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Michael Ballhaus

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Warum Martin Scorseses 'Departed' keine infernalische Affäre ist

Essay 22.12.2006 […] rungssequenzen, in denen die beiden Polizisten und ihre inverse Lage etabliert werden, ziehen rasch und knapp und ohne inszenatorischen Aufwand vorbei. Bei Scorsese dagegen ist die Kamera von Michael Ballhaus endlos damit beschäftigt, auf die Darsteller zu-, die Reihen der Polizisten entlang- und um ihre Gesichter halb herumzufahren. Das ist Bewegung im Bild, die zu nichts führt als ihrer ständigen […] Von Ekkehard Knörer

Vom Nachttisch geräumt

Vom Nachttisch geräumt 19.12.2002 […] Höckerchen. Michael Ballhaus spricht mit ihm, die anderen schauen zu den beiden, bis auf einen Mann und eine Frau, die auf dem Boden knien und versuchen einen Geldschein so hinzulegen, dass die Kamera ihn optimal erfasst. Man bekommt eine Ahnung, dass Kino die Oper des zwanzigsten Jahrhunderts war, also der Versuch, eine ganze Industrie einzusetzen, um Kunst zu produzieren. Michael Ballhaus erzählt von […] ruhigeres Auge erforderlich gewesen. Dann hätte Michael Ballhaus nicht erzählt, wie seine Westberliner Studenten 1968 eine rote Fahne vom Roten Rathaus heruntergerollt hatten. Das wäre eine wirkliche Weltsensation gewesen. Aber so war es nur das Schöneberger Rathaus. Peinlich für ein Buch aus dem "Berlin-Verlag". "Das fliegende Auge - Michael Ballhaus, Director of Photography, im Gespräch mit Tom […] Denkens", übersetzt von Mira Köller, Merve-Verlag, 2002, 194 Seiten, 13,60 Euro. Bestellen. Tricks Tom Tykwer ist klug. Ich bin dumm genug, das erst bei der Lektüre seiner Gespräche mit Michael Ballhaus gemerkt zu haben. Wenn der Kameramann Ballhaus zum Beispiel über seine Arbeit mit Meryl Streep in "Postcards from the Edge" sagt: "Sie hatte damals so viel Macht, dass sie entscheiden konnte, […] Von Arno Widmann