Magazinrundschau - Archiv

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Hausaufgaben für die linke Gehirnhälfte

12.02.2018. Bloomsberg plaudert mit nordkoreanischen Hackern. Wo sind die Autoren aus der Arbeiterklasse, fragt die Schriftstellerin Kit de Waal Im Guardian. Autor Javier Cercas denkt in El Pais Semanal über Kunst und correctness nach. Fotograf Jeff Wall propagiert im Believer das eigene Urteil in der Kunst. Im New York Magazine fragt Quincy Jones: Was kennen diese jungen Musiker eigentlich? In Eurozine hofft der Historiker Ferenc Laczó auf eine Europäisierung des Holocaustgedenkens.

Jagdgrund für Menschenhändler

06.02.2018. Der Guardian erzählt wie Flüchtlinge in Europa zu Sklaven werden. Dissent denkt über den Begriff des "Neoliberalismus" nach. In Slate.fr lernt die Soziologin Agnès de Féo den Niquab als Revanche erkennen. In epd-Film schreibt Georg Seeßlen über das Dilemma schwarze Superhelden. Die LRB staunt über den ersten britischen Wohlfahrtsstaat. Nicht jeder gute Programmierer ist ein unsozialer Nerd, meint Bloomberg. In der NYRB widmet sich Ian Bostridge der unlösbaren Dissonanz in Händels "Messias".

Paradigma toppt Syntagma

30.01.2018. Der Believer sucht auf Haiti mit Voodoo den guten Gott Bondye. HVG denkt über die Tücken einer staatlichen Künstlerrente nach. In der NYRB möchte Kenan Malik lieber über das britische Empire diskutieren, als die 43 Prozent der Briten zu ignorieren, die es heute noch für eine gute Sache halten. In El Pais Semanal möchte Filmemacherin Isabel Coixet lieber stark als "empowert" sein. Die Popzeitschrift feiert das hinreißend Ambitionslose von Fernsehserien aus den 70ern.  La vie des idees nimmt die Krisenhändler im Kulturbereich aufs Korn.

Zeit ist ein Pfeil

23.01.2018. Der New Yorker sucht nach den Spuren des vergessenen Autors William Melvin Kelley. Das New York Magazine untersucht Glenn Greenwalds kuschliges Verhältnis zu Russland. In Magyar Narancs bekennt sich der Maler Ákos Birkás zu  seiner Unberechenbarkeit. In der New York Review of Books denkt Masha Gessen über Wahlmöglichkeiten nach. Intercept präsentiert die umfassenden Stimmerkennungstools der NSA.

Mehr Rot! Mehr Blau!

16.01.2018. Der New Yorker erkundet mit Alessandra Cerreti die wirksamste Waffe gegen die kalabrische Mafia. In HVG denk Agnes Heller über 1968 in Ungarn und dem Rest der Welt nach. In Clarin beobachtet der französische Philosoph François Soulages das Schauspiel der Demokratisierung der Fotografie. Der American Cinematographer gruselt sich mit den Farben des Kameramanns Luciano Tovoli. In Elet es Irodalom sucht Bela Tarr nach einer neuen Filmsprache der digitalen Cinematographie. Novinky begutachtet das Konzept des geplanten Sudetendeutschen Museums in München. Im Globe and Mail outet sich Margaret Atwood als Schlechte Feministin. Im Guardian ist Elif Shafak schockiert von der Frauenfeindlichkeit der Türkei unter Erdogan.

Versehrter Finger #5

09.01.2018. Die NYRB beobachtet die Tücken der Vorherrschaft einer ethnischen Mehrheit in Myanmar. Outside mischt sich auf Skiern unter finnische Soldaten in Lappland. Pro Publica untersucht die moderne Arbeitswelt bei der Müllabfuhr. In Hospodarske noviny fragt sich Tomáš Sedláček, ob wir bald nur noch durch ein Fenster aus unserer virtuellen in die reale Welt blicken. Bloomberg Businessweek erzählt die Geschichte Simbabwes. In The Intercept erinnert sich James Risen an Zeiten, als der Verrat von Regierungsgeheimnissen noch toleriert wurde. In Tablet erzählt Aharon Appelfeld, aus wie vielen Sprachen sich sein Hebräisch formte.

Frischfleisch!

02.01.2018. In 168 ora sucht Peter Nadas nach Gründen für die Brutalität Budapests. Für Literary Hub suchen Margaret Atwood und Andrew O'Hagan die Realität im Internet. Bloomberg recherchiert die Realität der Reinigungskräfte in amerikanischen Fleischfabriken vor Ort. Die New York Times recherchiert die Realität von Frauen in den Werkstraßen des Autobauers Ford. Jacobin outet die Gangster im ANC. Der New Yorker resümiert, wie sehr China die USA als Weltmacht bereits verdrängt hat.

Diese unglaubliche Unförmlichkeit

18.12.2017. Die Huffington Post rechnet vor, wie angeschmiert die Millenials sind. In Novinky erklärt der Soziologe Grzegorz Piotrowski, wie Solidarität in Polen zur Schwäche wurde. Wer Victor Orban ablösen will, muss sich mit Jobbik verbünden, meint Agnes Heller in Magyar Narancs. Die New York Review of Books nimmt das Patriarchat aufs Korn. Longreads erzählt, wie die einzige Chefredakteurin der Paris Review aus der Geschichte des Magazins gelöscht wurde. In der Vogue erzählt Salman Rushdie von den Weihnachtsfundamentalisten in seiner Familie.

Social-Media-Monster

12.12.2017. Bloomberg erzählt, wie Facebook Rodrigo Duterte half, die Wahlen auf den Philippinen zu gewinnen. Auf Lidove noviny erklärt der tschechische Autor Patrik Ouředník, warum Multikulturalismus in Europa so schlecht funktioniert. In der London Review of Books erzählt der Anwalt William Carter von seiner Suche nach Ölfässern in Libyen. In Magyar Narancs erklärt der Philosoph Gáspár Miklós Tamás, warum man die Systeme Orban und Kadar vergleichen, aber nicht gleichstellen kann. Der New Yorker bewundert die Vorwärtsgewandtheit der Esten.

Ihre Sünde in Gold

05.12.2017. In Polen spülen illegale Abtreibungen viel Geld in die Kassen der Ärzte, berichtet der Guardian. Tablet und Spiked staunen über die weiße Liebe zu Ta-Nehisi Coates. Der New Yorker wägt die Chancen von Nicolas Maduro ab, Venezuela durch die Krise zu führen. Die New York Times besucht Bandenkrieger in El Salvador.