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Urbanität

7 Artikel

Dispersion von Sinn: Fruit Chans 'The Midnight After' (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2014 […] Gleichzeitig ist "The Midnight After" ein eigensinniger, widerständiger Autorenfilm (Chan, hierzulande vor allem für den vergleichsweise slicken Horrorfilm "Dumplings" bekannt, ist schon seit den 1990ern einer der wichtigsten Erneuerer des Hongkong-Films), dem das alles nicht unterläuft auf der Suche nach Attraktionsmaximierung, der viel eher als Versuch zu fassen ist, mit den Mitteln des besonders krude Populären moderne Urbanität neu zu erzählen. Und ein Selbstbild des Hongkongs der Gegenwart zu entwerfen. […] Von Lukas Foerster

Elegant: Nguyen-Vo Nghiem-Minhs 'Nuoc' (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 06.02.2014 […] Erst ganz am Ende, in der vorletzten Szene, tauchen offensichtliche Effekt-shots auf, und die haben dann einen ganz spezifischen Sinn: Die alte Welt, die Welt der Urbanität, der bürgerlichen Häuslichkeit und der Bildung ist in der totalisierten Peripherie der Wasserwüste, als die "Nuoc" die Zukunft imaginiert, nur noch als sterile CGI-Kopie, die aussieht wie aus einem Computerspiel von Vorgestern, zu haben. […] Von Lukas Foerster

Am Meer ein Gefängnis: Christian Petzolds 'Barbara' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2012 […] Vom Soul der 70er, überhaupt von solchem Sound und jedweder Urbanität ist Barbara (Nina Hoss) denkbar weit entfernt: Als eigentlich reüssierende Ärztin an der Berliner Charité wird sie gleich zu Beginn wegen eines Ausreise-Antrags - sie ist in einen Westdeutschen verliebt - von der DDR-Obrigkeit an ein Provinzkrankenhaus unweit der Ostseeküste strafversetzt. […] Von Thomas Groh

Ganz andere Kraft

Im Kino 25.11.2009 […] Und deshalb begnügt sich "Pandoras Box" auch nicht damit, die alzheimerkranke Mutter vom Lande als Katalysator für die bourgeoisen Psychosen der Urbanität zu benutzen (das ist vielleicht das grundlegende Problem dieser Sorte Film: Sie benutzen ihre Figuren und eine andere Art, sich zu diesen Figuren zu verhalten, kommt ihnen gar nicht in den Sinn), zusätzlich wird Nusret als altersweises Orakel missbraucht (dieses Missbrauchen ist dann das, was aus dem Benutzen fast zwingend folgt), das die Bilder noch einmal verdoppelt. […] Von Lukas Foerster, Ekkehard Knörer

Vorgeblättert

Vorgeblättert 12.03.2007 […] Und mir gefällt, wie leidenschaftlich er seine Liebe zur eigenen Urbanität vertritt, seine Obsession für die Umwelt und die Kunst, sei­nen Kreuzzug für Dachbegrünungen, Gärten auf Dächern und Balko­nen, Hochhäuser, die sich wie Pfahlbauten über dem See erheben, ebenso wie für Frank Lloyd Wright oder Mies van der Rohe; ich mag die Einfälle der anderen Künstler (Anish Kapoor und Frank Gehry, Jaume Plensa und Kathryn Gustafson), die er auch dieses Mal wieder für die Gestaltung eines Parks gewinnen konnte; ich finde es toll, dass er für die Finanzierung wie in der goldenen Zeit der Stadt die Erben je­ner Magnaten der Stahlindustrie, der Kaugummi- und der Wurstimpe­rien zusammenbringen konnte, die schon für die erste Blüte der Stadt gesorgt hatten; ich bewundere sein Talent - und dafür bedurfte es wahrlich eines großen Talents! […]