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Haiti

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Das Verlangen nach Reinheit schafft Monster: Raoul Pecks "I Am Not Your Negro" (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 16.02.2017 […] Raoul Peck ist in Haiti geboren und im Kongo aufgewachsen, sein Vater arbeitete für die UN und die Regierung in Kinshasa. Peck studierte in Paris und in Ost-Berlin, er war Kulturminister in Port-au-Prince, und er hat einige sehr engagierte Filme gedreht, von denen nicht alle so kraftvoll waren wie der über Patrice Lumumba, Kongos ermordete Unabhängigkeitsikone. Als Spross einer schwarzen Uppercl […] Von Thekla Dannenberg

Katastrophale Hilfe zeigt Raoul Peck in 'Assistance Mortelle' (Berlinale Special)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2013 […] politischer Ökonomie erteilt Raoul Peck mit seinem Film "Assistance Mortelle" über die internationale Hilfe für Haiti nach dem Erdbeben vom 12. Januar 2010, die keine Katastrophenhilfe war, sondern eine katastrophale Hilfe. Pecks Biografie ist sein filmisches Programm geworden: In Haiti geboren, in Zaire/Kongo aufgewachsen, hat er im Ost-Berlin der achtziger Jahre Wirtschaftswissenschaft studiert und […] geholfen werden müsste. Bill Clinton wurde Leiter der Wiederaufbauorganisation IHRC. Dies sei "die größte Chance, die Haiti je hatte", sagt Clinton und der Satz klingt einem den ganzen Film über wie Hohn in den Ohren. Denn elf Milliarden Dollar Hilfszusagen bedeuten nicht, dass Haiti elf Milliarden bekommt, ganz zu schweigen davon, dass die Haitianer das Geld bekommen, wie uns all die von Peck befragten […] internationale Gemeinschaft entspringt oder seiner eigenen Unfähigkeit. Denn darüber lässt Peck keinen Zweifel aufkommen, auch angesichts der verkorksten Wahlen ein Jahr nach dem Erdbeben: Am Unglück Haitis sind nicht nur die anderen Schuld. Doch sein Thema bleibt der NGO-Zirkus, den er mit dem Beispiel des Camps Corail deutlich macht, in dem nach anfänglichen Plänen 7.000 Menschen untergebracht werden […] Von Thekla Dannenberg