs schon mit ihrer bloßen Anwesenheit (manchmal mit mehr). Für sich selbst genommen ist diese Ebene die stärkste des Films. Die Dialoge sind (fürs deutsche Kino) erstaunlich gut, die Schauspieler noch besser. Auch der Wechsel von schwarz-weiß zu Farbe schafft so einen zusätzlichen Reiz, weil mitten im Film die Gesichter, die man schon zu kennen glaubt, […] Von Lukas Foerster, Thomas Groh

Großäugig und verängstigt

Im Kino 14.05.2014 […] deutschen Verleihs Senator, das offenbar etwas absonderliche Alien-Road-Movie "Under the Skin" in die Kinos zu bringen, formierte sich, auf Facebook zumindest, eine Art cinephiler Widerstand, der auch deutsche Kino- und Verleihpolitik grundlegend ins Visier nimmt. Zwar sei "Under the Skin" ein Film für "Liebhaber der Filmkunst", begründete Senator die getadelte Entscheidung, aber "weder typischer Mainstream […] Von Rajko Burchardt, Lukas Foerster

Utopischer Liebesentwurf: Dominik Grafs 'Die geliebten Schwestern' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2014 […] ausgesprochen und niedergeschrieben werden. Das stimmt sicherlich – doch selbst da, wo es um die Liebe als Diskurs geht, strahlen Grafs Bilder noch eine Sinnlichkeit und Körperlichkeit aus, die im deutschen Kino selten zu sehen ist. Das betrifft dann in diesem Film auch die Sinnlichkeit und Materialität der Worte selbst: es gibt eine große Aufmerksamkeit für die Medien und Schreibwerkzeuge, die das Lieben […] Von Elena Meilicke