Stichwort

Harun Farocki

7 Artikel

Halbseiden-abgründiger Sexappeal

Im Kino 21.09.2017 […] Elemente legen, die Montage der Ideen", sagt er, während man ihm über die Schulter dabei zusieht, wie er aus Worten und Bildern den Bauplan einer Erzählung zusammensetzt. "Zwischen zwei Kriegen", Harun Farockis 1978 nach langjähriger Arbeit fertiggestellter, und bis dahin umfangreichster und dichtester Film, verfolgt in der Vorgeschichte des deutschen Faschismus, die er auch als die Geschichte der ka […] Frage nach den Zusammenhängen erörtern läßt. Zwischen den Bildern liegt der Raum, in dem der Film seine eigene Art zu denken findet. Sebastian Markt Zwischen zwei Kriegen - BRD 1978 - Regie: Harun Farocki - Darsteller: Ingemo Engström, Jeff Layton, Stefan Matousch, Willem Menne - Laufzeit: 83 Minuten. Das Berliner Kino Arsenal zeigt derzeit und noch mehrere Monate lang eine integrale Werkschau der […] Von Lukas Foerster, Sebastian Markt

Berlinale 6. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2007 […] Petzold von Herk Harveys gespenstischem Horrorfilm "Carnival of Souls", das Innere von Harun Farockis Dokumentation "Nicht ohne Risiko". "Carnival of Souls" ist ein Klassiker der Midnight-Movies, eine metaphysische Meditation im Gewand einer billigen Genre-Übung, die auch vor grellen Effekten nicht haltmacht. Harun Farocki dagegen hat in seinem Film streng dokumentarisch die Welt des Risikokapitals untersucht […] "Wolfsburg"). Einerseits großes Genre-Bewusstsein - Petzold ist ein großer Kenner der Kriminalliteratur wie des Hollywood-Genrefilms -, dies aber immer im Rahmen der von den strengen Materialisten Harun Farocki und Hartmut Bitomsky inspirierten Distanzästhetik der "Berliner Schule", die einen heiligen Horror vor jedem falschen Ton, vor jedem rhetorisch erschlichenen Effekt hat. (Aber ist der erschlichene […] Von Ekkehard Knörer, Christoph Mayerl, Anja Seeliger

Berlinale 6. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2005 […] Tonspur ist, so sehr sie dazu einlädt, die Augen zu schließen und diesen Film einfach nur zu hören, so klar die Bilder sind, so wunderbar Christian Petzold (wie immer dramaturgisch beraten von Harun Farocki) seine Motive gegeneinander balanciert, so großartig die Schauspielerinnen sind und so wenig man die filmische Intelligenz dieses Regisseurs übersehen kann: Es funktioniert im ganzen nicht. "Gespenster" […] Von Gabriella Gönczy, Ekkehard Knörer

Berlinale 10. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2002 […] Russell Crowe sind die Feuilletonisten zu Theorie-Star Slavoj Zizek gepilgert, der in der Berliner Staatsbibliothek mit der Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch und den Dokumentarfilmern Andres Veiel, Harun Farocki und Christopher Roth über "Fiktion und Realität" diskutierte (FAZ, SZ, taz). FR und Tagesspiegel haben sich lieber an die Veranstaltung mit Peter Greenaway über High and Low Culture gehalten. Ansonsten […] Von Thierry Chervel, Sascha Josuweit, Ekkehard Knörer

Berlinale 9. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2002 […] in Aktion zu erleben. Daneben verblassten die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch, die beiden Filmer Andres Veiel ("Black Box BRD") und Christopher Roth ("Baader"), während der Doku-/Essay-Filmer Harun Farocki von links außen den Eindruck zu vermitteln verstand, dass er über allem irgendwie drüber stehe. Zizek enttäuschte nicht: aus eher katatonisch wirkenden Ruhezuständen fuhr er immer wieder mit einem […] setzt dagegen auf eine Strategie der Verstörung: Indem er seinen Film mit einer faustdicken historischen Lüge enden lasse, werde nachträglich die Richtigkeit des zuvor Gezeigten in Frage gestellt. Harun Farocki versucht der Wahrheit in seinen Filmen wiederum auf dem reflexiven Umweg über die reine Meta-Ebene auf die Schliche zu kommen, arrangiert - wie in seinen "Gefängnisbildern" (mehr hier) - vorgefundenes […] Von Sascha Josuweit, Ekkehard Knörer, Anja Seeliger