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Eingefroren in der Zeit

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2016 […] trifft, in Berlin einem mit 400 Filmen.) Tesson jedenfalls fielen gerade mal eine Handvoll deutscher Filme ein, die es in die Semaine de la critique geschafft hatten, also noch weniger als ins Festival: Jean-Marie Straubs "Nicht versöhnt" und "Das Tagebuch der Anna Magdalena Bach", Tevfik Ba?ers "40 qm Deutschland" von 1985 und zuletzt vor acht Jahren Emily Atefs "Das Fremde in mir". Wenn man sich die […] Von Thekla Dannenberg

Aufzeichnungen über Grenzen und Säume

Außer Atem: Das Berlinale Blog 05.02.2015 […] Schon seine Spielfilme sind immer auch Hommagen. Im "Amerikanischen Freund" ist kaum eine Nebenrolle nicht von einem Regisseur besetzt, von Samuel Fuller und Nicholas Ray über Peter Lilienthal bis Jean Eustache. Wem hat Wenders nicht alles seine Liebe erklärt! Ozu, Nicholas Ray, Pina Bausch, BAP, dem Buena Vista Social Club, zuletzt Sebastião Salgado. Kein Wenders-Film hat mich je mehr gerührt als […] Von Thierry Chervel

Le Monde zeigt alte Fernsehbilder von Chérif Kouachi

Redaktionsblog - Im Ententeich 08.01.2015 […] abgekommen sei. Ein Sozialarbeiter erklärt zum Abschluss, dass Kouachi froh sei, der islamistischen Szene entronnen zu sein. Einen sehr interessanten Hintergrundartikel veröffentlicht der Terror-Experte Jean-Pierre Filiu über die "Filière des Buttes-Chaumont" in Rue89. Sie rekrutierte seit 2003 Kämpfer für den Krieg im Irak. Farid Benyettou war ihr Anführer. Aus derselben Gruppe kam Boubaker al-Hakim, der […] Von Thierry Chervel

Moderne Erziehungsmethoden in Jean-François Caissys 'La marche à suivre' (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2014 […] Alle haben es eilig. Man muss sich am Ende an dieses Bild erinnern, weil es doch zeigt, dass es offenbar kein großes Widerstreben gegen dieses Gebäude gibt. Mir ging das anders. Über 76 Minuten zeigt Jean-François Caissy in seiner Doku "La marche à suivre" die Schüler aus einer kanadischen Provinz, alle im Teenageralter. Er zeigt sie beim Fußballspielen (die Jungs), Paintballspielen (die Mädchen), Schwimmen […] Es ist ganz bestimmt nicht Absicht dieses Films: Aber ich frage mich am Ende doch, ob eine Ohrfeige hier und da nicht kinderfreundlicher wäre. Anja Seeliger La marche à suivre - Guidelines. Regie: Jean-François Caissy. Kanada 2014, 76 Minuten (Forum, alle Vorführtermine) […] Von Anja Seeliger

Spannungslos: Rachid Boucharebs "La voie de l'ennemi" (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 07.02.2014 […] "Endstation Schafott" war ein französischer Thriller aus dem Jahr 1973, dessen spannungsarmen Plot Alain Delon und Jean Gabin einigermaßen gekonnt überspielen konnten. Er erzählte zu einer Zeit, als in Frankreich noch die Todesstrafe galt, wie ein Bankräuber nach verbüßter Haft in die Ecke getrieben wird, von einer Polizei und einer Gesellschaft, die weder an Resozialisation noch an das Recht auf eine […] Von Thekla Dannenberg

Magazinrundschau: die besten Artikel 2013

Redaktionsblog - Im Ententeich 24.12.2013 […] genau zusammenspielten, stoppte er sie und sang ihnen die Phrase noch einmal vor. Ein beim Ticken der Probenuhr mit wachsender Verzweiflung wiederholtes Frage-und-Antwort-Spiel." Außerdem lesenswert: Jean Jourdheuil war der Mittler und Übersetzer, der in Frankreich den dort bis heute hoch verehrten Heiner Müller bekannt machte. In Accents, dem "Webmag" des Ensemble Intercontemporain, bringt er einen […] Von Thekla Dannenberg, Anja Seeliger

Stocken und Scheitern: Zum Werk von Claude Lanzmann

Außer Atem: Das Berlinale Blog 08.02.2013 […] ihrer Fähigkeit zu morden, wenn man sie 'Entscheidungsträger' nennt und sie sehr gut dafür bezahlt. Es ist kein Zufall, dass 'Shoah' neun Stunden und dreißig Minuten dauert." In Polemiken in der von Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir gegründeten Zeitschrift Les temps modernes, deren Chefredakteur Lanzmann bis heute ist, kontrastierte er seine Poetik des Kompossiblen mit dem unbedarften Abbildp […] Von Nikolaus Perneczky

Godards hässlichster Moment

Redaktionsblog - Im Ententeich 23.07.2012 […] die Institution, nicht ihre Mitarbieter zur Kasse bat. Nun beweist er, dass es ihm nicht um ihn selbst zu tun. ist Darum wehrt er die Nahaufnahme ab und redet von sich in der dritten Person: "Warte! Jean-Luc Godard war ein Autor, ist es immer noch, versucht dafür zu kämpfen, kein Autor zu sein. Das ist schwierig. Ihr solltet also damit aufhören, mich in Großaufnahme zu filmen." 9. Totale und Auslöschung […] Von Thierry Chervel

Fatale Nähe: Jean Ziegler und Oberst Gaddafi

Redaktionsblog - Im Ententeich 05.04.2011 […] : "Für Jean Ziegler wird sich in Salzburg zu Festspielbeginn ein Podium finden. Seine Rede wird dann vielleicht nicht nur kritisch mit der Weltwirtschaft verfahren, sondern auch mit Salzburg, wo sich ihre Spitzen treffen." (Aktualisierung am 7.4.: Die Welt hatte Zieglers Nähe zu Gaddafi allerdings einigeWochen zuvor schon aufgegriffen, s. Kommentare) Was haben deutsche Zeitungen über Jean Ziegler […] ihnen nicht in den Kram passen - als könnten sie im Zeitalter des Internets immer noch darüber entscheiden, was die Öffentlichkeit wissen soll und was nicht. Dass der beliebte Globalisierungkritiker Jean Ziegler dem Oberst Gaddafi nahegestanden hat, will man in der SZ, ja sogar der FAZ und bei Welt-Online offenbar lieber nicht hören. "Tatsächlich hat er das Gaddafi-Regime weit differenzierter als andere […] Ziegler nicht erzählt, obwohl sie es seit Jahren wissen könnten? Ich stütze mich auf ein Pressedossier, das die Organisation UN Watch 2006 als pdf-Dokument ins Netz gestellt hat. Jean Ziegler höchstpersönlich war es, der im Jahr 1989 die Schaffung des Gaddafi-Menschenrechtspreises ankündigte. Das Attentat von Lockerbie lag gerade ein paar Monate zurück. Es drohten Sanktionen gegen Libyen, die 1991 tatsächlich […] Von Thierry Chervel

Falsche Bärte und eine Blondine: Jerzy Skolimowskis Meisterwerk 'Le depart'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 19.02.2010 […] Hellman das Ende seines Meisterwerks "Two-Lane Blacktop" geklaut hat, der muss nur darauf warten, was am Ende des Films - und am Ende einer langen Nacht - mit Jean-Pierre Leaud und seiner Blondine passiert. Jerzy Skolimowski: "Le depart". Mit Jean-Pierre Leaud, Catherine Duport, Jacqueline Bir und Paul Roland. Belgien 1966/67, 89 Minuten. (Retrospektive, Vorführtermine) […] Mit einem Standbild beginnt der Film: ein dunkles, statueskes Etwas in einem Zimmer. Sobald sich das Bild in Bewegung setzt, wird das Etwas zu Jean-Pierre Leaud. Der Pullover, den er sich gerade über den Kopf zieht, hat ihn im Standbild enthumanisiert. Jetzt ist Leaud Mensch geworden, schick angezogen und bereit, loszulegen. Er zögert nicht, wie überhaupt der Film nie auch nur einen Moment zögert. […] Fluss bleiben, gelegentlich noch ein wenig unfertig (allerdings nur:) wirken, sich nie festnageln lassen, als seien sie ständig auf der Flucht. Nicht umsonst wird in den Filmen andauernd gerannt. Wenn Jean-Pierre Leaud losrennt, kurz nachdem er sich im Pullover manifestiert hat, dann rennt er genau so, wie Skolimowski selber als Hauptdarsteller durch seine ersten beiden Filme ("Rysopis" und "Walkower" […] Von Lukas Foerster

Nur Geduld: Jean-Claude Caissys 'La Belle Visite'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2010 […] Kein Grand Hotel, aber ein Ex-Motel Abgrund ist das Altersheim, das Jean-Claude Caissy in seinem Dokumentarfilmdebüt "La Belle Visite" porträtiert. Der Abgrund, an dem es steht, ist so tief nicht, der Blick, den man hat, geht sehr großzügig sogar ins Weite, hinaus aufs Meer. Im Sommer können die Bewohner des Heims direkt vor ihrer Tür sitzen, die Sonne im Gesicht, nichts als den Ozean zwischen sich […] dieses Nachlebens aus. Und Caissy enthält sich klug jeden Kommentars, der durch die von ihm nach allen Regeln fortgeschrittener Dokumentarfilmkunst komponierten Bilder dieses Lebens nicht gedeckt wäre. Jean-Francois Caissy: "La belle visite". Dokumentarfilm. Kanada, 2009, 80 Minuten (Forum, Vorführtermine) […] Von Ekkehard Knörer

Godard Antisemit? Material

Redaktionsblog - Im Ententeich 17.12.2009 […] Ist Jean-Luc Godard Antisemit?, fragt die FAZ heute. Nun ja, 1977 war er es jedenfalls, wenn man diese Passage aus einem hier dokumentierten Brief an den palästinensischen Lyriker Elias Sanbar liest. Godard denkt über das Foto eines "Muselmanen" nach. So nannte man in den KZ verhungernde Insassen im letzten Stadium. Auf französisch ist das Wort absolut identisch mit dem Wort für "Muslim" - nämlich […] Von Thierry Chervel

Google books paradox

Redaktionsblog - Im Ententeich 15.11.2009 […] Google Book Settlement nur noch amerikanische Bücher online verfügbar machen, heißt es (mehr zu den Details des neuen Google Book Settlement bei irights.info). Der ehemalige Direktor der Bibliothèque, Jean-Noël Jeanneney, hatte vor ein paar Jahren die Horrorvorstellung verbreitet, Google Books würde durch Bevorzugung der eigenen Sphäre die amerikanische Hegemonie steigern. Europäische Politiker nickten […] Von Thierry Chervel