Stichwort

Horrorfilm

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Köpfe spritzen auseinander

Im Kino 13.01.2022 […] Die ursprüngliche "Scream"-Trilogie verfolgte einen geradlinigen Weg. Es begann mit Teenagern, die das Morden eines Slashers in ihren Reihen mithilfe von Horrorfilmen aus Videotheken einordneten. Was die "Scream"-Filme in Dopplungen übersetzten, wenn beispielsweise ein Jugendlicher dem Fernseher zurief, dass eine Filmfigur sich umdrehen solle, da ein Mörder hinter ihr steht, während hinter dem gleichfalls […] Von Patrick Holzapfel, Robert Wagner

Zwei grüne Augen

Im Kino 23.12.2020 […] O'Neill haben. Unter den Großmeistern des italienischen Genrekinos ist Lucio Fulci der Obsessivste, Exzessivste, Durchgeknallteste. Am konsequentesten von allen verschreibt er sich insbesondere dem Horrorfilm, also der Konfrontation mit dem irrationalen Anderen als der Rückseite der modernen bürgerlichen Welt. Gleichzeitig jedoch ist er, anders etwa als sein Kollege Dario Argento, in erster Linie und […] is nach kein Künstler, sondern ein klassischer Regiehandwerker, der jahraus jahrein Film um Film herunterkurbelt und die Formeln populärer Kinounterhaltung im Schlaf beherrscht. In viele seiner Horrorfilme ist eine Spannung eingetragen zwischen dem gut geölten, durchrationalisierten Räderwerk der Genrekonvention und düsteren, antirealistischen Energien, die sich nicht um Alltagswahrscheinlichkeiten […] Von Katrin Doerksen, Lukas Foerster

Spitzes Licht, stumpfes Licht, gemaltes Licht, gefilmtes Licht

Im Kino 19.08.2020 […] Thanatos, gerne für ein Schäferstündchen mit seinen diversen erotischen Eroberungen nutzt. Eben darum geht es Coscarelli, der letztlich im Kern eine düstere Coming-of-Age-Geschichte mit den Mitteln des Horrorfilms erzählt: dass es keinen Weg in die Vergangenheit gibt, in eine Kindheit, die auch eine Welt vor dem Trauma wäre. Nicolai Bühnemann Phantasm - USA 1979 - Regie: Don Coscarelli - Darsteller: A. Michael […] Von Nicolai Bühnemann, Lukas Foerster

Im Kern dunkel getuscht

Im Kino 04.03.2020 […] Schreckgespenst im Horrorfilm-Diskurs der letzten Jahre - angesichts der Arthouse-Güte mancher jüngerer Produktionen sehen sich manche Kommentatoren insbesondere in englischsprachigen Medien dazu berufen, den Horrorfilm der Gegenwart als künstlerisch und ästhetisch besonders erhaben und gar als Mittel zum politischen Kommentar abzugrenzen von der eher schundigen Geschichte des Horrorfilms. Dass Horror für […] für Experimente mit der Kunst - und im besten Fall: für Experimente mit der Kunst, aber mit den Mitteln des Schunds - immer schon zu haben war, gerät dabei aus dem Blick. Stanley hingegen nimmt Horrorfilm als eine Kunstform eigenen Rechts, die ihren eigenen Maßstäben und Parametern verpflichtet ist, vollkommen ernst: Horror als Mittel zum Exzess, als Gefäß für freidrehende Delirien und als Imagin […] Von Thomas Groh, Ekkehard Knörer

Spiel mit falschen Fährten

Im Kino 20.03.2019 […] , vielleicht sogar der bessere Film. Der klassische Spannungsaufbau von "Get Out" und die Klarheit seiner politischen These waren vielleicht eher als gesellschaftlicher Kommentar und weniger als Horrorfilm interessant. "Wir" dagegen ist als Genrefilm anarchischer, unorthodoxer und letztlich auch vieldeutiger. Allegorisches Potenzial ist durchaus angelegt: Die roten Overalls der bösen Doppelgänger […] er als Abschlussarbeit an der Kölner Filmhochschule vorlegte, geht es mitnichten darum, solche Fragen abschließend zu klären oder die rudimentäre Handlung auf herkömmliche Art aufzulösen. Wenn der Horrorfilm im Allgemeinen und die italienischen Gialli der sechziger und siebziger Jahre im besonderen klare Referenz sind, dann begegnet der Film diesen im Modus narrativer Dekonstruktion, ähnlich, wie man […] Von Nicolai Bühnemann, Michael Kienzl