Stichwort

Schulbücher

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'Ihr seid Sieger!'

Redaktionsblog - Im Ententeich 08.10.2015 […] historische Erforschung und den wissenschaftlichen Diskurs zunehmend torpediert würden. Das weitaus gravierendere Problem sei die positive Verklärung Stalins nicht nur in Fernsehserien, sondern auch in Schulbüchern. 1989 sahen nur 18 Prozent der Bevölkerung in Stalin einen Wohltäter des russischen Volkes, berichtet Sorokin, 1998 waren es bereits 36 Prozent und heute sind es über 50 Prozent. Da könne man nicht […] Von Thekla Dannenberg

Leseprobe zu Wendy Lower: Hitlers Helferinnen. Teil 3

Vorgeblättert 14.07.2014 […] Abstammungstafeln, die zweierlei zum Ziel hatten: Die Kinder wurden sich ihrer deutschen »Blutszugehörigkeit« bewusst, und die Lehrer wussten, wer »arisch« war und wer nicht. In Neuausgaben von Schulbüchern paarten sich antisemitische Parolen und fratzenhafte Darstellungen von Juden mit NS-Symbolen und erbaulichen Zitaten, die einem attraktiven, retuschierten »Führer« zugeschrieben wurden. Das öffentliche […]

Leseprobe zu Georges-Arthur Goldschmidt: Ein Wiederkommen. Teil 3

Vorgeblättert 27.02.2012 […] immer den Anblick von Prunksälen mit kannelierten Pilastern entlang der Mauern und bemalten Plafonds entstehen ließ und die er nun im Koffer rumpeln hörte. Darin lagen auch ein Nachthemd und seine Schulbücher für die Vorbereitung auf den zweiten Teil des Abiturs. In Frankreich bestand damals das Ab­i­tur aus zwei Prüfungen im Abstand von einem Jahr. Herr von Weinbein schwieg, und dann standen sie beide […]

Leseprobe zu Katharina Born: Schlechte Gesellschaft. Teil 1

Vorgeblättert 31.01.2011 […] entscheiden. Dabei war sie lediglich die Frau, die Peter Vahlen einmal geheiratet hatte. Und auch wenn Vahlen zu Lebzeiten bekannter gewesen war als Gellmann, heute spielte sein Name außerhalb der Schulbücher und Anthologien kaum noch eine Rolle.      "Verstehen Sie mich bitte nicht falsch", begann Wieland von neuem. "Ich habe durchaus davon gehört, dass Sie nicht gerne solche Anfragen bekommen. Aber […]

Leseprobe zu Romualdas Granauskas: Das Strudelloch. Teil 1

Vorgeblättert 29.07.2010 […] Gaucys, aber er hatte es bewältigt.      Bald bekam er für die russische Sprache nur noch die beste Note, es waren die einzigen Fünfen, die im Klassenbuch neben seinem Namen standen, da jetzt für Schulbücher sehr wenig Zeit übrig blieb.      Die Mutter verstand nichts von dem, was Gaucys während des Schuljahres machte, sie hatte auch keine Zeit, sich darum zu kümmern, ihr war es nur wichtig, dass das […]

Putin und die Medien - eine Bestandsaufnahme

Essay 15.01.2008 […] zunehmend verschärft, bis im Juni 1922 die Glawlit der RSFSR geschaffen wurde, die als zentrale Zensurbehörde sämtliche meinungsbildenden Medien - von der Tageszeitung über den Roman bis hin zum Schulbuch - zu überwachen und der jeweiligen Generallinie der KPdSU anzupassen hatte. Von Beginn an übertraf die Sowjetzensur bezüglich ihrer Methoden, ihrer Reichweite, ihrer Auswirkungen alles, was im za […] Von Felix Philipp Ingold

Tagtraum

Essay 18.06.2007 […] Ganzes zu betrachten versuchen. Dazu kann man Norman Davies? langen Essay "Europe. A History" zählen - leider mit seinen 1200 Seiten kein geeignetes Schulbuch. Weniger gelungen dagegen erscheint ein kollektiv geschriebenes, deutsch-französisches Schulbuch der europäischen (nicht deutsch-französischen) Geschichte nach 1945. Anschaulich im Aufbau, nicht überbordend im Umfang, letztendlich aber doch zu […] innerdeutsche Debatte um die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze (und damit auch die Tragweite der deutsch-polnischen Versöhnung). Die Krönung der europäischen Zeitgeschichte in diesem merkwürdigen Schulbuch ist die Ikone des Petersburger Dreiecks, ein großes Bild Chiracs, Schröders und Putins, wahrscheinlich als Tribut der Autoren an die Erfordernisse der Tagespolitik gemeint, von der ein Jahr später […] politisch nicht opportun erschien. Und dennoch ist dieser deutsch-französische Versuch lobenswert, weil er überhaupt angegangen wurde und zur Nachahmung anspornte. Nun soll ein deutsch-polnisches Schulbuch folgen. Und hoffentlich wird es auch von den Nachbarn kritisch gelesen. Das Fazit lautet also, dass die europäische Öffentlichkeit zwar eine theoretische Unmöglichkeit sein mag - wie Ulrich K. […] Von Adam Krzeminski

Untergänge und Aufstiege

Vom Nachttisch geräumt 23.01.2007 […] des Christentums in Schulbüchern islamisch geprägter Länder" ist der Titel der beiden Bände, die sich mit Ägypten, Palästina, Türkei und Iran beschäftigen. Es sind die Ergebnisse mehrjähriger wissenschaftlicher Arbeit. Entsprechend umständlich ist die Form der Darstellung. Die Autoren knüpfen an die Untersuchung der Darstellung des Islam in bundesrepublikanischen Schulbüchern an. Wer sich also eingehend […] unmöglich. Schon, dass zum Beispiel die Studie über die palästinensischen Schulbücher auf Büchern basiert, die, wie der Autor der Studie schreibt, 2005 oder 2006 durch neue ersetzt werden sollten, macht die die beiden Bände so gut wie untauglich für die Einschätzung der aktuellen Situation. Es sind historische Dokumente für die Schulbuch-Situation um die Jahrtausendwende. Darüber hinaus vermitteln die Bände […] Einzelnen nicht in die Wirklichkeit, sondern in die herrschenden Überzeugungen. Das gilt auch für unsere Schulen und Schulbücher. Da fällt es uns nur nicht so auf, weil es - zu einem großen Teil - ja tatsächlich auch unsere Überzeugungen sind. Aber wieviel Zeilen widmen unsere Schulbücher dem Einfluss der muslimischen Logiker und Philosophen auf die Herausbildung der großen spätmittelalterlichen christlichen […] Von Arno Widmann

Die Großartigkeit des Landes Dada

Post aus der Walachei 23.03.2006 […] tellers zu lesen ist. Offensichtlich werden die alten Hallen heute als Depots benutzt. Kaum ein Mensch verbindet diesen Ort noch mit dem Pogrom; der Holocaust in Rumänien kam (und kommt) in den Schulbüchern nicht vor. Und wer etwas weiß, schweigt aus Gewohnheit auch heute. Noch 2003 gab die rumänische Regierung verschiedene widersprüchliche Erklärungen über die Existenz des Holocaust in Rumänien ab […] Holocaust geschrieben. Zweieinhalb Jahre arbeitet Celan als Übersetzer und Lektor in Bukarest. Wäre er Ende 1947 nicht in den Westen emigriert, würde die "Todesfuge? heute wohl nicht in deutschen Schulbüchern stehen. Das Unaussprechliche Der fünfjährige Junge aus der Bukowina, Norman Manea, überlebt mit seinen Eltern das Konzentrationslager und bleibt in Rumänien. Auch er wird Schriftsteller, allerdings […] Von Hilke Gerdes