Perlentaucher-Autor

Martin Vogel

Martin Vogel, Jahrgang 1947, studierte in Tübingen Rechtswissenschaften und Philologie. Nach dem ersten und zweiten Staatsexamen Rechtsanwalt; 1977 Promotion über die deutsche Urheber- und Verlagsrechtsgeschichte zwischen 1450 und 1850. Von 1980 bis Ende 1998 Deutsches Patentamt u.a. Aufsicht über die Verwertungsgesellschaften; 1989 bis Ende 1998 Richter am Bundespatentgericht; 1999 bis 2015 Mitglied der Beschwerdekammern und der Großen Beschwerdekammer des Europäischen Patentamts.  Von 1994 bis 2004 Arbeiten an fünf Gesetzentwürfen zum Urheberrechtsgesetz für das Justizministerium. Seit 1987 Mitautor des Kommentars von Schricker/Loewenheim zum Urheberrechtsgesetz, 2017 in 5. Auflage, sowie Loewenheim, Handbuch des Urheberrechts; zahlreiche Aufsätze zum Urheberrecht und seiner Geschichte. 20 Jahre lang Veröffentlichungen im Blick durch die Wirtschaft und in der FAZ. Zahlreiche Beiträge im Netz zum Urheberrecht. 2016 erfolgreicher Kläger gegen die VG Wort in der Sache BGH "Verlegeranteil".

6 Artikel

Die Tischvorlage

Essay vom 16.09.2016 16.09.2016. Auch die geradezu hetzerische Berichterstattung der FAZ und anderer Zeitungen ändert nichts an der Rechtslage: Die VG Wort macht sich strafbar, wenn sie die den Anspruchsberechtigten zustehenden Gelder nicht so bald wie möglich ausschüttet. Dafür hätte es keine Mitgliederversammlung gebraucht. Einige rechtliche Einschätzungen, die zur Versachlichung der Diskussion beitragen mögen.

An das Deutsche Patentamt

Essay vom 30.08.2016 30.08.2016. Für den 10. September hat die VG Wort eine Mitgliederversammlung einberufen, um mit den Folgen des BGH-Urteils gegen ihre Ausschüttungspraxis zurechtzukommen: Durch den Prozess, den der Autor und Jurist Martin Vogel durch alle Instanzen gegen die Verwertungsgesellschaft gewonnen hat, ist nun endgültig klar, dass sie allein den Urhebern verpflichtet ist. Die Frage ist nun, wie die Urheber für Ausschüttungen, die unrechtmäßig an Verleger gingen, entschädigt werden. Vogel fürchtet neue Rechtsverstöße bei der Mitgliederversammlung und warnt die Aufsichtsbehörde der VG Wort in zwei eindringlichen offenen Briefen, dass sie sich der Beihilfe schuldig macht, falls sie nicht einschreitet.

Anmerkung zu einem richtigen Urteil

Essay vom 01.07.2016 01.07.2016. Der Streit um den Verlegeranteil an den Ausschüttungen der VG Wort ging durch alle Instanzen zum Bundesgerichtshof, der das Verfahren wegen einer vorgreiflichen Entscheidung des EuGH ausgesetzt hatte. Alle vier Gerichte haben gegen die bisherige Praxis entschieden: Die Gelder standen allein den Autoren zu. Die Verleger reagierten empört. Gegenpositionen waren in der Presse kaum zu lesen. Darum scheint mir als dem Kläger in dieser Sache eine Antwort erforderlich.

Martin Vogel gegen VG Wort

Essay vom 17.12.2014 17.12.2014. Morgen entscheidet der Bundesgerichtshof in dem jahrelangen Prozess, den der Urheberrechtler Martin Vogel gegen die VG Wort angestrengt hat - Streitpunkt sind die Ausschüttungen der VG Wort an die Verlage. Wir präsentieren das Dokument, in dem er seinen Rechtsstandpunkt noch einmal resümiert.

Anspruch abgetreten?

Dokumentation vom 19.08.2008 19.08.2008. Die Rechte von Übersetzern und Urhebern sollten 2002 mit einem neuen Gesetz gestärkt werden. Inzwischen ist das Gesetz längst verwässert. Schuld daran sind auch die Gewerkschaften und Verwertungsgesellschaften, meint der Urheberrechtler Martin Vogel, der darum auch den Petitionsausschuss des Bundestags anruft