Stichwort

Kriegsende

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Nur ein Stück der Pranke

Tagtigall 19.12.2013 […] Man hört über ihre russische Mutter ("In der Ostermesse, die sie alljährlich besuchte / fand sie ihre Sprache wieder"), über die Gefahr der Abstumpfung im Sozialismus ("Auf diesen Tisch kannst du legen / was immer du willst / einen notariellen Akt oder einen Reklamezettel / eine Geige oder den Schuldschein über eine verkaufte Seele") und über das verpasste Leben ("Warum tanzte ich nicht auf den Champs Elysées / als die Menge mit Hurrarufen das Kriegsende begrüßte?"). Viele Verse dieses Spätwerks, von Bernhard Hartmann wunderbar sensibel übersetzt, sind durchtränkt von der Frage: Was hinterlässt eine Spur in der zukünftigen Welt? […] Von Marie Luise Knott

Sehnt sich hinaus ins Freie: Keisuke Kinoshitas 'Farewell to dream' (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2013 […] Da ist der Vater, der Fischverkäufer, der gesundheitlich nicht mehr richtig in Schuss ist und auch sonst kaum zum Patriarchen taugt, der über einen Krieg schimpft, der zwar schon ein paar Jahre vorbei ist, aber Spuren hinterlassen hat in seiner Psyche und in der ganzen Familie: "Farewell to Dream" ist auch ein Film über ein Nachkriegsjapan, das sich einige Jahre nach Kriegsende noch nicht richtig sortiert hat, aber langsam zu begreifen beginnt, dass alles Jammern über die Niederlage und den überlegenen Gegner oder (bei Kinoshita vorwiegend) den eigenen Faschistenstaat nichts hilft. […] Von Lukas Foerster
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