Perlentaucher-Autor

Lukas Foerster

Lukas Foerster, geboren 1981 in Freiburg im Breisgau, hat an der Freien Universität Berlin Filmwissenschaft und Japanologie studiert. Seit 2005 schreibt er als freier Autor über Kino.
Rubrik: Im Kino - 319 Artikel - Seite 1 von 22

Zentrifugales Denken

Im Kino 15.10.2020 Der Filmessay "Orphea" von Alexander Kluge und dem philippinischen Regisseur Khavn zeigt eine Orphea in Gestalt von Lilith Stangenberg, die sich - mal zwischen Texttafeln, mal im urbanen Chaos von Manila - damit abgefunden hat, dass die Welt sich nach dem Verlust der Unschuld in eine Unterwelt verwandelt hat. In Reiner Holzemers Doku "Martin Margiela - Mythos der Mode" erzählen die Stimme und die Hände des belgischen Designers von seiner Arbeit. Von Lukas Foerster, Michael Kienzl

Spitzes Licht, stumpfes Licht, gemaltes Licht, gefilmtes Licht

Im Kino 19.08.2020 Hinreißende Lichtorgien von Kameramann Sean Price Williams und eine recht sympathische Hauptfigur zeichnen Michael Almereydas "Tesla" aus. Leider wäre der gerissene Thomas Edison das interessantere Objekt für ein Biopic gewesen. Schöne Atmosphäre, fliegende, das Gehirn aussaugende Stahlkugeln und eine ansprechende Filmmusik bietet Don Coscarellis Splatterfilm "Phantasm" von 1978. Von Nicolai Bühnemann, Lukas Foerster

Vorübergehende Kräuselungen

Im Kino 26.03.2020 Heute zwei Filme zum Streamen: Das nationale Filmarchiv von Thailand hat aus aktuellem Anlass eine sehenswerte Auswahl aus der eigenen Sammlung online gestellt, darunter Thavi Na Bangchangs Filmklassiker von 1954, "Santi-Vina": eine Liebesgeschichte und ein buddhistisches Höhlengleichnis. Naoko Yamadas "A Silent Voice" ist ein umwerfend schönes Anime über Dynamiken jugendlicher Sozialisation und uneingestandene Gefühle. Von Lukas Foerster, Nikolaus Perneczky

Der Schmerz des Patriarchen

Im Kino 03.01.2020 Valentina Primavera hält in ihrer Doku "Una primavera" die Geschichte ihrer Eltern fest, vor allem die ihrer Mutter, die sich von dem prügelnden Patriarchen trennt und dann doch zurückkehrt. Die Kamera bleibt dabei immer im Familiengefüge. In seinem zweiten Film über Jeanne d'Arc erzählt Bruno Dumont die Geschichte der Jungfrau von Orléans mehr entlang der historischen Eckdaten. Der alternative Mythos des Films blüht hier nur kurz auf. Von Lukas Foerster, Karsten Munt
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