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Graffiti

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Aufzeichnungen über Grenzen und Säume

Außer Atem: Das Berlinale Blog 05.02.2015 […] zwischen den beiden Deutschland interessiert, in den Achtzigern war es ein bisschen anders, der morbide Reiz der Mauerlandschaft wurde damals schon wahrgenommen und inszeniert, vor allem durch die Graffiti an der Innenseite. Ich glaube nicht, dass sich Wenders wirklich für das interessierte, was jenseits dieser Grenze war. Im "Himmel über Berlin" gibt es zwar eine kleine Fahrt durch Ost-Berlin. Meiner […] Von Thierry Chervel

Wovon ich rede, wenn ich von Europa rede

Literarischer Rettungsschirm für Europa 25.09.2012 […] davongekommen und doch sind wir es nicht, irgendwie leben wir immer noch mit der Mauer zusammen, es wird immer so bleiben, wir werden sie nie vergessen, der Anblick ihrer zerfallenden Reste voller Graffiti wäre gar nicht nötig, wir würden uns auch so erinnern, jeden Augenblick. Man muss weinen, denn es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass wir hier stehen, mitnichten notwendig, dass alles so […] Von György Dragomán

Zum Biber werden

Im Kino 18.05.2011 […] kitschiges Graffiti gleichzeitig als Akt pubertärer Auflehnung und als genuiner Ausdruck empfindsamer, verletzter Innerlichkeit herhalten muss, ist einerseits fürchterlich cheesy, hat aber andererseits aber auch etwas entwaffnend Ehrliches, weil sich in dieser Szene das (und sei es auch noch so windelweich-) humanistische Menschenbild des Films sozusagen vergegenständlicht. Allerdings: das Graffiti ist bei […] bei näherem Hinsehen gar kein Graffiti. Es ist auf Papier gemalt, wenn man es von der Wand abzieht, ist zu guter Letzt auch die Polizei zufrieden. Lukas Foerster *** Kühe und Möhren bestimmen das Bild in der brandenburgischen Agrargenossenschaft "Der Märker" in Jänickendorf. Eine ehemalige LPG im Nuthe-Urstromtal, nicht weit von Berlin, aber Welten entfernt. In Gestalt von Vorhängen und Kulturzimmern […] Von Lukas Foerster, Ekkehard Knörer

Vorgeblättert

Vorgeblättert 21.09.2004 […] auswendig, weshalb er sich, als er zum Refrain kam, gerade setzte, das Kinn hob, laut zur Wand hin sang und dabei die von Gefangenen vergangener Jahrhunderte in den Stein gekratzten Graffiti las. Keineswegs vulgäre Graffiti, wie man sie vom Gefängnis von Newgate kannte - das meiste davon war auf Lateinisch verfasst, groß und feierlich wie ein Grabstein, und es gab astrologische Diagramme und von gefangenen […] wie Wilkins an." "Wilkins! Ja! Ich habe überlegt, die Wände meinerseits mit einigen Graffiti zu verzieren und sie in universalen Zeichen zu schreiben ? aber es ist zu deprimierend. 'Seht her, wir haben eine neue philosophische Sprache entwickelt, damit wir, wenn Könige uns einkerkern, eine höhere Form von Graffiti in unsere Zellenwände ritzen können.'" "Vielleicht wird das ja zu einer Welt führen […]