Redaktionsblog - Im Ententeich 04.04.2016 […] Aber schön ist es, mit Katzen im Bett
zu schlafen, irgendwo in der Nähe
der Füße, dort, wo die Zehen
vorsichtig in eine nächtliche Welt
Ausschau halten wie Mauerwächter
einer sehr alten Stadt, der Stadt
des Schlafs auf der Hochebene der Dunkelheit -
die Katze also, nicht allzu nah,
doch in einer Art Einverständnis
mit den Zehen, diesen zehn Wächtern
gegen Dunkelheit, Chaos, Nichts
und gegen den Lärm eines fernen Zuges.
Und der Schlaf der Katze ruft in mir
einen tieferen Schlaf hervor,
ihre Art, sich wie ein Fötus einzurollen
um ihren eigenen Mittelpunkt,
gibt mir ein Gefühl der Vertrautheit,
ein Heimatgefühl,
so als wäre diese Welt
ein gänzlich natürlicher
Aufenthalt.
***
Zum Weiterlesen:
Lars Gustafsson, Die Stille der Welt vor Bach, München 1982.
[…] Von Marie Luise Knott
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