Perlentaucher-Autor

Thekla Dannenberg

Thekla Dannenberg, 1970 geboren, studierte Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut in Berlin, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München und arbeitete als Redakteurin bei der taz. Sie ist Redakteurin beim Perlentaucher, Mitglied der Jury für die Krimi-Bestenliste und unterrichtet Journalismus an der Universität Hildesheim. 2014 erschien ihre Übersetzung von Robert Warshows Essayband "Die unmittelbare Erfahrung".

220 Artikel

Frühjahr 2005

Bücher der Saison 06.04.2005 Erfahrung schlägt Jugend, zumindest in diesem belletristischen Frühling! Der Trend geht zum Zweitroman. Thomas Kling, zu früh verstorben, wird noch einmal für seinen letzten Gedichtband gefeiert. Der Zweite Weltkrieg beherrscht die Sachbücher, aber auch die Idee von einem Leben ohne Arbeit. Wir haben dagegen keine Mühen gescheut, gesichtet und gesiebt, und die besten Neuerscheinungen des Frühlings ausgewählt. Von Thekla Dannenberg, Anja Seeliger

Berlinale 7. Tag

Außer Atem 16.02.2005 Es zeugt sich fort in Wes Andersons "The Life Aquatic With Steve Zissou". Der Film "Lost Children" steigt in die finsterste Hölle der Gegenwart - die Welt der Kindersoldaten in Uganda. Heute Abend findet in der Berliner Böll-Stiftung eine Podiumsdiskussion zu dem Film statt. "Fateless", Lajo Koltais Verfilmung von Imre Kertesz' "Roman eines Schicksallosen", ist ein Desaster. "Yan Mo - Before the Flood" dokumentiert nüchtern den Untergang der alten Stadt Fengjie, die einem Staudamm geopfert wird. In "Tickets" begleiten Ermanno Olmi, Abbas Kiarostami und Ken Loach ihre Helden auf dem Weg nach Rom.
Eine Liste aller besprochenen Berlinalefilme finden Sie
hier. Von Thekla Dannenberg, Ekkehard Knörer

Berlinale 5. Tag

Außer Atem 14.02.2005 Politisch ist Yash Chopras indisch-pakistanischer Liebesfilm "Veer-Zaara". Nicht politisch ist Hany Abu-Assads Wettbewerbsbeitrag "Paradise Now" über zwei Selbstmordattentäter. Schlecht politisch ist Robert Guediguians Film über Mitterrand. Eine Lichtgestalt: Julia Jentsch in Marc Rothemunds Wettbewerbsfilm "Sophie Scholl". Geniestreich einer Unbekannten - Liu Jiayin hat mit "Niu pi" einen Film über sich, ihre Eltern und die Katze gedreht. Paul Weitz zeigt im Wettbewerbsbeitrag "In Good Company" das Drama eines Teenagerbosses. Falsche Versöhnung mit der DDR findet nicht statt in Robert Thalheims "Netto". Tania Detkina erhängt in "Pakostnik" Teddybären.
Eine Liste aller besprochenen Berlinalefilme finden Sie
hier. Von Thekla Dannenberg, Ekkehard Knörer, Anja Seeliger

Berlinale 4. Tag

Außer Atem 13.02.2005 13 Seen, 10 Himmel - sonst nichts sieht man in James Bennings Filmen. Opfer oder Täter? Tamara Trampe und Johann Feindt begleiten in ihrem Dokumentarfilm "Weiße Raben" Heimkehrer aus dem Tschetschenienkrieg. Verschwendet seine Schauspielerlegenden: Andre Techines Wettbewerbsbeitrag "Les temps qui changent". Ein Manifest des Unspektakulären: Raymond Depardons Dokumentarfilm über Bauern in Frankreich "Profil paysans". Und dann noch eine Sensation: die rekonstruierte Fassung von Sergej Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin".
Eine Liste aller besprochenen Berlinalefilme finden Sie
hier.
Von Thierry Chervel, Thekla Dannenberg, Ekkehard Knörer

Berlinale 2. Tag

Außer Atem 11.02.2005 Lu Chuans "Kekexili" erzählt vom Kampf ums Überleben. Kriminalroman, Liebesgeschichte, Politfilm: der indische Film "Amu" verflicht die Geschichte eines adoptieren Mädchens mit der Geschichte der Sikhs. Der japanische Slackerfilm "Sekari no owari" zeigt Variationen der Langeweile. Im Eröffnungsfilm "Man to Man" lernen Kristin Scott Thomas und Joseph Fiennes, dass Pygmäen Menschen sind. Der Ehrenbär geht in diesem Jahr an den koreanischen Regisseur Im Kwon-taek. Eine Auswahl-Retrospektive stellt sieben seiner Filme vor: eine Entdeckung! Von Thekla Dannenberg, Ekkehard Knörer

Berlinale 6. Tag

Außer Atem 10.02.2004 In seinem Wettbewerbsfilm "Samaritan Girl" lässt Kim Ki-duk ein Kinderspiel in einer möderischen Katastrophe enden. Eine schöne Milchkuh ist der Star in Manuel Gutierrez Aragons "La vida que te espera" (Wettbewerb). Daniel Burman erzählt in seinem Wettbewerbsbeitrag "El abrazo partido" die halbe Weltgeschichte in einer argentinischen Ladenpassage. Sudhir Mishras "A Thousand Dreams Such as These" ist ein Ereignis der unspektakulären Art - ein um Realismus bemühter Bollywoodfilm. Von Thekla Dannenberg, Ekkehard Knörer, Anja Seeliger
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