Stichwort

Sigmund Freud

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Der schöne Aberglaube

Vom Nachttisch geräumt 22.12.2016 […] Fast so etwas wie ein Kriegstagebuch Sigmund Freuds (1856 - 1939) sind diese Kalendereinträge der Jahre 1916 bis 1918. Rechts die Fotos der originalen Kalenderseite, links der transkribierte Text. Der würde uns freilich nicht viel weiterhelfen, wären da nicht die hervorragende Einführung von Michael Giefer und die die Kalendernotizen erst verständlich machenden ausführlichen Erläuterungen von Giefer […] schrieb er: 'Der schöne Aberglaube mit den 62 muss jetzt endgültig aufgegeben werden. Es ist doch gar kein Verlass mehr auf die Übernatürlichkeit.'" So viel Bewusstes und Unbewusstes hinter "62 J."! Sigmund Freud und seine Söhne Jean-Martin und Ernst 1916 während eines Fronturlaubs Ich wusste nicht, dass Freuds Aufsatz "Trauer und Melancholie" im Jahre 1915 entstand. Ich hatte ihn als einen merkwürdig […] bis 28 000 Euro.  Der letzte Eintrag stammt vom 8. Dezember 1918 und hält die Geburt eines Enkels fest. Die Mutter stirbt im Januar 1920 und ihr Sohn, Freuds freudig begrüßter Enkel, schon 1923. Sigmund Freud: Die Kalendereinträge von 1916 - 1918, herausgegeben und kommentiert von Michael Giefer und Christfried Tögel, Stroemfeld, Frankfurt/Main, Basel 2016, 275 Seiten, zahlreiche Fotos, 38 Euro. […] Von Arno Widmann

Die Matrix und ihre Feinde

Essay 17.06.2013 […] "Während die einzelnen Religionen miteinander hadern, welche von ihnen im Besitz der Wahrheit sei, meinen wir, dass der Wahrheitsgehalt der Religion überhaupt vernachlässigt werden darf." Sigmund Freud Vorgeplänkel: Von Tempelwächtern und Erbsenzählern Wer die Debatte um Jan Assmanns Thesen im Perlentaucher verfolgt hat, wird rasch zweierlei begriffen haben: 1. Akademiker schätzen Theorien nicht […] "Religion und kulturelles Gedächtnis", München 2000, S. 97. [26] Tiraden gegen ihre Kulte bei Ezechiel (Ez 8), später Jeremiah und Isaia (47,I, III, 13-15). [27] a.a.O., S. 99. [28] ibid [29] Sigmund Freud: "Der Mann Moses und die monotheistische Religion" (1939), GW XVI, S. 220. [30] In Europa wird auch dieses Erbe fast nur noch von moslemischen Einwanderern ausagiert, mit weitgehend rechtswidrigen […] Kult zur Kultur", München 1996; Richard Faber: "Der Prometheus-Komplex", Würzburg 1984. [40] Friedrich Wilhelm Graf: "Moses Vermächtnis", München 2006; "Missbrauchte Götter", München 2009. [41] Sigmund Freud: "Die Zukunft einer Illusion" (1927), GW XIV, S. 364. [42] Hierzu hält man sich besser an Friedrich Heer: "Der Glaube des Adolf Hitler" (1968), Frankfurt, Berlin 1989. Die Standard-Biografie von […] Von Daniele Dell'Agli

Mose und der zornmütige Gott

Essay 06.02.2013 […] ische Religion zu geben. Manche Forscher glaubten, im biblischen Religionsgesetz das Erbe der kurzlebigen monotheistischen Religionsreform des Pharao Echnaton (um 1340 v. Chr.) zu erkennen; so Sigmund Freud in "Der Mann Moses und die monotheistische Religion" (1939). Viel spricht gegen diese Annahme. Nach heutiger Auffassung ist die biblische Darstellung als Offenbarungsdichtung zu beurteilen: Um 500 […] Erzählung ist aus dem Blickwinkel der Mose-Partei geschrieben, jener Partei also, der das Judentum bis heute in der Ablehnung bildlicher Darstellungen Gottes folgt. Die Opposition gegen Mose hat Sigmund Freud stark beschäftigt. Der biblische Text, so mutmaßt er in "Der Mann Moses und die monotheistische Religion", verschweige die Rache der Opposition an dem überstrengen Volkserzieher: Mose habe seine […] Von Bernhard Lang

Monotheismus und Gewalt

Essay 29.01.2013 […] Gewalttätigkeit" lostreten würde. Mein damaliges Anliegen war eine diskursgeschichtliche Analyse von Texten, die Mose als Ägypter behandeln. Dabei ergab sich ein Bogen, der sich von Echnaton bis Sigmund Freud spannen ließ. Dieses Buch gab dann aber den Anstoß zu Debatten, die Themen in den Vordergrund stellten, die für mich ursprünglich eher am Rande lagen, und die mich in ihrer Radikalität und Polemik […] These, dass Mose ein Ägypter und überdies von Echnaton beeinflusst war, dessen in Ägypten ausgemerzten Sonnenmonotheismus er den Hebräern gebracht habe. Diese These vertrete aber nicht ich, sondern Sigmund Freud in seinem letzten Buch "Der Mann Moses und die monotheistische Religion" (1939).[6] Ich sehe überhaupt keinen historischen Zusammenhang zwischen Echnaton, der um die Mitte des 14. Jahrhunderts wirkte […] Von Jan Assmann

Leseprobe zu Ulrike Ackermann: Eros der Freiheit, Teil 1

Vorgeblättert 21.09.2008 […] Paradoxerweise liegt ihre Rechtfertigung gerade darin, daß nichts anderes der ursprünglichen menschlichen Natur so sehr zuwiderläuft. Denn das Gebot »?Liebe deinen Nächsten wie dich selbst?«, so Sigmund Freud, »ist die stärkste Abwehr der menschlichen Aggression«. So wie im Bildungsprozeß der individuellen Psyche kindliche aggressive Potentiale abgespalten und umgewandelt werden und der gereiften Person […]

Vorgeblättert

Vorgeblättert 22.02.2007 […] freie Tonalität. Die Künstler der Wiener Werkstätte und der Art nouveau erschufen eine neue, lebensnahe Bildsprache, Otto Wagner und Adolf Loos bereiteten einer entrümpelten Architektur den Weg, Sigmund Freud entwickelte mit der Psychoanalyse ein neuartiges Menschenbild. Mittendrin im lärmenden Getöse, im "schwindelerregenden Kreisen": die heranwachsende Vicki. Als Backfisch war sie nun alt genug, um […] Automobilen. Einige Protagonisten des Wandels lebten praktisch vor Vickis Haustüre. In der Nähe der Oberen Donaugasse, dort, wo nun Großmutter Fanny, Onkel Sandor und Tochter Jenny wohnten, hatte Sigmund Freud das Realgymnasium besucht, jener Arzt, der die bei den Wienern so verbreiteten realitätsverzerrenden Abwehrhaltungen erforschte und nicht zuletzt aufgrund dieser Beobachtungen die revolutionäre […]