Stichwort

Salman Rushdie

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Radikale Auslöschung

Essay 19.02.2015 […] Wenn ein Schriftsteller wie Salman Rushdie, gegen den Chomeini 1989 wegen seines Romans "Satanische Verse" eine Fatwa ausgerufen hatte, ein Todesurteil, demzufolge weltweit jeder Muslim zur Vollstreckung aufgerufen war, und der deshalb fast ein Jahrzehnt lang im Untergrund verbringen und unter Polizeischutz leben mußte, sich nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo zu Wort meldet, dann kommt dem naheliegenderweise ein besonderes Gewicht zu. […] Von Wolfgang Kraushaar

Der Überfluss in der Gefahr

Bücherbrief 06.05.2014 […] Ha Jin Der ausgewanderte Autor Über die Suche nach der eigenen Sprache Arche Verlag 2014, 128 Seiten, 15,00 EUR In den USA tobt seit einigen Monaten ein etwas befremdlicher Streit um "World Literature", der einerseits von einem Buch Emily Apters, andererseits von einem manifesthaften Artikel der linken und hippen Literaturzeitschrift n+1 ausging: Zumindest in n+1 läuft es darauf hinaus, die Guten und die Bösen zu sortieren: Salman Rushdie und V.S. Naipaul gehören für n+1 ganz eindeutig zu den Agenten der Globalisierung, Rushdie irgendwie doch wegen seiner "Satanischen Verse", und Naipaul, weil er die folkloristische Nostalgie ablehnt, mit der die Linke auf die Peripherie blickt. […]

Glauben und Heucheln

Redaktionsblog - Im Ententeich 19.04.2013 […] Hier die kultursensitive Grafik aus der Zeit: Randow stellt sich damit in eine große Tradition, die sich in der deutschen Presse eingebürgert hat, seit im Jahr 1989 der Mordaufruf gegen Salman Rushdie lanciert wurde: auf jeden Fall zurückweichen, die eigene Angst als Mut verkaufen und die paar verbliebenen Anhänger der freien Meinungsäußerung und Religionskritik als "Fundamentalisten der Aufklärung" und Rechtspopulisten verhöhnen. […] Von Thierry Chervel
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