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Che Guevara

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Leseprobe zu Leila Guerriero: Strange Fruit. Teil 2

Vorgeblättert 14.04.2014 […] von Staatsanwaltschaften in Äthio­pien, Mexiko, Kolumbien, Südafrika und Rumänien; vom ­Internationalen Komitee des Roten Kreuzes; von der Präsidentenkommission für die Suche nach den Überresten Che Guevaras sowie der bikommunalen Kommission für die de­saparecidos von Chipre.      "Das ganze Gehalt, das wir für diese internationalen Missionen beziehen, geht in einen Gemeinschaftsfonds", meint Luis […] unter Ausschluss der Öffentlichkeit, aber jede spektakuläre Identifizierung - 1989 diejenige von Marcelo Gelman, Sohn Juan Gelmans, des argentinischen Dichters, der in Mexiko lebt; 1997 die von Che Guevara in Bolivien; 2005 die von Azucena Villaflor, der Gründerin von Madres de Plaza de Mayo, 1977 verschwunden - bringt sie auf die Titelseiten der Tagespresse.      "Aber für uns", sagt Luis Fondebrider […]

Zermahlener Mythos

Im Kino 10.06.2009 […] Films verstört hat und noch immer verstört und was an diesem Film schlicht und einfach verstörend ist, ist die Tatsache, dass Soderbergh aus dem zermahlenen Mythos kein neues, kein anderes Bild des Che Guevara formt und errichtet. Es bleibt deshalb schwer zu sagen, was "Che" eigentlich ist. Einfacher schon, festzustellen, was er nicht ist. Ein Biopic zum Beispiel, das aus einem Leben ein aktförmiges Drama […] der Hand gefilmten Momenten in Richtung Tableau. Dem Tableau-Charakter entspricht auch die momentane Ton-Bild-Entrückung, die Soderbergh immer wieder vornimmt, wenn er als Voiceover Auszüge aus Che Guevaras Tagebuch über die fortlaufenden, aber nunmehr stummen Bilder legt. Keineswegs kommt aber andererseits Che einem über diese Text-Annäherungen näher als er es in den kleinteiligen, an- und abschwellenden […] Von Ekkehard Knörer

Von der ungeheuren Wirkung konzentrierter Musiklosigkeit

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2003 […] Mann geziemt, im Bild. Stone stellt Fragen, philosophische, politische, private - und er bekommt oft genug Antworten. Sensationelles erfährt man nicht. Nein, Folter, hat es in Kuba nie gegeben, und Che Guevara war ein wenig ungeduldig. Castro legt den Arm um Stones Schulter, krault sich im Bart und versichert, dass er durch den Verzicht auf die morgendliche Rasur Monate seiner Lebenszeit gespart habe. […] Von Ekkehard Knörer