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Midi Z

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Logischer Endpunkt aller Zivilisation: 'City of Jade' von Midi Z (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2016 […] der Welt angemessen, in der sie erklingt. Midi Z, ein junger Regisseur aus Myanmar, hatte zuletzt mit dem Spielfilm "Ice Poison" auf sich aufmerksam gemacht, der zeigte, wie Kleinbauern in die Peripherie des Drogengeschäfts integriert werden und dabei vor die Hunde gehen. "Jade City" ist ein dokumentarischer Film, bearbeitet aber sehr ähnliche Themen. Midi Z macht sich in ihm auf in eine Bergregion […] verdient, in Opium. Das er in einer langen, intensiven, in intime Dunkelheit getauchten Szene gemeinsam mit seiner Truppe aufraucht. Midi Z bekommt die Droge auch angeboten. Er lehnt ab und bleibt nüchtern. Der Blick des Films ist ebenfalls nüchtern, aber nicht unbeteiligt. Midi Z sucht in der Welt, die er zeigt, kein Drama, erst recht keine Sensation, er heischt nicht nach Mitleid, fällt keine moralischen […] Regisseur) wie die, die da in der Erde buddeln, auf der Suche nach einem Glück, das sich, sobald es sich materialisiert, gleich wieder in Opiumschwaden auflöst. Fei cui zhi cheng - City of Jade. Regie: Midi Z. Taiwan/Myanmar 2016, 99 Minuten (Vorführtermine) […] Von Lukas Foerster

Kurze Momente des Glücks in 'Ice Poison' von Midi Z (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 10.02.2014 […] Weltregionen könnte sich zu einem wichtigen Thema des Kinos entwickeln. Gemeinsam mit Kollegen wie dem Thailänder Uruphong Raksasad und dem Philippiner Mes de Guzman könnte der Regisseur von "Ice Poison", Midi Z., zu den Grundsteinlegern eines neuen rural cinema gehören.) Die Szenen, in denen diese neue Arbeit des Sohnes beschrieben wird, gehören zu den eindrücklichsten des Films: Die Kamera blickt aus erhöhter […] mehreren Gleichgesinnten, an die Bustüren, belagert die Ankömmlinge, die doch stets darauf bestehen, ihrer eigenen Wege gehen zu wollen. Nicht nur in dieser Szene zahlt sich die Geduld aus, mit der der Midi Z. seine Szenen entwirft: Der gerade im asiatischen Autorenfilm allgegenwärtige und nur zu schnell in seinen eigenen Klischees, in Stasis um der Stasis Willen, erstickende long-take-Stil hat in "Ice […] darum, soziale Erfahrungen am Rand der modernen Weltgesellschaft in ihr Recht zu setzen, Erfahrungen, die sich erst in der Zeit, in stumpfen, bedrückenden Repetitionen, im Leerlauf offenbaren. Dass Midi Z. außerdem ein erstaunliches Gespür für Bilder hat, dass sein offensichtlich mit geringsten Mitteln produzierter Film um Längen besser aussieht als fast alles, was ich bisher im Wettbewerb gesehen habe […] Von Lukas Foerster