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Michael Moore

11 Artikel

Lebenszeichen: Werner Herzogs Blick in die 'Death Row' (Berlinale Special)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2012 […] historischen Hintergrund und als Gast der Vereinigten Staaten spreche ich mich bei allem gebotenen Respekt gegen die Praxis der Todesstrafe aus", sagt er anfangs jeder Episode. Doch anders als Michael Moore dies womöglich getan hätte, ist "Death Row" kein Plädoyerfilm, der zu seinem Material ein lediglich funktionalistisches Verhältnis aufbaut und dieses, wo es nötig wäre, verbiegt. Im Gegenteil, Herzog […] Von Thomas Groh

Freibeuter: Cyril Tuschis 'Khodorkovsky'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2011 […] Fischer reicht die Galerie) diese Geschichte. Er hat ein paar - das heißt eigentlich: eine ganze Reihe - schlechter Ideen: Anfangs geriert sich der Regisseur in Auftritten vor der Kamera etwas Michael-Moore-haft; schwerfällig und überflüssig sind Animationssequenzen, die den Aufstieg und Fall Chodorkowskis mal im Reenactment, mal eher allegorisch bebildern; kein Dokumentar- oder anderer Film bedarf […] Von Ekkehard Knörer

Schönere Störung

Im Kino 11.11.2009 […] die ein unterirdisches Drehbuch wie dieses einfach so durchgewinkt haben. Kapitalismus. Eine Liebesgeschichte. USA 2009 - Originaltitel: Capitalism: A Love Story - Regie: Michael Moore - Darsteller: (Mitwirkende) Michael Moore, William Black, Wallace Shawn, Jimmy Carter, Marcy Kaptur, Elizabeth Warren, Baron Hill Ganz nah bei dir. Deutschland 2009 - Regie: Almut Getto - Drehbuch: Speedy Deftereos […] Alles, was gegen Michael Moore gesagt wird, ist richtig: Er ist ein Populist, der nach Beispielen, Argumenten, Zustimmung, Zitaten, Ausschnitten greift, wo er sie findet und in seinen Film-Pamphleten dann sehr skrupellos einsetzt, ganz wie es ihm passt. Sein Stil, seine Methode sind rein boulevardesk: Er bietet nicht mehr als simple Reiz-Reaktionsmuster und ersetzt Analyse durch Schlagzeilen, in seinem […] der sich für das Geschenk Gottes an den Aufklärungsjournalismus hält und diesen Glauben massiv vor der eigenen Kamera in Szene zu setzen versteht. All das ist zweifellos richtig. All das macht Michael Moore und seine Filme oft unerträglich. All das stimmt im Prinzip auch für sein jüngstes Werk, sein nicht nur im Titel weit ausholendes Pamphlet "Kapitalismus. Eine Liebesgeschichte". Und doch. Beinahe […] Von Ekkehard Knörer

Kleiner dicker Erlöser

Im Kino 01.04.2009 […] mit Maher denn doch seine Mühe hat, den allzu edlen Zwirn, den er am Leib trägt, dem Herrgott, in dessen Namen er spricht, in die Schuhe zu schieben. Der Film und Bill Maher machen es sich, a la Michael Moore, ziemlich leicht. Sie suchen die ganze westliche Welt - und die nahöstliche auch - ab nach möglichst verrückten Vertretern ihrer jeweiligen Religion und führen sie im Gespräch mit dem schlagfertigen […] Von Lukas Foerster, Ekkehard Knörer

Mit offenen Karten

Im Kino 10.10.2007 […] gemeldeten harmlosen Vorerkrankung fallen gelassen wird. Diese und einige weitere Schicksale präsentieren die ersten 40 Minuten von "Sicko" in einem cinema-verite-inspirierten Stil. Danach begibt sich Michael Moore in bewährter Manier auf Ursachenforschung. Moores Filme machen es dem europäischen Publikum in gewisser Weise leicht: Man kann sich mit Moore über die amerikanischen Waffengesetze ("Bowling for […] freien Lauf lassen. Oder aber man echauffiert sich stattdessen über Moore selbst und dessen unseriöse, populistische Rhetorik. Oft ist eine solche Reaktion jedoch mindestens genauso fragwürdig. Michael Moore ist zweifellos ein Populist. "Sicko" setzt direkt mit einem der berühmten Versprecher George W. Bushs ein und greift im weiteren Verlauf auf allerlei Kabinettsstückchen der suggestiven Montage zurück […] r widersprechen können: Private Krankenkassenunternehmen sind in aller Regel am eigenen Profit orientiert und nicht am Wohlergehen ihrer Kundschaft. Natürlich kann - und muss - man einiges an Michael Moore kritisieren. In diesem Fall vor allem die reichlich widerwärtige Instrumentalisierung der Guantanamo-Häftlinge für die Kritik am Gesundheitssystem. Vor allem jedoch gilt es, die Differenz zwischen […] Von Lukas Foerster, Ekkehard Knörer