Stichwort

Islam

23 Artikel - Seite 1 von 2

Man kann ja auch mal träumen: Marwa Zeins Doku "Khartoum Offside" (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2019 […] vorgesehene Geld der Fifa nicht ausbezahlt bekommen. Und Frauen im Westen, die gern darauf bestehen, dass Kopftuch tragen zur Religionsfreiheit gehört, könnten lautstark dafür demonstrieren, dass der Islam nicht zur Bevormundung und Unterdrückung von Frauen missbraucht werden sollte. Man kann ja auch mal träumen. Anja Seeliger Oufsaiyed Elkhortoum - Khartoum Offside. Regie: Marwa Zein. Dokumentarfilm […] Von Anja Seeliger

Ausnahmslos Differenz

Redaktionsblog - Im Ententeich 13.01.2016 […] Kette an Folgerungen. Es ist ein Kennzeichen des Antirassismus, dass er sich die Muster des erklärten Feindes zu eigen macht. Pascal Bruckners Formel vom "Rassismus des Antirassismus", die er in der Islam-Debatte von 2006 prägte, trifft zu. Der Antirassismus ist jene Schule der Linken, die im "weißen Mann" die einzig agierende Kraft der Geschichte sieht. Alle anderen sind nicht nur exkulpiert, es wird […] Von Thierry Chervel

Löst Religion das Problem mit der Religion?

Redaktionsblog - Im Ententeich 19.10.2015 […] interreligiösen Liebesbotschaft. Pater Paolo ist bei seinen religiösen Exerzitien vor vierzig Jahren das Wort "Islam" als Phantomschrift am Horizont erschienen, erzählt Kermani in seinem Buch "Ungläubiges Staunen". Pater Paolo hat daraufhin die Gemeinde von Mar Musa aufgebaut und sich der Liebe zum Islam und den Muslimen verschrieben und stößt damit auf die innigste Bewunderung Kermanis, dessen "Ungläubiges […]

Die große Faszination

Essay 12.10.2015 […] auf der Grundlage der kanonischen Texte des Islam eine friedliche, mit den Menschenrechten kompatible Version davon zu lehren und weshalb eine radikale Reform insbesondere des Verhältnisses der Gläubigen zu Koran und Hadithen dringend erforderlich ist. Demgegenüber ergeht sich Kaddor in allgemeinen Aussagen über die ach so divergenten Strömungen des Islam, aus denen jeder das Passende herauslesen könne […] Marionette, zeichnet allerdings allein die religiöse Propaganda verantwortlich. Deutschlands bekannteste Islampädagogin, Lamya Kaddor, die als Religionslehrerin in Dinslaken einen anderen, friedlichen Islam zu vermitteln versucht, musste erleben, wie ehemalige Schüler von ihr sich für den Dschihad in Syrien haben anheuern lassen. Für sie steht fest, dass es Erfahrungen des Ausgegrenztseins in der deutschen […] Buch (4) spricht sie gar von Muslimen, die zum wahabitischen Salafismus "konvertieren", als handele es sich hierbei um eine andere Glaubensrichtung ohne den geringsten Bezug zu den basalen Texten des Islam. Dabei bedient sie lediglich eine Retourkutsche auf salafistische Kampagnen, die ihrerseits nicht radikalisierte Muslime gern als "Ungläubige" abstempeln.(5) Dementsprechend hält sie daran fest, dass […] Von Daniele Dell'Agli

Kunst war eh nie frei

Redaktionsblog - Im Ententeich 06.05.2015 […] viel Verve legte er den Unterschied zwischen horizontalem und vertikalem Gottesbezug dar. Ein horizontal strukturiertes Christentum könne die Blasphemie vom Staat ahnden lassen, während im vertikalen Islam der Gläubige selbst und direkt zuständig sei. Dass man, wie Frankreich es tut, Blasphemie einfach gar nicht ahndet, weil sich religiöse Dogmen - anders als Menschen - angreifen lassen müssen, stand […] Von Thekla Dannenberg

Ein Wald aus Verboten

Redaktionsblog - Im Ententeich 29.01.2015 […] Leser, um den ich mich kümmere, ist kein IS-Anhänger, sondern lebt in Brooklyn, hat Familie und ist strenggläubig." Dann wird die New York Times demnächst sicher auch unterlassen das Frauenbild des Islams oder die Regeln der Scharia in Frage zu stellen! Baquet, aber auch moralische Autoritäten wie Theo Sommer (hier), verbreiten gern den Irrtum, die Zeitungen sollten die Karikaturen aus "Solidarität" […] Von Thierry Chervel

Die Grenzen enger ziehen

Redaktionsblog - Im Ententeich 28.01.2015 […] die Muslime nicht gezwungen werden, sich zu der Sache zu verhalten. Die Deutschen sollen ihre Nazizeit aufarbeiten, die Amerikaner die Sklaverei, die Franzosen ihre Kolonialvergangenheit. Aber den Islam zur Selbstreflexion aufzufordern – das wäre Islamophobie. Andreas Zielcke hat in der SZ am Freitag geschrieben, was man einen "klugen Text" nennt, virtuos verschwurbelt, sich nach allen Seiten absichernd […] Die eigentliche Spitze von Zielckes Artikel liegt darin, dass er ausgerechnet Anshuman A. Mondal zum akademischen Sittenrichter für die Grenzen von Satire erklärt, dessen gerade publiziertes Buch "Islam and Controversy" vielen in diesem Moment wie gerufen kommt. Mondal, Anglist an der Londoner Brunel-Universität, versucht explizit den von Autoren wie Salman Rushdie und Kenan Malik verfochtenen uni […] akzeptieren, der sie unterliegt." Diesen Begriff der Meinungsfreiheit appliziert Zielcke nun also auf Charlie Hebdo und kommt zu keinem guten Ergebnis für die Zeitschrift. Sofern ihre Karikaturen den Islam attackierten, attackierten sie zwar eine Figur der Macht und seien somit legitim. Aber Charlie Hebdo verkenne den Kontext dieser Zeichnungen: Innerhalb Frankreichs seien die Muslime eine Minderheit […] Von Thierry Chervel

Das Schweigen der Medien

Redaktionsblog - Im Ententeich 18.09.2012 […] inszenierte Empörung im Orient dient dazu, die Freiheit im Westen einzuschränken. Chomeini wollte mit seiner Morddrohung zeigen, dass der Bannstrahl seiner Macht bis in diese Länder reicht. So groß ist der Islam! Und wie gesagt: Es sind die klassischen Medien, die sich zu Propagandisten dieses von den Islamisten bezweckten Einknickens machen. Das Internet ist will sich einfach in seiner Freiheit nicht einschränken […] Von Thierry Chervel

Die Dialektik der Gegenaufklärung

Redaktionsblog - Im Ententeich 09.08.2012 […] Fleisch von Tieren, denen bei Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten wird, die sich aber zum Trost sagen können, dass ihr Kopf in Richtung Mekka liegt. Ja, das Judentum gehört zu Deutschland, der Islam gehört zu Deutschland. Christen, Juden und Muslime müssen ohne Angst in Deutschland ihre Religion leben können. Und sie müssen akzeptieren, dass es in Demokratien keine Frage gibt, die man nicht stellen […] Von Thierry Chervel

Die wahren Phoben sind die Philen

Redaktionsblog - Im Ententeich 23.05.2011 […] kann als "islamophob" nur bezeichnet werden, wer Angst vor dem Islam hat. Lassen wir einmal beiseite, dass Phobien grundsätzlich Ekel-, Lähmungs- und Fluchtreflexe hervorrufen und insofern mangels Agressionspotenzial nicht einmal der diffus mitgemeinte Sinn von "Islamhass" oder "Rassismus" getroffen wäre: Wenn jemand keine Angst vor dem Islam hat, dann doch wohl Publizisten, die dessen sozialen Fallout […] dass ihnen selbst die minimalen Freiheiten, die ihnen in den säkularen Diktaturen gewährt wurden, wieder abgesprochen werden. Revolution sieht anders aus. Der gesellschaftspolitische Teufelskreis im Islam lässt sich so nüchtern wie fatalistisch so beschreiben: solange eine Religion sich anmaßt, als totalitäre Ideologie jeden Atemzug der in einem Land lebenden Menschen zu maßregeln und diese von Anbeginn […] wie es passieren konnte, dass eine religiös fanatisierte Minderheit von Jugendlichen ungehindert der Gesamtgesellschaft eine Sexualmoral aus dem Mittelalter diktiert. Nein, wenn jemand Angst vor dem Islam hat und insofern semantisch korrekt als "islamophob" bezeichnet werden darf, dann sicher nicht die als Geisteskranke diffamierten Herzinger, Broder, Kelek, etc., sondern umgekehrt genau jene, die aus […] Von Daniele Dell'Agli

Die Muster des Kulturalismus

Redaktionsblog - Im Ententeich 08.09.2010 […] Ärger über Kritik war die Reaktion Timothy Garton Ashs auf Ayaan Hirsi Ali. Da sie den Glauben an den Islam aufgegeben hat, repräsentiert sie für ihn - nichts. Er sieht sie - so in einem Artikel des Guardian zur Zeit der vom Perlentaucher lancierten Islamdebatte - als "Dissidentin von außerhalb" des Islams. Wer derart integriert ist, ist für die Wohlmeinenden eigentlich gar kein Muslim mehr. Statt dessen […] eine Rede des FAZ-Feuilletonchefs Patrick Bahners, die noch vor der Sarrazin-Debatte gehalten wurde und in der Necla Kelek zu einem Heinrich Treitschke der Gegenwart umgemodelt wird. Kelek sagt: Der Islam ist das Problem. Und Treitschke sagte: Die Juden sind unser Unglück. Man weiß ja, wohin das führte. Assheuer und Bahners werfen sich schon mal in die Joppe des Resistants. Dabei ahnen sie nicht, dass […] es von Necla Kelek behaupten kann, die nur Sarrazins Darstellung der Missstände in Deutschland und sein Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt. Necla Kelek oder Ayaan Hirsi Ali kritisieren den Islam nicht, um junge Musliminnen anschließend auf die Plätze zu verweisen und ihnen mitzuteilen, dass sie aufgrund mangelhaften Genmaterials ohnehin keine Chance haben, etwas an ihrer Lage zu verändern. […] Von Thierry Chervel

Fantasie über die Zukunft des Schreibens

Redaktionsblog - Im Ententeich 14.03.2010 […] chkeit und den Hyperlink ist ein Blog doch immer ein Dialog, mit den Lesern, mit anderen Blogs oder Medien, und mit den Kritisierten. Für die Debatte gilt das gleiche. Am jüngsten Streit über den Islam könnten Medienwissenschaftler wunderbar die unterschiedlichen Argumentationsstrategien der unterschiedlichen Medien studieren. Verkürzt könnte man es so ausdrücken: In den Zeitungen redete man über […] Von Thierry Chervel