Stichwort

Cyborg

7 Artikel

Teuer gestaltetes Elend

Im Kino 14.08.2013 […] unzugänglichen - Heiltechniken auf Elysium. Zeit fürs Body-Upgrade: Schmierige Datendiebe - Subtextforscher rufen: Prism! - rüsten Damon mittels Exoskelett-Applikation auf hygienisch zweifelhafte Weise zum Cyborg und wandelnden USB-Stick auf, dem nach erfolgreichem Einsatz auf Leben und Tod ein Ticket ins himmlische Wohlstandsparadies winkt: Maschinenstütze für den Muskelkörper im Moment seines biologischen […] Von Thomas Groh, Jochen Werner

Lummerland voll Wüstensand

Im Kino 16.12.2009 […] die beiden definitiven Cyborg-Filme gedreht. Und "Avatar" ist, wer weiß, der definitive Anti-Cyborg-Film. Die eigentliche Ironie stellen dann die - nicht mehr besonders schweren, aber nach wie vor ziemlich hässlichen - 3D-Brillen dar, die man tragen muss, um den Film in der von den Produzenten intendierten Weise zu rezipieren. Diese Brillen entsprechen voll und ganz der Cyborg-Logik.   Lukas Foerster […] zumindest keiner Technik, die als das Andere der organischen Natur gedacht ist und deshalb gezwungenermaßen stets von dieser abstrahiert. Sully will kein Cyborg werden, sondern ein Avatar. Zwei Logiken: auf der einen Seite die der Prothese und des Cyborgs. Naturbeherrschung qua Technik. Der Rollstuhl ist nur der Anfang, ihre perfekte Ausformung findet diese Logik im metallischen Panzer Colonel Miles Quaritchs […] und vergrößert. Man kennt solche Ungetüme aus japanischen Mecha Animes, dort können sie auch einem guten Zweck dienen, bei Cameron sind sie gleichzeitig konsequente Fortsetzung und Perversion der Cyborg-Idee: Technik wird zum Gefängnis eines Menschen, dessen Bezug zur Natur nur noch als Gewaltverhältnis gedacht werden kann. Auf der anderen Seite: die Logik der Avatare. Deren begrifflicher Ursprung […] Von Lukas Foerster, Ekkehard Knörer

Berlinale 2. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 10.02.2007 […] Ekkehard Knörer "tu ya de hun shu - Tuyas Ehe". Regie: Wang Quan'an. Mit Yu Nan, Ba Te Er, Sen ge. China 2006, 96 Minuten (Wettbewerb) Leuchtet, fliegt und jodelt: Park Chan-wooks "Ich bin ein Cyborg, aber das macht nichts" (Wettbewerb) Das Mädchen Young-goon ist außerirdisch. Schmales ovales Gesicht, eine hochgezogene Oberlippe, ein Ausdruck wie das Fünfte Element. In der ersten Szene des Films […] in der Young-goon, war Model, bevor sie Schauspielerin wurde. Ich weiß nicht, wie sie auf Koreaner wirkt oder auf Chinesen, für einen Europäer sieht sie auch ohne Zutaten aus wie ein wunderschöner Cyborg. Die einzigen Tricks aus der Maske, die das verstärken, sind die blond gefärbten Augenbrauen und die falschen Zähne, die sie manchmal trägt. Es ist das Gebiss ihrer über alles geliebten Großmutter […] , die sich für eine Maus hielt und den ganzen Tag Rettich aß, bis die Familie genug davon hatte und sie in eine Irrenanstalt steckte. Dabei wurde das Gebiss vergessen. Young-goon ist kein Cyborg, sondern schizophren. Es dauert allerdings eine Weile, bis der Zuschauer das begreift. Die erste halbe Stunde fragt er sich verwirrt, ob er hier in einem Korea-Popmärchen, einem Science-fiction-Film oder einem […] Von Ekkehard Knörer, Christoph Mayerl, Anja Seeliger

Konsolidierung der Herrschaft

Außer Atem: Das Berlinale Blog 08.02.2007 […] Lim Soo-jung in Park Chan-wooks "Ich bin ein Cyborg, aber das macht nichts", Szene aus Li Yus "Lost In Beijing" In der Rubrik Asien gibt es zum einen das jüngste Werk des für seine style-over-substance-Spektakel "Oldboy" und "Lady Vengeance" zuletzt sehr gehypten koreanischen Regisseurs Park Chan-wook mit dem neckischen Titel "Ich bin ein Cyborg, aber das macht nichts". Am anderen, nämlich dem […] Von Ekkehard Knörer