Stichwort

Sigrid Löffler

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Grundlegende Erinnerungsskepsis

Bücherbrief 13.05.2011 […] Thomas Karlauf erklärt in der Welt: "Wer verstehen will, wie Einzelschicksal und Zeitgeschehen ineinander greifen, darf weder Zeitsprünge noch Gegenüberstellungen fürchten." Und Sigrid Löffler hofft im Kulturradio, dass dieser schmale Band, den ein Gespräch des Herausgebebers Heinrich Detering mit Keilson ergänzt, die Leser ermuntern wird, weitere Werke von Keilson zu lesen, zum Beispiel seinen Roman "Tod des Widersachers" (1959), in dem er die "zentrale Erfahrung seines Lebens" thematisiere: "die psychopathologischen Ursachen des Judenhasses. […]

Literatur

Bücher der Saison 17.11.2009 […] Hier eine Auch wenn man nicht weiß, dass der israelische Autor David Grossman den Roman verfasste, während sein Sohn als Soldat im zweiten Libanonkrieg kämpfte, in dem er schließlich umkam, kann man sich der "schmerzlichen Intensität" der Lektüre nicht entziehen, betont Sigrid Löffler in der FR. Grossman erzählt in "Eine Frau flieht vor einer Nachricht" von einer Frau, die sich den drohenden Tod ihres in der Armee dienenden Sohnes durch Sprechen und Erzählen und Nichtdasein wenn die gefürchtete Nachricht kommt vom Leibe halten will. […]

Meilenstein der literarischen Evolution

Bücherbrief 09.10.2009 […] David Grossman Eine Frau flieht vor einer Nachricht Roman Carl Hanser Verlag, München 2009, 728 Seiten, 24,90 Euro () Auch wenn man nicht wisse, dass der israelische Autor den Roman verfasste, während sein Sohn als Soldat im zweiten Libanonkrieg kämpfte, in dem dieser schließlich umkam, kann man sich der "schmerzlichen Intensität" der Lektüre nicht entziehen, betont Sigrid Löffler in der FR. Buch und Leben wirken ineinander Grossman beschreibt eine Frau, die sich den drohenden Tod ihres Sohns durch Sprechen und Erzählen vom Leibe halten will, und Grossman schreibt in seinem Nachruf, dass er etwas von diesem magischen Denken beim Schreiben selbst empfand. […]

Wer ist jetzt der Spießer?

Redaktionsblog - Im Ententeich 30.03.2009 […] Einem höheren Gesetz folgend, als gehöre ein "Staatsdichter" wie Bernhard selbstverständlich abgewatscht, kommen die offenen Angriffe inzwischen aus einer anderen Ecke. Sigrid Löffler rief zum 10. und noch einmal zum 15. Todestag Bernhards zu einer "Revision seines Werkes und seines Wertes" (Die Zeit, 7/99) auf und erklärte großketzerisch, außer vom sozialen und intellektuellen Emporkömmling und Poseur Bernhard selbst erzählten dessen Texte vor allem von der allumfassenden, auf die Lieblosigkeit der Mutter zurückgehenden Misogynie des Autors. […] Von Sascha Josuweit
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