Stichwort

Botho Strauß

7 Artikel

Herbst 2006

Bücher der Saison 10.11.2006 […] Schönheit der schwarzen Himmel so eindrücklich wie nie genießt, ist der SZ dieses durchaus seltene, kostbare Buch unheimlich: Wird hier Erhabenheit nur zelebriert? Einhellige Zustimmung erntet Botho Strauß für die kurzen Prosastücke in "Mikado", was deshalb bemerkenswert ist, weil sein Verhältnis zum Kulturbetrieb nicht immer spannungsfrei war. Die taz ist froh, dass Strauß seine Verachtung der Gegenwart […] Von Thekla Dannenberg, Christoph Mayerl

Krach um Peter Handke

Link des Tages 04.06.2006 […] sammelt Reaktionen aus Österreich. Am 1. Juni wendet sich Peter Handke in der SZ in einer Kombination seiner beiden Artikel aus Liberation an das deutsche Feuilleton. Handkes Großdichterkollege Botho Strauß fordert in der FAZ eine Generalamnestie für Genies. Ulla Unseld-Berkewicz hält die Zurücknahme der Auszeichnung laut FR für einen "beispiellosen Akt". Und Frank Schirrmacher sieht die literarischen […] Tagesspiegel der gleichen Meinung und will Serbien vor falschen Anwälten wie Handke geschützt wissen. "Denn wie er dieses Land vertritt, ist beleidigend." In der gleichen Ausgabe sieht Marius Meller Botho Strauß' "widerwärtige" Verteidigungsrede für Handke als Beweis unserer liberalen Gesellschaft. "Ein Glück, dass es in diesem Lande wenigstens vernünftige Politiker gibt", seufzt Tilman Krause in der Welt […] Tagen. Das Ziel, die "Handkespaltung" zu überwinden und den Literaten mit dem Anwalt der Serben zusammenzuführen, ist gründlich gescheitert, kommentiert Ina Hartwig in der FR. In einer Kritik an Botho Strauß' Generalamnestie für Genies denkt Jörg Lau in ein nur online veröffentlichten Kommentar in der Zeit beide Handkes zusammen. Denn "wenn wir den Politiker Handke angreifen, verteidigen wir den Dichter" […] Von Thierry Chervel, Christoph Mayerl

Das Karussell der immergleichen Protagonisten

Fallende Blätter 07.10.2003 […] Aber eben, nur ein "obskurer": weil ein Kleinverlag keine Öffentlichkeit bietet, das dort Publizierte im Dunkeln bleibt, also gerade nicht "erscheint". Unter allen lebenden Autoren genießt einzig Botho Strauß das Privileg, nicht aufgrund von Attributen wie "schwierig", "überdeterminiert" oder "dunkel" sogleich aussortiert zu werden. Als Newcomer hätte auch er selbstverständlich nicht die geringste Chance […] Von Daniele Dell'Agli