Perlentaucher-Autor

Thekla Dannenberg

Thekla Dannenberg, 1970 geboren, studierte Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut in Berlin, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München und arbeitete als Redakteurin bei der taz. Seit 2002 ist sie Redakteurin beim Perlentaucher, und schreibt für etliche andere Medien als Autorin und Kritikerin. Sie unterrichtete an der Universität Hildesheim und ist Mitglied der Jury für die Krimi-Bestenliste. 2014 erschien ihre Übersetzung von Robert Warshows Essayband "Die unmittelbare Erfahrung".
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Seele einhauchen: Christian Petzolds "Undine"

Außer Atem: Das Berlinale Blog 23.02.2020 Undine arbeitet als Historikerin für den Berliner Senat, im Märkischen Museum präsentiert sie Besuchergruppen die großen Planungsmodelle der Stadt, erzählt die Baugeschichte, macht die Ausmaße des S-Bahnrings anschaulich, oder versucht, das Humboldtforum begreiflich zu machen. Ein unmögliches Unterfangen. Früher wandelte man Schlösser in Museen um, seufzt sie, heute baut man "ein Museum in Gestalt eines barocken Herrscherpalastes". Ist Fortschritt unmöglich geworden? Von Thekla Dannenberg

Wohlkomponierte Zufälligkeiten: Matias Marianis "Cidade Pássaro" (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 22.02.2020 Eine coolere Kombination als die von Brasilien und Nigeria kann man sich kaum vorstellen, da kann nicht einmal die von Musik und Mathematik mithalten. Matias Marianis Spielfilmdebüt "Cidade Pássaro" greift hoch verbindet gleich alles, die Bewegung innerhalb des Südens und auf abstrakter Ebene: Der junge nigerianische Musiker Amadi kommt nach São Paulo auf der Suche nach seinem älteren Bruder Ikenna, der dort an einer Universität Qualitative Statistik unterrichten wollte. Von Thekla Dannenberg

Seid ernst und voller Kraft: Jia Zhangkes "Swimming Out Till the Sea Turns Blue" (Special)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 21.02.2020 Mit allen Mitteln, die das Kino zur Verfügung stellt, versuchen die chinesischen Filmemacher den rasanten Wandel ihres Landes zu erfassen, ihm Bilder und Bedeutung zu geben. Im vorigen Jahr lief Wang Xiaoshuais ergreifendes Melodram "So long, my son" im Wettbewerb, das von drei befreundeten Paaren erzählt, die mit den grundstürzenden Veränderungen des Systems innerhalb von dreißig Jahren klar kommen mussten, vom Ende der Kulturrevolution bis zum Turbokapitalismus. Von Thekla Dannenberg

Kreist um einen Fixstern des New Yorker Literaturlebens: Philippe Falardeaus "My Salinger Year" (Berlinale Special)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 20.02.2020 Kann man sich Sigourney Weaver für die Eröffnungsgala entgehen lassen? Diese große Schauspielerin, die mit ihren 1,80 Meter allein schon körperlich eine enorme Kraft und Coolness ausstrahlt. Die durchaus verführen kann, aber ihr Gegenüber meist doch eher in die Knie zwingt. In der "Alien"-Saga führte sie einen langen und unerbittlichen Kampf mit dem kosmischen Urmonster, in Ang Lees "Eissturm" macht sie ihren Liebhaber mit einem Achselzucken fertig: "Bitte, keine Geschichten aus dem Büro. Ich habe schon einen Ehemann." Von Thekla Dannenberg
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