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NSA

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Gespür für Physiognomien: Jeff Nichols 'Midnight Special' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2016 […] als nach den richtigen Geburtshelfern zu suchen. Roy und Lucas bekommen bald Unterstützung von einer blond bezopften Kirsten Dunst, die Verfolgerseite reduziert sich auf zwei Sektenkiller und einen NSA-Agenten (Adam Driver), der zu den schönsten Figuren des Films gehört: ein tappsiger, schüchterner Jüngling, der zunächst noch zaghaft der Staatsraison das Wort redet, dann aber schnell von seinem inneren […] Von Lukas Foerster

Ich denke hier an einen Walzer

Essay 11.03.2015 […] Stimmung des Buches nachzuspüren, und dazu musste ich unbedingt Fort Meade in Maryland, 200 km von New York, besuchen, diesen Militärstützpunkt und Sitz der ebenso gefürchteten wie undurchsichtigen NSA. Hier fand auch der Prozess gegen Bradley - jetzt Chelsea - Manning statt. Wer den Roman gelesen hat, weiß, dass der frühere Marines-Angehörige, der einst in Bagdad diente und später der Webseite Wikileaks […] aufrichtige Anerkennung, ich ziehe den Hut vor ihr, auch wenn wir letzten Endes doch nicht in die Festungsstadt hineinkamen, weil dies nur deren etwa 100 000 Bewohnern gestattet ist, die fast alle für die NSA arbeiten. Selbst das Museum, das uns gegenüber den schon vom Anblick her furchteinflößenden Wachleuten als Vorwand für unseren Besuch diente, selbst das Museum also, das wie alle anderen Museen dieser […] aufgrund der Bandenkriege unter den Drogenkartellen die achthöchste Kriminalitätsrate unter den Städten in den USA aufweist - seltsam genug für eine Stadt, die nur wenige Kilometer von Fort Meade und der NSA entfernt liegt!- in Baltimore also, das mit seinen verlassenen Vierteln einer Geisterstadt gleicht, stößt man im Norden der Stadt, im Universitätsviertel, auf das "Red Emma"s", eine idyllische Oase des […] Von Najem Wali

Kosmischer Tsunami

Im Kino 05.11.2014 […] Wer die internationale Nachrichtenlage auch nur obeflächlich verfolgte, konnte letzten Sommer gar nicht anders, als die zur maximalen Abstraktion tendierenden Enthüllungen über die Datensammelwut der NSA (und, wie sich schnell herausstellte, zahlreicher europäischer Geheimdienste) um eine exakt verortbare Konkretion zu ergänzen: Zwar ging (und geht) es darum, dass wir alle nicht wissen, wer wo welche […] Moskauer Flughafens fest, und dann wähnte man ihn schon in einem weiteren Flugzeug in Richtung Südamerika, und dann blieb er doch in Russland. Vielleicht ist das sogar eine der erstaunlicheren Aspekte der NSA-Affäre (deren manifester Inhalt wenigstens mich persönlich weit weniger erregt hat als die darüber fast komplett vergessenen NSU-Ermittlungen): Zumindest solange Snowden nicht in der relativen Sicherheit […] Von Lukas Foerster, Thomas Groh

Frühjahrsbücher 2014: Sach- und politische Bücher

Bücher der Saison 18.04.2014 […] die hervorragende Übersetzung durch Martina Wiese. Internet "Dieses Buch zerstört Illusionen und lässt einem das Blut in den Adern gefrieren", schreibt Nils Minkmar in der FAZ über die Studie "Der NSA-Komplex" (bestellen) von Marcel Rosenbach und Holger Stark. Auf fast 400 Seiten zeigen die beiden Spiegel-Journalisten die Dimension des grenzenlosen Überwachungsapparates, den Edward Snowden mit seinen […]

Vom Frontalen ins Virale

Essay 27.03.2014 […] so dumm ist, nichts. Auch nichts Falsches. Und dass es lernt, wird nicht garantiert. Es setzt sich aus den zufälligen Schnipseln keine Geschichte, sondern ein willkürliches Zerrbild zusammen: Bei der NSA und bei meiner Bank oder meinem Telefonanbieter, die aus den wenigen Kontakten ein Profil meiner Persönlichkeit anlegen. Das Ich verschwindet unter Einträgen. Ohne Struktur, das wissen wir vom Entropiesatz […] verletzbarer gemacht hat. Die Politik sollte wissen, dass erst die Verfügung über meine Lebensäußerungen mich souverän macht, und souverän muss der Bürger in der Demokratie sein. Der Staat, der sich eine NSA leistet, wie die USA das tun, gefährdet am Ende also sich selbst, und zwar nicht anders, als die DDR es machte. Deshalb muss man, statt nur ohne Echo zu brüllen, fragen, warum er das tut. Woher kommt […] Von Ralf Bönt

Jedes Jahr ein bisschen: Richard Linklaters 'Boyhood' im Wettbewerb

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2014 […] Limbo der sozialen Medien. Wobei "Boyhood" kein Agenda-Film ist. Dass Facebook darin erwähnt wird, Daft Punks Pop-Blockbuster "Get Lucky" im Autoradio läuft und es ein, zwei spitze Sätze gegen die NSA gibt, war zu Beginn der Dreharbeiten weder vorgesehen, noch abzusehen. Ans Werk machte sich Linklater - seit seiner im 9-Jahres-Rhythmus beständig aktualisierten "Before"-Liebessaga so etwas wie ein […] Von Thomas Groh

Freiheit als Leitkultur

Essay 07.11.2013 […] Da fliegt man von Berlin über 7000 km mit der aktuellen Nachrichtenlage von Snowden, NSA und Merkel-Handy auf dem Smartphone in die USA, um in "The Middle of Nowhere"' am Wartburg-College, Waverly, Iowa - viele Autostunden westlich von Chicago - über deutsch-amerikanische Geschichte zu diskutieren und muss feststellen, dass selbst die neuesten Nachrichten nur recycelte Geschichte sind. Alles schon […] unter anderem von Karl Marx verspottet. Andere flohen vor der Repression und Bespitzelung, wie sie Metternich in ganz Europa organisierte und die in nichts dem nachstand, worüber wir uns heute bei der NSA aufregen. Auch das ist ein Vermächtnis. Wir müssen erkennen, dass die Freiheit eben manchmal im Namen der Freiheit mit Füßen getreten wird. Viele von der Repression Vertriebene prägten mit ihren Ideen […] Von Peter Mathews