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Oberhausen

14 Artikel

Reinszenierte Natur

Im Kino 06.05.2015 […] is Like the Mountains) - Deutschland 2014 - Regie: Christiane Schmidt und Didier Guillain - Laufzeit: 101 Minuten. --- Ungefähr 500 Filme umfasste das Programm der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen 2015. Drei davon haben unsere Autoren gesehen. --- "Pai-ri dai-za, Paradies, die Umzäunung." "Paradies" vom Basler Videokünstler Max Philipp Schmid beginnt die Erkundung eines bislang wenig beachteten […] Wahrnehmungsverzerrung. Aber erst einmal gibt es da nur: Sieben Minuten, in denen die Welt selbst nach den Maßstäben des Avantgardekinos nicht mehr in Ordnung ist. Dafür alleine hat sich das in Oberhausen viel und zwischendurch auch von mir und nicht immer, aber im Großen und Ganzen vielleicht doch eher zu Unrecht gescholtene Themenprogramm "Das Dritte Bild - 3D-Kino als Experiment" gelohnt. Lukas […] Von Lukas Foerster, Friederike Horstmann, Ekkehard Knörer, Fabian Tietke

Hat alles richtig gemacht: Max Linz' 'Ich will mich nicht künstlich aufregen' (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2014 […] Im April 2012 hatte der 1984 geborene Filmregisseur Max Linz im Perlentaucher einen Text veröffentlicht, der sich mit dem Erbe des Oberhausener Manifests und der aktuellen deutschen Filmpolitik auseinandersetzt. Von den Forderungen des Manifests ist nichts mehr übriggeblieben: "Heute kann sich jeder Alt- und Neo-Nazi in Ruhe durch die öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme schalten. Kein Fassbinder […] Asta winkt ein Job, der sie mit Geld für ihre Projekte versieht und gleichzeitig in die Kulturinstitutionen einpasst. Sie versteht sofort, was das bedeutet. Auch das hatte Linz schon in seiner Oberhausener Antwort an einem eigenen Filmprojekt beschrieben: "Wie man daran unschwer wird ablesen können, hatte also keiner der zahlreichen an der praktischen Herstellung Beteiligten einen unmittelbaren ö […] Von Anja Seeliger

Liebe Deutschland

Im Kino 25.04.2012 […] eine Allianz eingingen, die unsere Geschäftsgrundlage bildete, ohne die wir gar nicht erst hätten anfangen können zu drehen. "Das Oberhausener Gefühl" ist im Auftrag der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen aus Anlass des fünfzigjährigen Jubiläums des Oberhausener Manifests produziert. Die von den Kurzfilmtagen zur (nachträglichen) Verfügung gestellten 5000 Euro kamen von Arte Creative, einem […] Drehbühnen, hatte sich als Ort der ästhetischen Freiheit gezeigt. Auch deswegen spielt für "Das Oberhausener Gefühl" das Theater Oberhausen und die Auseinandersetzung mit seinem aktuellen Starregisseur Herbert Fritsch eine wichtige Rolle. Denn im Unterschied zu einer Konfrontation am Bahnhof Oberhausen, die im Angesicht drohender Körperverletzung nur Zivilcourage oder Polizeinotruf, also vergleichsweise […] Kommerz, endlich aufgekündigt wird. In der Auseinandersetzung mit dem Oberhausener Manifest dominiert heute eine normalistische Haltung, die sich mit den Siegern der Geschichte gemein zu machen sucht und sich folgendenmaßen paraphrasieren lässt: 1. Die Oberhausener haben es zu nichts gebracht. ("Wen kennt man da noch?") 2. Die Oberhausener sind an allem schuld. (siehe Klaus Lemke) 3. Die anderen waren "besser" […] Von Maximilian Linz

Nicht im Kino

Im Kino 28.12.2011 […] Legitimation auch auf die Kunstwerke selbst durchschlägt, zeigt "Führung" ebenfalls. Im Laufe des Jahres 2011 war der Film auf zahlreichen Festivals zu sehen, unter anderem während der Kurzfilmtage in Oberhausen und in der Sektion "Forum Expanded" der Berlinale, wo er wie ein Brennglas wirkte, das die strukturbildenden Elemente anderer Filme in den Programmen zur Kenntlichkeit vergrößerte, die Wahrnehmung […] Von Lukas Foerster, Thomas Groh, Ekkehard Knörer, Maximilian Linz

Leseprobe zu Christopher Hitchens: The Hitch. Teil 1

Vorgeblättert 19.09.2011 […] hätten kaum günstiger für mich sein können. Die Tories gaben anlässlich der Veröffentlichung des bärbeißigen Buches eines bärbeißigen alten Peers namens Lord Butler einen Empfang im Rosebery Room des Oberhauses, und es hatte das Gerücht die Runde gemacht, dass auch die frisch gewählte Vorsitzende der Konservativen Partei unter den Gästen dieses Cocktails sein würde. Ich hatte einen ziemlich langen Artikel […]

Leseprobe zu Georg Klein: Roman unserer Kindheit. Teil 2

Vorgeblättert 01.03.2010 […] akzeptables, Kleidung und Fell schonendes Durchkommen mehr gibt. Die Baufirma, die das Gelände einem der Bauern, die die Wiesen hinunter nach Oberhausen mähen, abgekauft hat, spekuliert darauf, dass die Neue Siedlung eines Tages mit der alten Vorstadt Oberhausen zusammenwachsen wird. Bis dahin kümmert man sich nicht weiter um den erworbenen Grund. Die Pfosten des Zaunes haben irgendwelche Rabauken bis […] verkünstelten Anlauf noch einmal versucht, ihre bangende Nachbarin zu beruhigen, obschon sie selbst, wären ihre Töchter auch nur halb so lang unerklärt ausgeblieben, per Telefon die Polizeistation in Oberhausen verständigt hätte. Die kleinen, dicken Reifen standen still. Die Zwillinge rutschten von den auch im Dunkeln speckig glänzenden Sätteln. Waden und Handgelenke taten ihnen weh und würden am nächsten […] Kinderzimmers, für künftige Prüfungen verwahrt. Die Kinder wissen, wo sie einmal fündig wurden, liegt auch ein zweites Mal etwas für sie herum. Der flache Abhang, der hinter dem Spielplatz nach Oberhausen hinunterführt, heißt zu recht Rosenhang, weil wilde Heckenrosen alles überwuchern. Das Rankengestrüpp ist so hoch und dicht, dass es für die wenigen Spaziergänger der Siedlung, also für diejenigen […]

Leseprobe zu Georg Klein: Roman unserer Kindheit. Teil 3

Vorgeblättert 01.03.2010 […] den Friedenstrott für sich behalten. Nur einmal, als er und seine Frau mit einem schwachbrüstigen Dreiradlieferwagen, ihrem Umzugsauto, ganz langsam die damals noch nicht asphaltierte Straße aus Oberhausen in die Neue Siedlung hinauftuckerten, hat er dem Druck der Bilder nachgegeben und der Mutter seines Erstgeborenen, die schon die Zwillinge im Leibe trug, ein wenig von diesem mörderischen Blau, von […]

Berlinale 3. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2007 […] ebenfalls auf dem Podium sitzende Lars Henrik Gass, Leiter der Kurzfilmtage von Oberhausen (somit selbst Verkörperung einer langen, komplizierten Geschichte des deutschen Nachkriegskinos), scheinen nicht so sicher, wie spannend sie diese Räume finden. Und was sie mit dem Kino zu tun haben. Beide beharren jedenfalls, Gass in Oberhausen, und Horwath auf der Dokumenta auf dem Kinosaal und seinen Eigenheiten. […] Von Ekkehard Knörer, Christoph Mayerl, Anja Seeliger

Berlinale 6. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2002 […] verhöhnten, dann berühmten, mittlerweile wieder berüchtigten Oberhausener Manifests, mit dem eine junge Generation von damals noch weitgehend unbekannten deutschen Filmemachern das heimische Kino revolutionieren wollte. Wie es der Zufall will, ist das fast genau vierzig Jahre her. Die Generation des deutschen Autorenfilms, die auf Oberhausen folgte, steht längst nicht mehr im besten Ruf, übrig geblieben […] r Erstling "Mahlzeiten" von 1966. Eine seltsame, eine seltsam fremde Welt ist es, mit der einen der Film konfrontiert. Reitz' Herkunft vom experimentalen Kurzfilm, dessen Heimat das Festival von Oberhausen gerade gewesen ist, ist von der ersten Minute an offenkundig. Verblüffend frisch und erkennbar an Frankreich, Godard und Truffaut geschult, ist die Erzählsprache des Films. Die Handkamera bewegt […] -Veteran Peter W. Jansen. Man spricht über die Aufbrüche der sechziger Jahre. Reitz erzählt vom chinesischen Restaurant, in dem die Gruppe der Aufrührer - unter Anleitung Alexander Kluges - das Oberhausener Manifest entwarf. Er gibt einen Eindruck von der erstickenden Situation, die die jungen Filmemacher im Deutschland der fünfziger und sechziger Jahre vorfanden. Bezeichnend die Anekdote, dass sein […] Von Ekkehard Knörer, Robert Mattheis, Anja Seeliger