Perlentaucher-Autor

Marie Luise Knott

Marie Luise Knott, geboren 1953 in Köln, studierte Politische Wissenschaft und Romanische Literatur und arbeitete als Verlagslektorin. Sie war Chefredakteurin der deutschsprachigen "Le Monde diplomatique". Heute lebt sie als freie Publizistin, Herausgeberin und Übersetzerin in Berlin.
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Sticht und stanzt

Tagtigall vom 31.10.2016 31.10.2016. Der Krieg hat nicht nur die ukrainische Gesellschaft umgeformt. Er hat auch das Schreiben der Dichter geprägt. Zu den jüngsten Gedichten, Songs und Reisenotizen des ukrainischen Autors Serhij Zhadan.

Schwarze Schmetterlinge

Tagtigall vom 03.06.2016 03.06.2016. "Wann wird die Sonne in ihrer Schönheit wieder über ganz Afrika scheinen?" fragt der südafrkanische Dichter Wanga Gambushe. Noch stehen vor einer afrikanischen Renaissance Selbstzweifel, die Wunden der Apartheid und die Sünden der Väter. Die Elandantilope hört teilnahmsvoll zu. Eindrücke vom Poetry Lunch in Kapstadt.

Sehen, was nicht vorgesehen

Tagtigall vom 19.04.2016 19.04.2016. Die Lyrik, dieses "ungereimte Zeug" (Schrott), der man lange Zeit ein Schattendasein nachsagte, ist im Aufwind - mit lebhaften Debatten, einer Vielfalt an Positionen und internationalen Vernetzungen. Vier kurze Hinweise.

Rauschwarz, rakuschwarz

Tagtigall vom 07.03.2016 07.03.2016. Marion Poschmanns Gedichtband "Geliehene Landschaften", soeben erschienen, ist in Leipzig für den Buchpreis nominiert. Benötigen wir die Natur um den Preis, dass wir sie erfinden müssen?

Rote Milch

Tagtigall vom 12.11.2015 12.11.2015. Sprache ist an die Wirklichkeit gebunden und gleichzeitig führt sie ein Eigenleben. Nachdenken über den inneren Zirkus der Worte.

Aus der ideologischen Antike

Essay vom 06.07.2015 06.07.2015. Die Kunstbiennale in Venedig läuft noch bis November und wird auch dieses Jahr wieder Millionen Besucher anziehen. Doch die öffentlichen Reaktionen auf die von Okui Enwezor kuratierten Räume - zentraler Pavillon und Arsenale - sind durchwachsen. Von "Inhaltismus" und "Revolutionsromantik" ist die Rede. Überhört wurden im Trubel der Eröffnung die Stimmen, die in den Sälen umgehen, ein wenig wie Gespenster - oder sind es doch gute Geister?

In den sonnigen Welt

Tagtigall vom 29.04.2015 29.04.2015. Ein unfertiges Gedicht von Ernst Jandl: Auch wenn es aus formalen oder thematischen Gründen in keinen seiner Gedichtbände Eingang fand, gibt es doch mehrere Fassungen.

Der Tempel im Innern unseres Hörens

Tagtigall vom 23.03.2015 23.03.2015. Niemand feiert seine Dichter so wie die Iren. Als vor einigen Monaten ein Fernsehsender das meistgeliebte irische Gedicht des 20. Jahrhunderts suchte, fiel die Wahl aus Tausenden von Zusendungen auf Seamus Heaneys Erinnerung an das Kartoffelschälen mit seiner Mutter. (Bild: Wikipedia/Simon Garbutt)

Lücken und Leeren

Tagtigall vom 18.02.2015 18.02.2015. Bis Mitte der 2000er wurde die englische Dichterin Lavinia Greenlaw auch in Deutschland übersetzt. Dann riss der Faden. Dabei ist die Lektüre immer noch lohnenswert, wie ein Blick in Greenlaws neuen Gedichtband "The Casual Perfect" beweist. Eine Ermunterung.

Die Raubtiere werden immer schneller

Tagtigall vom 20.01.2015 20.01.2015. 2015 feiern Deutschland und Israel 50 Jahre diplomatischer Beziehungen, die 1965 offiziell beschlossen wurden, nachdem 13 Jahre zuvor, 1952, Konrad Adenauer und Moshe Sharett das erste "Wiedergutmachungsabkommen" in Luxemburg unterzeichnet hatten. Wir beginnen die Tagtigall dieses Jahres daher mit einem israelischen Dichter: Dan Pagis.

Über Eigenart

Tagtigall vom 21.11.2014 21.11.2014. Draußen ist es kalt, grau und düster. Wovon träumen wir da? Von der Liebe - mit Reim und Rhythmus, Maß und Klang. Wie in Hebbels "Ich und Du".

Du richtest den Kopf hoch

Tagtigall vom 27.10.2014 27.10.2014. Wer erinnert sich noch an Uwe Greßmann, in dessen Versen die Straßenbahnen Geige spielten und "die Firma" Irma hieß? Der 1969 im Alter von 36 Jahren verstorbene Dichter galt in der DDR als Sonderling; im Westen, wo man damals auf "Ermittlungen" und "neue Schlichtheit" setzte, blieb er nahezu unbekannt.

Jedes Wort ein Diversant

Tagtigall vom 08.09.2014 08.09.2014. In Marcel Beyers neuem Gedichtband "Graphit", in dem vielfach Fotos Auslöser gewesen sein dürften, hört man immer wieder einzelne Stimmen im Thomas Klingschen Sinne heraus. Das Rheinland natürlich: flück flück flück. Eine Hommage.

Hörnerschwung

Tagtigall vom 12.07.2014 12.07.2014. Walliser Schwarzhalsziegen, ein Melklied, Clarice Lispector und "fremd sprechen" - Beobachtungen vom 19. Internationalen Literaturfestival im Walliser Leukerbad.

Und ein volles Glas auf dem Schrank beobachtet uns

Tagtigall vom 25.03.2014 25.03.2014. Im Nürnberger Poetenladen gibt es die Rubrik "Stele", erdacht hat sie als kleine Nachruf-Kolumne der Dichter Hans Thill. Dichter gedenken darin ihrer verstorbenen Kollegen. Heute erinnert die Tagtigall an den ungarischen Dichter Szilárd Borbély, der im letzten Monat, am 19. Februar 2014, aus dem Leben schied.

Zwischen Schweigen und Schreiben

Tagtigall vom 26.02.2014 26.02.2014. Es gibt eine Theorie, die besagt: Wir leben nicht sehr viel. Die meiste Zeit erinnern oder hoffen wir. Der Dichter Andreas Altmann verwendet in "Die lichten lieder der bäume liegen im gras und scheinen nur so" als Erzählzeit die Gegenwart und setzt seine Erinnerungen der Gegenwart des Gedichtes aus.

Die geheimen Gesetzgeber der Welt

Tagtigall vom 27.01.2014 27.01.2014. Was wäre, wenn Politiker ihre Sitzungen mit einem Gedicht eröffnen würden? Das schlug kürzlich Michael Krüger im Schloss Bellevue vor. Marie Luise Knott nimmt den Faden auf und spinnt ihn weiter: Über den Einfluss William Carlos Williams' auf Bankdirektoren, Oskar Pastiors auf eine Redaktionssitzung des Stern oder des Seeschlangensongs auf das Außenministerium...