Perlentaucher-Autor

Thierry Chervel

Thierry Chervel, geboren 1957, hat in Berlin Musikwissenschaften studiert. Er war Redakteur bei der taz (Film, Musik, Tagesthemen), freier Autor bei der FAZ und anderen Zeitungen, Kulturkorrespondent für die Süddeutsche Zeitung in Paris und Redakteur auf der Berliner Seite der Süddeutschen. Thierry Chervel ist Mitbegründer des Perlentauchers. Er hat auch an der Website für seinen jüngst verstorbenen Vater Marc Chervel mitgearbeitet.

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Die erste europäische Linksteuer

Interview vom 14.09.2016 14.09.2016. Heute hat EU-Digitalkommissar Günther Oettinger seinen Entwurf für eine Reform des europäischen Urheberrechts vorgestellt, die noch weiter gehen soll als das deutsche Gesetz. Es würde das europäische Internet - ja, die Struktur der Öffentlichkeit - erheblich beschädigen. Till Kreutzer von Irights.info skizziert im Gespräch mit dem Perlentaucher die Folgen eines solchen Gesetzes - das für ihn Grundrechte berührt und nicht einmal im Interesse seiner Lobbyisten liegt.

Die Rushdie-Affäre

Essay vom 08.08.2016 08.08.2016. Niemand hat die Explosivität der Fatwa gegen Salman Rushdie früher verstanden. Wie es kam, dass die taz im Februar 1989 ganz allein Auszüge aus den "Satanischen Versen" druckte. Von Thierry Chervel

Immersive Fotografie

Fotolot vom 17.06.2016 17.06.2016. Der Katalog zur Provoke-Ausstellung gibt einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der japanischen Fotografie und zugleich der japanischen Studentenbewegung. Auch Provoke war Fotografie in Bewegung - aber ohne Politik.

Außerdem noch ein Feuerzeug

Fotolot vom 31.05.2016 31.05.2016. Die japanische Fotografie befindet sich seit fünfzig Jahren in einem kreativen Rausch, der im Westen noch kaum bemerkt wurde. Daisuke Yokota ist heute wohl der bekannteste unter den jüngeren japanischen Fotografen. Seit neuestem fotografiert er in Farbe und abstrakt.

Der große Gulli-Deckel

Fotolot vom 18.04.2016 18.04.2016. Ulrich Wüst fotografierte die DDR unmittelbar vor dem Mauerfall, Stefan Koppelkamm unmittelbar danach und dann nochmal mit Abstand. Zwei Meditationen über deutsche Geschichte.

Dieser fragile Rahmen

Essay vom 24.11.2015 24.11.2015. Macht es einen Unterschied, ob Demokratien wegen ihrer "Werte" oder ihrer "Prinzipien" gehasst werden? Letztlich können moderne Gesellschaften auf den Begriff der Werte nicht verzichten, weil auch ihre Rechtsgrundsätze sich aus Werten ableiten. Eine Antwort auf Gustav Seibt.

Das Gegenteil des Bilderrauschs

Essay vom 13.11.2015 13.11.2015. Fotobücher feiern eine ungeheure Konjunktur. Sie sind nicht fürs Gucken, was Vinyl fürs Hören ist, kein Retroformat, sondern geradezu eine Folge der Digitalisierung. Und gleichzeitig ein Gegenraum zum Netz. Notizen eines gefährdeten Betrachters.

Sozialsurrealismus

Im Kino vom 23.06.2009 23.06.2009. In ihrem beeindruckenden Spielfilmdebüt "Home" erzählt die Schweizer Regisseurin Ursula Meier eine Parabel mit Widerhaken und Isabelle Huppert. Michael Bay dagegen fetischisiert in "Transformers - Die Rache" Frauenkörper, Waffen und Militär und, wie es sich fürs Franchise gehört, gestaltwandelnde Roboter. Petra Seeger begibt sich mit dem Hirnforscher Eric Kandel auf die Suche nach dem Gedächtnis. Mit Nachtrag.

Neu! "Bild" bringt Qualitätsjournalismus!

Link des Tages vom 16.01.2008 16.01.2008. Aktualisiert am 27. Januar. Die Zeit bedankt sich bei der FAZ, das Weblog Indiskretion Ehrensache fragt sich, warum gerade Journalisten die Meinungsfreiheit einschränken wollen, die NZZ wundert sich. Neueste Entwicklungen im Streit um Jens Jessen Spießer-Videoblog, die Punktuelle-Totschlags-Antwort Frank Schirrmachers und die Urheberrechtsverletzung der Bild-Zeitung.

Das neubegonnene Europa

Essay vom 18.04.2007 18.04.2007. "In Amerika habe ich gelernt, dass Europa möglich ist." Ein Gespräch mit Bernard-Henri Levy über seine Amerika-Reise, die Neokonservativen nach dem Desaster im Irak, die faschistischen Wurzeln des Islamismus und Frankreich nach dem Nein und vor den Wahlen. (Foto: R. Escher)

Berlinale 4. Tag

Außer Atem vom 13.02.2005 13.02.2005. 13 Seen, 10 Himmel - sonst nichts sieht man in James Bennings Filmen. Opfer oder Täter? Tamara Trampe und Johann Feindt begleiten in ihrem Dokumentarfilm "Weiße Raben" Heimkehrer aus dem Tschetschenienkrieg. Verschwendet seine Schauspielerlegenden: Andre Techines Wettbewerbsbeitrag "Les temps qui changent". Ein Manifest des Unspektakulären: Raymond Depardons Dokumentarfilm über Bauern in Frankreich "Profil paysans". Und dann noch eine Sensation: die rekonstruierte Fassung von Sergej Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin".
Eine Liste aller besprochenen Berlinalefilme finden Sie hier.

Berlinale 10. Tag

Außer Atem vom 15.02.2002 15.02.2002. Nichts als Wunsch oder Alptraum: Kim Ki-duks "Bad Guy". Eingebrockt, aber nicht ausgelöffelt: Christopher Roths Anreas-Baader-Film. Beglückende Oase der Ruhe: "The Deserted Valley" von Pham Nhue Giang. Exempel für Gewaltdarstellungen: "Go" von Isao Yukisada. Ohne viele Worte: Iwan Pawlows "Ein Rattendasein".

Berlinale 3. Tag

Außer Atem vom 08.02.2002 08.02.2002. Grau, sepia, blau und lang: Bertrand Taverniers "Laissez-passer". Menschelndes Roadmoavie aus Australien: "Beneath Clouds" von Ivan Sen. Kluge Zensoren hätten ihn verboten: Zang Yimous Film "Happy Times". Und die Sicherheitsleute der Berlinale geben eine Vorstellung als Draculas Kutscher.