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Schwein

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Trägt eine Maske: Mani Haghighis "Schwein" (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 21.02.2018 […] Killer, der anderen "Schwein" in die Stirn ritzt, trägt selbst eine Schweinemaske. Der Film ist gewissermaßen ganz selbstverständlich, was viele Filmemacher in ihren Produktionsnotizen für diese Berlinale laut heraustellen: Er ist dies, aber auch das. Oder er ist nicht dies, aber auch nicht das. Grenzen verwischen tut er sowieso. Sehr clever und sehr zeitgenössisch. Khook - Schwein. Regie: Mani Haghighi […] aus wie ein schmollender Waldschrat. Geliebte, Ehefrau und Tochter gehen langsam eigene Wege, während ein Mörder den bekanntesten Filmregisseuren des Landes den Kopf abschneidet und ihnen das Wort "Schwein" in die Stirn ritzt. Während er seine Geliebte beobachtet, die mit einem fremden Regisseur verhandelt und seine Tochter ihm erklärt, wie er sich den Reportern der New York Times gegenüber verhalten […] Von Anja Seeliger

Sinnlich nicht vorstellbare Kapazitäten

Snapshots Blog - von Sascha Josuweit 28.04.2014 […] brasilianischen Anápolis täglich fünf Rinder. 20 Jahre später sind es schon über 500. Noch einmal 40 Jahre später ist die Zahl auf unvorstellbare 85.000 Rinder pro Tag gestiegen, hinzukommen 70.000 Schweine und 12 Millionen Stück Geflügel; schneller wächst nur die kostengünstigere Produktion von Büffelfleisch. Die Söhne und Töchter José Batistas haben den Betrieb, der heute nach seinem Gründer JBS heißt […] Von Sascha Josuweit

Unbeschnitten: Kutlug Atamans 'Kuzu' (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 07.02.2014 […] stets betrunkenen Beschneider war, steigert sich bei dem Jungen zur blanken Todesangst, heilloser Verzweiflung und dem innigen Wunsch, nicht mehr Mamas Lieblingslämmchen zu sein: "Lieber will ich ein Schwein sein." Die Dorfoberen fahren schwere Geschütze auf - "Familie, Nation und Staat" -, um bei der Gruppenbeschneidung die verängstigten Jungen unter Kontrolle zu halten. Und während schon das halbe Dorf […] Von Thekla Dannenberg

Wie ein Wispern: Shane Carruthes 'Upstream Color' (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2013 […] der eine Art Droge verabreicht wird, ein Trank, der sie mit einem Wurm infiziert und willenlos macht. Sie verliert ihr Vermögen und ihren Job. Irgendwie wird der Wurm auf ein Schwein übertragen oder sie wird in ein Schwein verwandelt oder es gibt irgendwie plötzlich zwei Kris' in zwei parallelen Welten, einmal im Schweinekoben in Vermont und einmal in einer gesichtslosen Großstadt, wo sie einen Gefährten […] heart", wie die Amerikaner sagen. Hand aufs Herz: das ist ein ziemlich schwurbeliger Mystizimus, den "Upstream Color" da mit sich führt. Ko(s)mische Kreisläufe aus Orchideen, Maden, Menschen und Schweinen. Gegen Ende des Films wird's richtig ärgerlich. In der letzten Viertelstunde nämlich überkommt den Film, der sich doch über 80 Minuten lang erfolgreich narrativer Kohärenz verweigert hatte, plötzlich […] Von Elena Meilicke